Zitat
Auch ohne Extrembelastungen kann man psychosomatische Beschwerden haben.
Das hängt von der eigenen Belastungsfähigkeit, den Bewältigungsstrategien und der Persönlichkeit ab. Außerdem vom Umfeld, den Vorerfahrungen, der DNA und und und.....
Hunde haben sicherlich auch psychosomatische Beschwerden.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob "Pfoten wund lecken beim verhaltensgestörten Hund" zum psychosomatischen Formenkreis gehört....
Es gibt sicherlich Hunde, die sich ständig die Pfoten lecken, weil sie dort Schmerzen haben...diese Schmerzen könnten psychosomatisch sein...wenn sich aber ein Hund, der z.B. unterfordert ist oder Ängste hat, die Pfoten leckt, ist das eher ein psychiatrisches Problem.
(im Vergleich dazu: Waschzwang beim Menschen)
Wobei....wie will man das bei einem Hund jemals herausbekommen
Sehr spannendes Thema!
Verhalten, dass in nicht normaler Häufigkeit auftritt und keine Funktion besitzt, wird bei Tieren als "Abnormal repetetives Verhalten" klassifiziert.
Ob es sich um eine Zwangsstörung (ursprünglich mit Funktion wie Schwanzbeißen bei Schmerzen /neurrologischen Störungen) handelt oder um eine Stereotypie kann letztendlich nur unter dem Tomographen festgestellt werden (Basalganglien vs. frontaler Cortex)
Abnormal repetitives Verhalten tritt gar nicht so selten auf, besonders häufig ist es bei Tieren zu sehen, die viel mit Strafe trainiert werden, Schmerzen haben oder unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden.
Insgesamt ein sehr interessantes Thema, aber ich denke nicht, dass es sich lohnt, das Thema in einem wissenschaftsfeindlichen Umfeld näher zu beleuchten.
Für Interessierte gibt es wahnsinnig viel Literatur zum Thema, z.B.
http://uc-njavan.ir/MaXUpload/88/4…ur.pdf#page=298