Beiträge von dragonwog

    Hey

    Gut das gehört jetzt nicht hier her, aber das ist leider nicht korrekt, denn, Verstärker sind das Gegenteil von Strafe, so kann ein Vertärker hier "negativer Verstärker" kein Verhalten reduzieren oder aufheben.

    Ich habe das doch bereits erklärt! Die Definition in der aktuellen neurobiologischen Forschung ist genauso, weiesie da oben steht. Die Begriffe werden anders verwendet als in der behavioristsichen Lerntheorie. Darauf bezieht sich Viviane Theby in ihrem Buch "Verstärker Verstehen". Aus diesem Buch stammt das von dir/mir zitierte. Und ja, da hat Viviane Theyx recht...wenn du dich nicht mit der entsprechenden Literatur befasst, ist deine Aussage verständlich. Sie wird aber dadurch nicht richtiger.

    Weiterhin steht im buch

    Zitat

    Achtung:
    In der Psychologie gibt es eine andere Definition. Da werden Konsequenzen Verstärker genannt, die es wahrscheinlich machen, dass ein Verhalten häufiger auftritt. Die werden dann noch in positive und negative Verstärker unterteilt. Auf der anderen Seite gibt es die Strafe, die bewirkt, dass ein Verhalten weniger auftritt und auch die wird in positive und negative Strafe unterteilt. Lassen Sie sich dadurch bitte nicht verwirren. Wichtig ist, dass Sie wissen, wie die Wörter definiert sind.”

    Ich reich mal noch den Theby Satz nach:

    Zitat

    “So spricht man in der Wissenschaft, die mehr und mehr von Ergebnissen über die Hirnforschung beeinflusst wird, von Verstärkern. Und Verstärker sind sehr genau definiert:
    So ist ein positiver Verstärker etwas, was dazu führt, dass ein zuvor gezeigtes Verhalten wahrscheinlich häufiger auftritt. Während ein negativer Verstärker bewirkt, dass ein Verhalten wahrscheinlich weniger wird. Landläufig spricht man da auch von Strafe.

    Ich finde es halt schon sehr seltsam, dass beispielsweise alle Menschen, die etwas mit Psychologie zu tun haben, nicht "normal" sein sollen. Und sie deshalb auch nur die Psychologie als Hobby und Lebensinhalt haben.
    Doch sehr anmaßend, oder?

    Hm, ganz viele Menschen, die "etwas mit Psychologie zu tun haben", behandeln die Quadranten nur beiläufig (je nach Fachgebiet). Der Begriff der positiven Strafe ist dann allenfalls noch ein historisches Behaviorismus-Schnipsel. In der Literatur der neurobiologisch orientierten Forschung wird er gar nicht mehr verwendet (im Hundesektor manchmal auch, siehe die Begriffserklärungen in Viviane Thebys "Verstärker verstehen")

    Da in der Praxis die Übergänge zwischen den Quadranten so fließend sind, entstehen teilweise ganz neue Paradigmen.

    Also ja, kann man sich drüber unterhalten, kann man als Hundehalter wissen, ist aber nicht unbedingt essentiell,

    Ja, ich habe einen Schreihund.
    Es kommt immer mal vor, dass ich mit einem schreienden Hund auf der Wiese stehe, weil das Fleckvieh gerade etwas frustriert ist. Wenn sich aus einer geschlossene Gruppe von Menschen und Hunden jemand entfernt, kreischt sie auch. Und wenn sie im Auto sitzt und es irgendwo hingeht, worauf sie sich sehr freut. Das Schreien ist....absolut laut :ops:

    Als Welpe/Junghund fing sie plötzlich quasi pünktlich ab 20 Uhr an, zu miepsen und kreischen. Ich hab sie teilweise zwei Stunden lang auf dem Arm in den Schlaf geschaukelt, bis sie sich beruhigt hat (ansonsten legte sie nach dem Absetzen wieder los). Zum Glück macht sie das mittlerweile gar nicht mehr :smile:

    @Waheela...naja, wenn im dem von Riepe beschriebenen Fall ein ordentlicher Trainer am Werk gewesen wäre, hätte er beim Abklappern der Antezedenzien (erster Schritt bei der Bearbeitung von unerwünschtem Verhalten) das Mobileedingsie schon entdeckt.

