Wow, war gestern Vollmond? Ihr wart ja noch so fleißig!
Erstmal danke an alle und vor allem an Sonja - darf Dich leider nicht schon wieder bömmeln... :| Blöde Regelung, für den sehr gut beschriebenen und ausführlichen Beitrag hättest Du das echt verdient!
Also, ich werd hier erstmal abarbeiten:
1. Wie ich schon geschrieben habe, versuche ich mich wirklich immer zwischen ihn und die Passanten zu bringen (mache ich sowieso automatisch, da ich ja bereits größere Hunde hatte und weiß, dass auch viele Leute einfach ängstlich sind) - nur leider hab ich ja hinten keine Augen, d.h. wenn mich Leute überholen gehen viele auch an der "Hunde-Seite" vorbei und das gibt dann meist ein großes Gewusel, wenn ich dann auch noch versuche, mich dazwischenzumanövrieren...also haben die dann einfach selbst Schuld.
2. Dummerweise interessiert es die meisten Leute ja mal sowas von überhaupt nicht, ob ich dazwischen stehe!
Nur mal zur Situationsbeschreibung: Natürlich bleib ich nicht bei jedem stehen und quatsche. Aber hier in der Gegend, zwischen Omis und jungen Familien, ist man mit einem süßen Tapsehund - noch dazu mit einer eher seltenen Rasse - eben andauernd der Grund für Aufmerksamkeit.
Das läuft dann etwa so: Ich gehe mit dem Hund, mir kommen Passanten entgegen. Ich nehme die Leine kürzer und laufe so, dass neben mir - nicht neben dem Hund - noch Platz zum Vorbeilaufen ist. Die Passanten nähern sich:
a) Sie gehen einfach vorbei
b) Sie bleiben vor mir stehen und fragen nach dem Hund etc. siehe mein Eingangspost
c) - und hier kommt das "Problem" - sie nicken mir kurz zu, gehen weiter, und direkt wenn sie an mir vorbeilaufen -ZACK!- Oberkörper runter und ein schnelles "JA DU SÜßER!" ...Hund macht einen Satz zur Seite, knurrt und bellt, ich werde angeschimpft...
Klar hat er sich dann erschrocken und ist unsicher, wäre ich auch. Inzwischen ist mir auch ein paar mal die Hutschnur geplatzt, geb ich ehrlich zu.
3. Wenn er die Leute schon kennt, macht er das nicht. Er hat ein ziemlich gutes Gedächtnis. Bekannte Gesichter werden zwar auch manchmal angebellt, aber dann kombiniert mit einem freudigen Wedeln ("Mensch, Du hier? Wie toll, hast wieder Leckerchen dabei?").
Ich überlege auch schon die ganze Zeit, wie ich Eure Tips beherzigen und das mal konzentriert üben kann...aber mir fehlen die Probanden, der Hund kennt nahezu unseren gesamten Freundeskreis... Wohnt hier jemand in Berlin??? 
Ich glaub, ich werd das jetzt einfach jedes Mal in der Junghundgruppe üben (lassen), da sind ja immer wieder andere Leute dabei.
Aber ich würde gerne noch mal genau wissen, was Ihr denkt, wie ich mich in der Situation (2c) richtig verhalte, bzw, das da schon üben kann - ich ignoriere den Hund dann, bzw. bin damit beschäftigt, die aufgebrachten Kommentare abzufangen und/oder gehe einfach weiter, damit Rabauke sich nicht auch noch bestätigt fühlt.
Ist das falsch? Sollte ich dann lieber anders reagieren?
Da uns sowas nun schon bestimmt 100Mal passiert ist und er sich immer noch erschreckt, sollte ich vielleicht doch mal drauf eingehen, z.B. "Pfui" sagen oder so???
Es ist auch nicht so, dass ich irgendwie "Furcht" ausstrahlen würde, sobald ich einen Passanten sehe. Es ist ja auch oftmals so, dass die Leute sang- und klanglos vorbeigehen und ich bin ein seeeehr stoischer Typ.
Alle anderen Dinge, vor denen er sich in seiner ersten Woche erschrocken hat (Müllwagen, Fahrradklingeln, etc) interessieren ihn jetzt überhaupt nicht mehr, da hab ich sein Gebell auch einfach ignoriert und bin weitergegangen. Nur bei diesen "Blitzangriffen" zeigt die Taktik keine Fortschritte...
Ich denk schon die ganze Zeit drüber nach, ob vielleicht genau das Gewese, was manche dann machen, von ihm als eine Art Bestätigung mißverstanden wird?? Aber DAS kann ich ja schlecht abstellen, sie meckern ja trotzdem, auch wenn ich kommentarlos weitergehe??? (Dann meist erst recht...)
LG, Sub.