Beiträge von dragonwog

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    Ich find das schon irre, wie unterschiedlich sich die Frühkastraten entwickeln.
    Meine ist z.B. der unangefochtene Chef unserer Gruppe.

    Gibt es irgendwo eine Studie, in der untersucht wurde wie sich die Hunde in abhängigkeit zum Hormonhaushalt kurz vor der Kastra entwickelt haben?

    Es gibt Studien von Ratten, Affen und Menschen, die keine Gonaden besitzen. Die Umbauprozesse im Gehirn während der Pubertät und andere Hirnreifungsprozesse geschehen unabhängig von den Sexualhormonen der Gonaden. Die Persönlichkeitsentwicklung im Hinblick auf die "geistige Reife" ist auch unabhängig von ihnen (untersucht an Menschen mit Turner Syndrom). Die benötigten Sexualhormone werden zu großen Teilen direkt im Hirn unabhängig von den Gonaden produziert (Beispielsweise Östrogen für die Entwicklung des Hippocampus).

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    Woher soll ich denn wissen, wie das in deiner Gemeinde weitergehen würde? :???:

    Nö, hier kam es zu keinem Wesenstest, weil unsere Gemeinde sowas anders regelt. Da gibt es erstmal einen Leinen- und MK-Zwang. Dann kommen DHF und begutachten den Hund und von deren Urteil hängt der weitere Verlauf ab.

    Ich kann also vollkommen willkürlich Hunden bei euch zumindest temporären Leinen- und Maulkorbzwang auferlegen, indem ich mir eine Geschichte ausdenke (Hund hat böse geschaut) und den Halter entsprechend anzeige.

    Komisches System :/

    Mal langsam für mich...ich kann also eine Anzeige erhalten, wenn willkürlich ein Mensch benauptet, mein Hund habe ihn erschreckt oder angesprungen. Er brauch dafür keine Zeugen bzw. Nachweise.

    Unabhängig davon, wie der Fall weitergeht, muss mein Hund einen Wesenstest ablegen?

    Ich kann mir das nicht so vorstellen. Wie sieht denn der weitere Weg nach einer Anzeige aus?

    Mit diesen Aussagen würde ich dir als Orga definitiv keinen zweiten Hund vermitteln.

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    Von daher schreibe ich jetzt einfach mal den Fall, den es leider auch viel zu oft gibt: Nämlich dass ein super einfacher und unkomplizierter Hund (auch als Anfängerhund bezeichnet) schlicht und ergreifend zu den "falschen" Menschen kommt, die teils mit überzogenen Ansprüchen oder eben nicht angemessenen Erziehungsmethoden den Hund total verkorkst haben

    Jup, scheint hier leider der Fall zu sein :verzweifelt:

    Lotuseliese, ein Trainer der mit einem Tierarzt zusammenarbeitet bzw. verhaltenstherapeutisch arbeitende Tierärzte können da ganz viel machen.

    Nahrungsergänzungsmittel und unterstützende Medikamente wären da beispielsweise ein Thema.
    Weiterhin gibt es ganz viele Dinge, die den Hund unterstützen können, operante und klassische Gegenkonditionierung, Desensibilisierung, Vermeidung von weiterer Sensibilisierung, Entspannungstraining (hilft enorm) durch direkte und konditionierte Entspannung, Verwenden von funktionalen Verstärkern, Managementmaßnahmen und zig mehr Sachen...

    Und offensichtlich hat dein Hund ein Problem mit dem Geschirr, sonst würde sie nicht unter dem Tisch verschwinden. Das Problem kann man mit einem kompetenten Trainer innerhalb kürzester Zeit lösen (wenn man es möchte, ihr scheint ja einen Kompromiss gefunden zu haben....)
    http://www.freundschaft-hund.com/tipp_geschirr_6.php

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    Der Suprelorin-Chip blockiert die Bildung von Testosteron , ähnlich wie die Testosteron-Hemmer die bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom verschrieben werden.

    GnRH Agonisten werden genauso für Mammakarzinome eingesetzt, da wie gesagt die Ausschüttung von FSH und LH (und erst als Konsequenz Testosteron) gehemmt werden.

    Kannst du mir bitte die dir kritisch erscheinenden Nebenwirkungen, physisch und psychisch, mit Quellenangaben auflisten?

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    Man braucht sich nur mal die Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel der Testosteron -Hemmer anzuschauen, um nachvollziehen zu können, wie es den Hunden u.U. mit diesem Chip nicht nur körperlich , sondern auch psychisch geht.

    Wieso Testosteronhemmer :???: Es blockt doch FSH und LH.

    Als Nebenwirkungen werden folgende auf der Packung angegeben:

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    4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere)
    Für einen Zeitraum von 14 Tagen nach der Implantation kann an der Implantationsstelle eine mittelgradige Schwellung bestehen. Histologische Untersuchungen drei Monate nach der Implantation haben leichte lokale Reaktionen mit chronischer Bindegewebsentzündung und einer gewissen Verkapselung sowie Kollagenablagerungen ergeben.
    Während des Behandlungszeitraums wird eine deutliche Abnahme der Hodengröße zu sehen sein. In sehr seltenen Fällen kann ein Hoden in den Leistenring aufsteigen.
    In sehr seltenen Fällen (<0,01%) kam es unmittelbar nach Implantation zu einem vorübergehenden gesteigerten sexuellen Interesse, einer Größenzunahme des Hodens und Hodenschmerzen. Diese Reaktionen gingen ohne Behandlung zurück.
    Während des Behandlungszeitraums wurden klinische Effekte selten (>0,01 % bis <0,1 %) berichtet: Haarkleidstörungen (z. B. Haarausfall, Alopezie, Haarveränderungen), Harninkontinenz, Reaktionen im Zusammenhang mit der Downregulation (z. B. Abnahme der Hodengröße, reduzierte Aktivität).
    In sehr seltenen Fällen (<0,01 %) wurde über vorübergehende Verhaltensänderungen mit Aggression (siehe Abschnitt 4.4) berichtet.

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    Tut mir leid...ich versteh das jetzt aus dem "Stehgreif" nicht...vielleicht nochmal etwas ausführlicher für den deutschen "Durchschnittsbürger"...

    Sorry :ops: , also es gibt bei Säugetieren zwei Genvarianten des Serotonintransporters (für die Wiederaufnahme von Serotonin aus dem synaptischen Spalt verantwortlich), die kurzkettige und die langkettige Variante. Besitzt der Rüde die kurzkettige Variante, verursacht ein hoher Testosteronspiegel einen hyperreaktiven Mandelkern bei diesem Typ. Das hat zur Folge, dass die Tiere wenig stresstolerant sind, schnell Ängste entwickeln und generell heftig auf Reize reagieren.
    Bei einer Kastration zirkuliert weniger Testosteron und der Mandelkern ist nicht mehr hyperreaktiv, was entsprechend eine verringerte Ängstlichkeit zur Folge hat.

    Generell kann gesagt werden, dass bei kastrationsbedingter Ängstlichkeit eine Schilddrüsenunterfunktion die Ursache ist, aber die kann ja entsprechend behandelt werden.