Beiträge von dragonwog

    Bei meinem Kito waren es ca 2 Jahre Panik, gute 5 Jahre mit enorm erhöhtem Stresspegel in normalen Alltagssituationen und am Ende ca. 4 Jahre in denen er relativ selbstverständlich mit seinem Leben klar kam. (Natürlich war es eine kontinuierliche Entwicklung) Ein Gang durch die Innenstadt, fremde Menschen, die frontal auf ihn zukommen und ihn Anfassen wollten, alle Arten von Körperkontakt, die nicht Spiel oder Streicheln waren... waren bis zum Schluss für ihn deutlich stressiger als für alle meine anderen Hunde.

    Ja, in den ersten Jahren habe ich oft gedacht, dass Euthanasie da echt eine Option gewesen wäre, die ich unterschrieben hätte. Am Ende hatte er auch viel gute Zeit, aber der Weg dahin war echt lang.

    So ein Verhalten kenne ich auch von wenig wesensfesten weißen Schäferhunden, schlecht sozialisierten VDH Kleinhunden, leider auch von vielen Ridgebacks...

    Wenn wir da von einer Hütter im Wald reden, wo es keine Nachbarn, Autos oder sonst was gibt... vielleicht.

    Aber ich denke nicht, dass dieser Hund, auch in einem ruhigen Dorf jemals über Ertragen der Situation hinauskommen wird.

    Ich habe ein Gegenbeispiel für diese These hier sitzen. Ich kann jetzt sie leider nicht fragen, ob sie lieber im Shelter verhungert wäre (der Grund dafür, dass sie und ihre genauso panische Schwester vom Tierheim hier übernommen wurden), als den Stress der Überführung nach Deutschland, den Aufenthalt in einem Tierheim hier und dann die Eingewöhnung bei uns mitzumachen - für den Platz, den sie jetzt hat. Aber ich habe definitiv eine Meinung dazu :smile:.

    Letztlich ist Auslandstierschutz größtenteils spendenbasiert. Entsprechend können die Orgas im Rahmen ihrer Satzung auch entscheiden, was sie mit diesen Spendengeldern anfangen.

    Jo also da sind Hunde unter,sorry, meinen Fittichen mindestens genauso drauf gewesen und leben jetzt ein normales Leben ohne Angst und teils sogar in der Stadt.

    Vor der OP wusste man noch nicht, dass es Sarkome sind. Es wurde vorher punktiert, sie hatte aber keine Zellen raus bekommen um es vorher schon untersuchen zu können. Es wurde dann raus geschnitten und eingeschickt, erst dadurch wusste man dass es Sarkome sind.

    Eine kurze Frage, wurde das eingeschickt oder hat deine Tierärztin das selbst eingeschickt und war es zu wenig Material oder einfach nur "unauffällig" was die Zellen betraf

    Die hat man aber trotzdem gern genommen (nachdem man das wirklich wichtige erledigt hat |) )

    xD

    Ja, Bestechung ist hier auch nicht möglich. Also Beute/Spielzeug ist sowieso uninteressant und Leckerlies sind ein ganz schwacher Motivator und werden bei Aufregung sowieso NIE genommen. Irgendwer mit Rumäne, ehm, war das npnp123 ? Hat hier mal irgendwo geschrieben, er hätte noch nie einen Rumänen getroffen, der nicht verfressen gewesen wäre. Ich fühl mich betrogen!

    Nicht fressende Rumänen und Bulgaren...:Standard...auch hier wieder ein "leider"^^

    Ich kann die Stereotypen zumindest bei meiner Stichprobe bestätigen. Griechen, Spanier und Italiener mit Ausnahme der Herdenschutzhunde wie Mastins und Maremmanos etc. eher jagdlich unterwegs, dafür recht freundlich und kooperativ. Osteuropäische Tierchen sind entweder super angepasst aber auch deutlich mehr Katastrophen darunter. Also entweder so dreimal durchgedackelte Wurstmixe mit deutlichem "ich brauch keine Menschen und fremde Menschen schon gar nicht" Potenzial oder Herdenschutz/ernste Hütehundeinschläge. Anfragen für osteuropäische bissige Tierchen kommen quasi wöchentlich, südeuropäische habe ich sehr selten mit diesem Thema.

    Dass sämtliche Verhaltensprobleme bei Auslandstierschutzhunden gehäuft auftreten im Gegensatz zum wohlbehüteten VDH Hund kann ich auch leider! so gar nicht bestätigen. Und unser einziger aus Ketten/Anbindehaltung stammende Tierschutzhund kommt übrigens aus dem Land der Bratwurst.