    Zitat


    Warum verstaut man sie nicht ordentlich, wo ein Tier nicht an das teure, so wichtige Objekt herankommt?

    Das gestrige Opfer war die selbstgebastelte Holzschleuder von meinem Freund (wurde zernagt). Sie lag verstaut in einer großen Plastekiste mit Klickverschluss. Meines Erachtens war das ganz gut vor den Hunden gesichert.
    Wusste ja nicht, dass der Spaniel plötzlich auf die Idee kommt, die Plastebox zu öffnen.

    Und nein, da ich weiß, dass der Hund ein großes Nage- und Kaubedürfnis hat, es gibt viele Kauobjekte zur freien Verfügung (falls das in Frage gestellt werden sollte)

    Zitat

    Solch eine Behandlung? Achsoooo. Dann erklär mir bitte, wie du es machst, wenn dein Hund dein Kommando zum 30.000sten Mal hinterfragt. Und sag mir nicht, er hat es noch nicht verstanden, oder die Reizlage wäre zu hoch.

    Der Hund hat wahrscheinlich schlichtweg andere Prioritäten (beispielsweise eine interessantere Umwelt)

    Eigentlich glaube ich nicht an solche Arschlochhunde.

    Aber mein kleiner Spinner Spaniel Bubbles baut so viel **eiße am Tag, dass man sich schon in ruhigen Minuten fragt, ob das Tier direkt aus der Hölle gekommen ist, um der Menschheit die pure Quintessenz des Bösens zu demonstrieren.

    Ihr fallen immer wieder Dinge ein, die einem von einem Nervenzusammenbruch in den nächsten führen.
    Da find ich den Namen "Sargnagel" Hund durchaus berechtigt, denn über ein Jahr lang lag mein Puls auf Spaziergängen mit diesem Tierchen stressbedingt bei über 180 bpm. Das ist definitiv nicht gesund :hust: .

    Und so geht/ging es nicht nur mir, es gab auch schon eine Person, die nach einem von Bubbles induziertem Tachykardieanfall ärztlich behandelt werden musste.

    Zudem ist sie ein Hund, der gerne bei Aufregung bellt. Und aufgeregt ist dieses Tier schnell. Das ist ja an sich nicht so ein großes Problem. Ihre Belle ist allerdings eine der Schlimmsten, die ich jeh gehört habe..und ich habe schon einiges gehört. Da ist ein Chor aus Spitz, Sheltie und Chihuahua nix dagegen.
    Schrill und unheimlich laut. Leider erschreckt diese Frequenz viele Leute, so dass sie beispielsweise die Treppe vor Schreck herunterfallen. Ich hab mich daran gewöhnt und finde mittlerweile sogar in ähnlichen Frequenzen schreiende Kinder in der Bahn sympathisch (danke Pavlov).

    Sie spielt nicht gern mit Spielzeug (eher so mit Dingen wie Mudders Gleitsichtbrille und Bimssteinen).
    Es ist aber ihre große Passion, anderen Hunden das Spielzeug wegzunehmen. Nein, sie spielt dann nicht damit.

    Jede Woche verusacht sie mindestens ein größeres Drama. So hat sie beispielsweise letztens das Gebiss von Omis Nachttisch geklaut. Nach einer länger andauernden Suchaktion wurde es dezent beschädigt in Bubbles Kennel gefunden :ugly: . Oder sie rennt mit einer riesigen Spitzmaus, die sie trotz Baskerville Ultra erbeutet hat und deren Enden jeweils aus den Löchern des Maulkorbs herausbaumeln, fröhlich über die Hundewiese.

    Ich denke durchaus, dass mich dieses Hündchen ein paar Lebensjahre kosten wird, aber es ist soooo süß und flauschig und knuddlig.....man muss es einfach liebhaben :herzen2: :herzen2: :herzen2: