Beiträge von Cerridwen

    Sie bekam vom ersten Post an entsprechende Antworten und von ersten Post an, das sie nicht zu viel machen soll bzw. das in dem Alter ganz andere Dinge wichtiger sind, als an der UO zu arbeiten.

    Es war im übrigen nicht Welpe 2.0 sondern Erziehung 2.0 und ich stehe immer noch zu dem Spruch, denn ich sagte auch, sich erst mal auf eines konzentrieren und nicht alles auf einmal zu wollen. Ebenso wie ich dazu stehe, das es in dem Alter von 9 Wochen viel wichtiger ist, die Welt zu entdecken, als Sitz, Platz und Komm zu üben.
    Zum anderen kann sie diesen Welpen gerade mal eine Woche haben. Ist es dann nicht etwas viel verlangt, das der Hund sich auf der Wiese im Park sofort von einem Mauseloch löst und zur TS hinflitzt, so bald diese ihn ruft? Wohl gemerkt Welpe 9 Wochen und max eine Woche beim TS.

    Zum anderen wenn man dann mal die Suche bemüht hätte, oder einfach mal in die neusten Beiträge geschaut hätte, dann hätte man einen Beitrag gefunden, der genau das Thema bearbeitet und dann hätte man die Frage auch gar nicht stellen müssen.

    Zitat


    Und zu erklären warum ein knurrender Hund eben nicht normal ist, ist ja wohl nichts falsches dran

    Ein knurrender Hund ist genauso normal, wie ein nicht knurrender Hund. Denn es ist ein Hund, der dieses Knurren entsprechend in seiner Kommunikation beherbergt.

    Wenn etwas nicht normal ist, dann vielleicht die Situation und das Warum der Hund knurrt und daran kann man arbeiten, in dem man die Situationen gezielt übt, den Auslöser entsprechend löscht oder positiv belegt oder das warum herausfindet und dieses verändert. Aber das ändert nichts an dem Hund an sich. Also ist ein knurrender Hund an sich erst einmal normal.

    Zitat

    Mit den haben ich... auch immer so 10 Minuten über den Tag verteilt geübt und ...

    Ich habe auch nicht mehr am Tag mit dem Hund geübt.
    Und auch meiner hat sich alleine beschäftigt und hat auch Ruhe gehalten, wenn er umgefallen ist und eingeschlafen ist.

    Wenn du alles mal genau lesen würdest, dann würdest du auch verstehen, was gemeint ist und was das Beispiel die aufzeigen sollte.
    Gerade bei den Rassen Border und Aussi ist es sehr wichtig, das sie nicht nur von selbst zur Ruhe kommen, sondern gezielt Ruhe beigebracht bekommen müssen.

    Und das auch nur 10 Minuten am Tag und mit dem Hund spielen und der Hund spielt alleine schon zu viel sein können. Wie auch schon mal erwähnt, die meisten Welpen die in dem Alter die Nacht durchschlafen, sind die Welpen, die am Tag nicht genug schlafen.

    Frage am Rande, hat der Tierarzt eine Zusatzausbildung im Bereich Verhaltenstherapie? Wenn nicht, dann würde ich in dem Bereich wann kann man mit Erziehung beginnen und wie viel ist richtig, nicht auf diesen TA hören.

    Nur mal als Beispiel: Ich habe einen Bordermix. Mit den haben ich auch immer so 10 Minuten über den Tag verteilt geübt und gespielt und war unter anderem in einer Welpenschule und mit 6 Monaten beim Babyagi. Auch sonst habe ich dem mit 11 Wochen - denn in dem alter habe ich ihn bekommen - sehr viel unternommen und gespielt und getobt und habe ihm nur seine Ruhe gegönnt, als er umgefallen ist und geschlafen hat.
    Mit ca. 9 - 10 Monaten habe ich dann gestrikt und warum, weil ich mir einen Flummi erzogen hatte, der mir am Allerwertesten hing und forderte und ich dieser Forderung nicht mehr nachkommen konnte. Ich hatte aber nicht den Anspruch so früh wie möglich zu beginnen, sondern jeder hat mir gesagt, den musst du beschäftigen.
    Ich habe dann den Hund ein Wochenende auf eine Nulldiät in der Beschäftigung gesetzt und habe dann bei Null angefangen und zwar bei der Beziehung und nicht bei der Erziehung.

    Mein Hund läuft heute komplett ohne Leine und das immer und überall, wo es geht und erlaubt ist. Der sich weiß zu benehmen, kennt Regeln und belästigt weder Hund noch Tier.

    Meinst du ich sage umsonst, das man es langsam angehen lassen und des man im Moment eher nicht wirklich etwas machen soll, das man eher an der Beziehung arbeiten sollte und nicht nur an der UO.
    Den Grund habe ich auch schon erklärt.

