Beiträge von dragonwog

    Ich war schon mehrfach Zeuge bei Unfällen mit Kleinhunden, und in den meisten Fällen war definitiv nicht der Gehorsam Schuld, sondern einfach die enormen Größenunterschiede.

    Da kann ein Hund ab 15 kg noch so gut erzogen sein, wenn er aus Versehen auf den kleinen Hund drauftritt oder mit der Vorderpfote patzt, wie das nunmal beim Spielen der Fall ist, kann das ganz schnell gravierende Auswirkungen für einen Hund der Gewichtsklasse Chihuahua haben (gebrochene Gliedmaßen, herausgefallene Augen, Schädelbruch, Rückenverletzungen..)

    Daran wird keine Prüfung dieser Welt etwas ändern.

    So, am Freitag hab ich jetzt den Frisörtermin fürs Blondieren. Habt ihr "erste Hilfe" Tips, um den zu erwartenden Schaden so n bisschen einzudämmen? Wird wohl ein ganz leichter Bleichgrad, weil meine Haare eh schon ziemlich hellblond sind, aber ich denke, die Frisörin sieht das zu optimistisch.

    Was könnte die Ursache dafür sein, dass ich mit den Haarseifen wesentlich weniger Haare verliere und diese "ausreißstabiler" sind? Vertrag ich die Tenside nicht?

    Ahhh, endlich spricht mal jemand von Reaktionsdeprivation :megagrin:

    Irgendwie bin ich damit in Trainerkreisen immer auf Unverständnis gestossen, wenn ich die entsprechende Theorie im Hinblick auf Umweltbelohnungen (die meiner Meinung nach durchaus tricky sind) erwähnt habe. Aber dazu muss ich meine eigenen drei Gedanken erst sammeln, trotzdem danke!

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    Du würdest also eine kleine Einschränkung durch eine wesentlich grössere ersetzen und den Hund ablegen, oder auf den Platz schicken? Ganz ohne Wertung, so stark möchte ich meine Hunde nicht einschränken, sie sollen sich in der Wohnung bewegen dürfen. Das ruhige Warten an der Schwelle, während ich in der Küche hantiere, wurde übrigens durchaus verbal bestätigt und damit eine mögliche Alternative aufgezeigt. Ohne Kommando, denn sie dürfen auch jederzeit wieder gehen.

    Jenau. Ich hab ja mein Küchenbeispiel ein paar Seiten vorher beschrieben. Die Hunde können jetzt frei die Liegeplätze wechseln, zwischendurch spielen und Wasser trinken.
    Das war mit dem konkreten Alternativverhalten "auf der spezifischen Decke liegen" so definitiv nicht drin!

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    Oh ja, natürlich ist das verständlich!
    Allerdings war das schon ein Geben und Nehmen, beide Seiten haben sich nichts geschenkt, das habe ich ja schon angedeutet, dass es sich wahrscheinlich um ein Missverständnis handelt, das man vielleicht mal bereinigen sollte? Sonst sucht man nur noch nach Fehlern bei den anderen und demontiert sich. ;)

    Ja ich hab doch keine Ahnung, was genau man am Geschirrgriff so falsch verstehen soll? Es ist ein motivationsunabhängiger Verhaltensunterbrecher, der aus einer Kombination von negativer und positiver Verstärkung aufgebaut wird. Der Hund sollte im Aufbau weder geänstigt, erschreckt oder bedroht werden, und die unangenehmen Element wie Druck und Bewegungseinschränkung werden kleinschrittig gegenkonditioniert.

    Tadaa

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    Das ist doch ganz einfach. Wenn man positive Strafe nicht mehr nur als Ausnahmeunterbrecher anwendet, sondern sie in seinen Trainingsplan einbindet, ist das schlichtweg unfair dem Lebewesen gegenüber, das man betreut. Ich meine damit Verhaltensmodifikation über einen längeren Zeitraum hindurch. Strafen, positive wie negative, sind auf längeren Zeitraum zur Modifikation unpraktisch, unfair und ineffezient (Gewaltspirale, Nebenwirkungen, etc.).

    Ist das so?
    Ich denke, eine generelle Beurteilung ohne Differenzierung der eigentlichen Problemstellungen nicht möglich.
    Das Urteil, dass positive und negative Strafen immer unpraktisch, unfair und ineffizient sind, ist wissenschaftlich nicht haltbar. In der "Hierarchy of Intervention Strategies" steht die positive Strafe als letzte, am wenigsten empfohlene Prozedur, die erst angewendet werden sollte, wenn die fünf Stufen vorher nicht erfolgreich angewendet werden können. Im Rahmen einer komplexen Verhaltensmodifikation ist es also eher unwahrscheinlich, auf Strafe zurückgreifen zu können und zu müssen. Aber kein seriöser Trainer oder Verhaltenstherapeut, der sich an den Grundlagen der funktionalen Verhaltensanalyse orientiert, fällt das obige Urteil. Weil es weder in der Theorie noch Praxis haltbar ist. Die Einstellung, das Strafe generell immer ineffizient, unpraktisch und unfair ist, ist übrigens überhaupt nicht neu, das hat 1940 schon Skinner gesagt ;).

    ...Rest folgt

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    Genau das Thema hab ich hier ja auch.
    Soll ich das wirklich laufen lassen? Ich glaube diesmal gab es überhaupt nur Verletzungen, weil ich sie auseinander kriegen wollte. Und es ist bei jedem eine kleine Macke im Gesicht, die sieht man nichtmal wirklich.

    Das einzige Mal, als es hier gekracht hat (ohne die kleinste Schramme zum Glück), lag das an meinem Eingreifen. Ist aber immer schwierig, ich versuche schon die potentiellen Konfliktstellen halt vorher zu bearbeiten. (Der ressourcige Pointer kriegt halt grad tolle Kekse, wenn der andere Vorsteher nach Futterresten schnuffelt etc. ...)

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    Also, zumindest gegen negative Verstärkung als funktionalen Verstärker und negative Strafe haben sie nicht wirklich was, oder?
    Sie haben was gegen positive Strafe, würden sie aber nicht unter allen Umständen ausschließen?

    Was bitte heißt da einstecken? Häme/Herablassung ist jedenfalls kein guter Gesprächspartner.

    Ich sehe das so:
    Man kann dieses Thema aufgrund der Theorie sehr sachlich beleuchten, das ist hier zum Großteil geschehen, nur irgendwann wurde es persönlich. Das finde ich nicht so gut...

    Ahja, Häme und Herablassung, gut, dann brauch ich ja wirklich nix mehr zu schreiben, wenn nur das ankommt.
    Unterstellungen, dass man Trainingstechniken nicht verstanden hat und es irgendwelche Hunde, die man beschreibt nur in der Theorie gibt, ist vollkommen unpersönlich. Habs kapiert.

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    Na ja, da Estandia und anderen hier indirekt unterstellt wurde, sie seien Hardcore PVler oder "force free fundies", nur weil sie richtigerweise aufzeigen, warum Strafen bei gutem Management eher (!!!) unnötig sind... verstehe ich ihre Haltung sehr gut.

    Sie sind nicht komplett gegen andere Quadranten, soweit ich das hier herauslese. Hier wurde gegenüber gestellt und zwar positive Strafe und positive Verstärkung, mehr nicht? ;)

    Nö, mit dem verlinkten Bildchen wollte ich niemanden hier unterstellen, ein force free fundie zu sein.