Beiträge von dragonwog

    Kurzes Veto...ist tatsächlich bei einem Großteil der Huskies, gerade aus normaler VDH Zucht so. Ist halt ein Unterschied zwischen "an der Leine ziehen" und Zughundesport, also auch dann Leistung bringen, wenns schwierig wird.

    Aber auch nur bei den SL-Plüsch Huskys :pfeif: Bei den normalen Linien ist dies wirklich selten der Fall. In der CH gibts keine einzige Plüschhusky Zucht. Aber im Normalfall hat wirklich jeder Husky bock auf ziehen. Man muss es ihm nur anständig beibringen :ka:

    Hm, Hounds und Co. muss man es eben nicht erst anständig beibringen und die dominieren ja auch schlicht und ergreifend die Rennen in offenen Klassen. Was anderes sind natürlich noch Alaskan Huskies, aber Sibirier...nunja

    Verstehe jetzt nicht, was meine Hunde hiermit zu tun haben? Sie sind in so vielem rassetypisch und das ist mir bewusst, kann ich händeln und wir leben da gut mit.

    Na ganz einfach, du hast dir diese Rassen entgegen des eigentlichen Verwendungszwecks angeschafft. Dass sie alle Jagdmotivation haben, klar, aber darum geht es ja gar nicht primär, sondern um den initialen Anschaffungsgrund. Hast du dir diese Hunde spezifisch für das Hüten von Vieh gekauft?

    Kann ich ihn rassegerecht auslasten? Und selbst wenn der worst case sich entwickelt habe ich die Voraussetzungen (bauliche, zeitliche, Kenntnisse) um damit gut zurecht zu kommen?

    Und wenn man einen Rassehund kauft, dann erwartet man auch, dass er sich wie diese rasse verhält und rechne bitte nicht mit den Ausnahmen.

    Hm naja wenn einem die Optik gefällt, halte ich das Suchen nach Ausnahmen schon für legitim. Du hast doch auch lauter Hütehunde aus Arbeitslinien, die so gar nicht an den Schafen arbeiten oder habe ich da was verpasst?

    Mir gehts nicht um das klein, mir gehts um das jung und darum, dass das jetzt noch eine der harmlosen Ideen von einem Aussie-Junghund ist.

    Apropos harmloser Junghund...ein 11 Wochen alter Shiba hat mich 40 Minuten lang durchattackiert ohne Ermüdungserscheinungen. Ich wollte halt sehen wie lange er erfolglos (bin halt keinen Schritt zurückgewichen sondern einfach sitzengeblieben) durchzieht. Eine Kollegin hat dann kurz getestet, ob dieser Hund durch eine kurze harte Ansage unterbrechbar ist, natürlich nicht.

    Sowas kenne ich sogar eher selten von den in Einrichtungen untergebrachten Hunden mit schweren Vorfällen. Die hören dann halt in der Regel irgendwann mal auf. "Jung" hat da also nichts zu sagen.

    Aber weißt du das? Keiner war vor Ort bei uns und meiner Erfahrung nach unterscheiden sich die Intensitäten da deutlich. Es gibt auch Exemplare von kernigeren Rassen, bei denen die Genetik deutlich überschießt und die hypertrophes ressourcenvterteidigendes Verhalten zeigen (je nach Wertigkeit in unterschiedlichem Ausmaß, und geklautes kann sehr hochwertig sein). Dann gibt es harmose kleine Konflike, die man mit aushalten und Körperlichkeit lösen kann. Bei anderen kickt sofort der Selbstschutz zusätzlich zur Ressourcenproblematik und man hat bei diesem Weg ein Riesenproblem. Oder es gibt halb generell Baustellen im Beziehungsgefüge. Das muss sich vor Ort angeschaut werden. Die einzigen sinnvollen Tips hier sind aus meiner Sicht Zimmerkennel und Hausleine. Alles andere ist Kaffeesatzlesen....sollte es eine ernste Ressourcenproblematik sein, gehen viele Ratschläge von hier sehr nach hinten los