    Nun Hunde leben nicht in einer Linearen Rangordnung, also ist es schwierig eine Position zu stärken, da diese Position nicht starr ist und immer wieder wechselt.

    Ich würde den Hund nicht unbedingt unterstützen, sondern eher etwas anderes in der Situation geben.
    Beispiel, wenn der Schnösel den roten Ball haben will, dann bekommt Boomer den gelben Ball.

    Nun in einer wirklich guten Hundeschule würden die Trainer keinen Wert auf Kommandos und ähnliches legen, sonder in diesem Alter auf gemeinsame Erfahrungen und gemeinsame Lösungssuche für Aufgaben, die für den Bindungs- und Beziehungsaufbau nützlich sind und die für die Entwicklung des Gehirns notwendig sind. Dazu würden sie die Sozialisierung vorantreiben und gezielte Ausflüge zu Bahnhöfen, Flughäfen, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufszentren/Einkaufsstraßen, Tiergärten und ähnliches. Dazu dann der gezielte Kontakt von älteren Hunden und Welpen aller Rassen oder so viele verschiedenen wie möglich.
    Mit der 12. Woche, wenn die wirklich wichtige Phase der Sozialisierung und Prägung vorbei ist, dann kann man langsam mit der Grunderziehung beginnen.

    Das wichtigste in der Hunderziehung ist meines Erachtens nicht der Grundgehorsam, sondern die Bindung und die Beziehung zwischen Hund und Halter und wenn die früh definiert wird und das richtig, dann sind die besten Weichen für einen guten Grundgehorsam gestellt.

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    och keine Sorge, duschen tue ich jeden Tag... in ne Pfütze und Hunde****bin ich auch schon reingetreten --> draußen...
    Also auch wenn ihr mir das nicht glaubt...wenn er abends um 22 Uhr schlafen geht bis 6 Uhr morgens ( 8 Stunden) dann finde ich morgens keine Pfütze oder Haufen ... Vielleicht liegt das auch daran, das ich um halb Zehn die letzte Runde gehe und er nochmal alles "erledigen" kann...Da er für sein Alter schon sehr groß ist kann es auch sein das er eine größere Blase hat, die entscheident dafür ist, dass er so lange durchhält...

    Das liegt auch nicht an dir, sondern an dem Organismus des Hundes an sich. Der fährt Nachts einfach runter und geht auf Sparflamme.
    Manche Hunde werden auch nachts noch aktive und müssen dann noch mal mitten in der Nacht raus und andere pennen einfach durch. Die die durchpennen sind auch eher die, die am Tag zu sehr gefordert werden und/oder nicht wirklich zur Ruhe kommen - warum auch immer.

    Sitz hast nicht du deinem Hund bei gebracht, das konnte er schon, bevor du ihn bekommen hast. Das lernt er schon bei seiner Mutter.

    Immer noch, die Übungen ins Spiel einbinden und eher die Ruhe üben und die Welt entdecken.
    Folgetrieb ausnutzen, spielersich vor dem Hund weglaufen, mit einem Spielzeug die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
    Beginnen tut man in der Wohnung/im Haus, geht dann schrittweise weiter raus und baut es mit langsam steigender Ablenkung auf und nicht von Garten in Park und nun komm, das kann nicht funktionieren, weil alles neue und alles kennenlernen und Eindrücke verarbeiten und dann auch noch üben geht da noch nicht in dem kleinen Gehirn, das ist da einfach im Overflow und kann gar nicht mehr alles aufnehmen, verarbeiten und speichern.


    Du hast einen Aussie, der muss tatsächlich nur eines lernen, Ruhe, denn sonst ist es eher das Problem, das du ihm nicht mehr gerecht werden kannst, weil er mehr fordert, als der Tag Stunden hat und dann wäre das nicht kommen, das kleinste Problem.

    Überlegen wir mal, der Hund sollte mit 9 Wochen sein oder können:

    - Stubenrein
    - Sitz
    - Platz
    - sich in allen und jeder Situation abrufen lassen
    - wissen was nein heißt
    - alle Regeln kennen und sich daran halten

    Welpen bedeuten Geduld, Geduld und noch mal Geduld.
    Erziehung im Spiel einfließen lassen und Welt entdecken und dann ruhe finden lassen.

    Wie wäre es sich auf einen zu konzentrieren und es langsam angehen zu lassen?
    Was erwartest du? Der Welpe kommt doch nicht mir Erziehung 2.0 auf die Welt und wird auch nicht mit dem Upgrade auf 3.0 zu einen Wunderhund.

    Nutze diese Zeit mit deinem Welpen lieber intensiv um die Welt zu entdecken und lasse die Erziehung im Spiel nebenher einlaufen, da habt ihr beide mehr von.
    Die Welt muss ja schließlich auch erkundet werden.