Beiträge von dragonwog

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    ich bin seit 31 Jahren mit einem Jäger verheiratet, und der hat noch NIE einen Hund erschossen, übrigens auch keine Katze
    er sagt, würde er einen Hund inflagranti OHNE Herrchen erwischen, müsste er es, schon zum Schutz des Wildes tun

    Das muss er überhaupt nicht!
    Schlimm, dass es noch Jagdscheininhaber mit solch einer Einstellung in der für die Jagd imagetechnisch eh schon sehr schwierigen Zeit gibt. :mute:
    Bei Wiederholungstätern (was ist, wenn die Leine zufällig gerissen ist etc.) kann man sich die Mühe und die entsprechenden Halter ausfindig machen. Empfindliche Bußgelsder führen viel eher zur Einsicht, als der völlig sinnlose Abschuss (dann wird halt der nächste gekauft..)

    Und irgendjemand aus der Halterfamilie wird es geben, der emotional sehr an diesem Tier hängt, und wenn es die Kinder sind :/

    Der Gipfel an Resultaten solcher Scherzkekse ist dann das Erschießen überjagender Hunde..(siehe beispielsweise den Fall der Wachtel Hannibal 2007)

    In Sachsen ist Hundeabschuss mittlerweile zum Glück völlig verboten :gut:

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    Meiner Meinung nach ist ein ausgeglichener Hormonhaushalt extrem wichtig. Daher würde ich weder gewisse Dinge generell verteufeln noch gewisse Dinge als das A und O sehen.
    In einer Situation, wie von dir beschrieben, halte ich den Chip/die Kastra für eine vernünftige Alternative, da auch solch ein Stress sich negativ auf die Produktion der Hormone auswirkt. Und natürlich noch mehr...
    Ich bin kein Experte, aber wir Menschen haben ja zum Glück die Fähigkeit, weiter zu denken und Einzelfallentscheidungen zu treffen, unter Berücksichtigung des jeweiligen Hundes und dessen Umfeld und Situation.
    Und genau darum sollte es doch hier gehen, oder? Ich mag diese Pauschalisierungen einfach nicht...

    Da stimme ich dir hundertprozentig zu!

    Bei diesen Hunden gehen die Schilddrüsenwerte aber nach einer Kastration wieder nach oben. Es sollte dir ja wohl bekannt sein, welche Auswirkung ein permanent erhöhter Cortisolspiegel hat.

    Bubuka, es tut mir Leid, aber dein Wissen um komplexere hormonelle Vorgänge ist sehr begrenzt bzw. oberflächlich, und ich hoffe, dass sich nicht all zu viele hier lesende Hundehalter an diesen Halbwahrheiten, die immer und immer wieder geschrieben werden, orientieren :/

    Jap genau, also es bestehen Hinweise, dass eine Kastration vor 2 1/2 Jahren einen protektiven Effekt haben, aber eine eindeutigere Aussage ist in beide Richtungen wegen mangelhaften Designs nicht möglich.

    Ein wichtiger Faktor, der zudem in den meisten Studien vernachlässigt wurde, ist das Verabreichen von Hormonspritzen, was das Risiko von Mammatumoren bewiesenermaßen! erhöht.

    Sorry, letzter Post zum Thema

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    Langzeitnebenwirkungen zum Chip hab ich nicht gefunden. TA sagt, dass kann man ein Leben lang machen. Ich finde das ziemlich teuer.

    Es gibt Gerüchte, dass der Chip Krebs auslösen kann. Andere sagen, wenn man ihn absetzt können Rüden unfruchtbar bleiben.

    Ich denke, in der Zoologie verhütet man schon lange mit irgendwelchen Chips und da funktioniert es ja sehr gut. Dauerhaft chippen ist halt teuer und immer den richtigen Zeitpunkt finden schwierig. Hätte es bei meinem Hund länger gewirkt, ich hätte sicherlich weitergechipt und nicht kastriert.

    Also es gibt Langzeituntersuchungen bei Tieren, denn eine Erhöhung von Leydigzelltumoren bei einer Daueranwendung wurde vermutet. Diese wurde im Studien nicht bestätigt, auch keine andere erhöhte Krebsgefahr.

    Bei Männen wurde nach langjähriger Anwendung ein leicht erhöhtes Risiok für Herzinfarkte festgestellt. (also realtiv irrelevant für den Hund)

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    Da das sowieso wieder auf mich gemünzt ist, antworte ich dir mal. Das Gefühl kann man nicht abstellen. Der findet den Hund dann in dem Moment scheiße. Aber genauso wie ich einem Teenager beibringen kann, nicht jedem den er scheiße findet die Fresse zu polieren kann auch ein Hund begreifen, wann er die Füße still halten muss.
    Und wer erklärt jetzt dem Teenager ganz lieb und via bitte-bitte und mit nem Alternativverhalten, dass er Leute gerne doof finden kann, aber sie bitte nicht schlägt?

    Du weißt schon, dass Jugendliche, die Leuten "die Fresse polieren wollen" eigentlich immer erst das Produkt von familiärer Gewalterfahrung (sprich positiver Strafe) sind, und weitere Sanktionen das Problem nicht beheben?

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    wenn du meinst :roll:

    Fakt ist nur, richtig angewendete Strafe bewirkt nichts schlechteres als richtig angewendete Bestätigung

    Nein. Erstmal kann beides nicht verglichen werden, da Verstärkung Verhalten aufbaut und Strafe Verhalten abbaut.
    Dann wäre da noch das Problem, dass Strafe Verhalten mit einer großen Motivation und stark emotionales Verhalten (also solches, an welchem der Cortex nur wenig beteiligt ist) nicht zuverlässig hemmen kann.

    Und das größte Problem: Positive Strafe (ich nehme jetzt die etablierte Definition des Neo Behaviorismus), geht immer mit emotionaler Angstkonditionierung einher. Das hat weitreichende Folgen für den gesamten Haushalt der Neurotransmitter und Katecholamine.

    Dann gibt es noch das Problem, dass Strafen für den Strafenden selbstbelohnend wirkt. Wo das hinführt, wurde in viele Experimenten bereits eindrucksvoll demonstriert.

    Sämtliche Regeln für ein möglichst nebenwirkungsarmes Strafen, sind nur im Labor durchführbar. Deswegen gibt es ja den Satz

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    Punishment should only be used if there is a doctoral level behavior analyst on staff full time