Beiträge von dragonwog

    Und dass sie nicht wussten, dass Tierarzt in ein paar Jahren ja teilweise scheinbar deutlich spürbar teurer wird?

    Die Gegenfrage dabei ist ja immer ob man nicht damit hätte rechnen müssen, dass es jedes Jahr teurer wird?

    Alles wird jedes Jahr teurer, die Kosten für den TA sind in den letzten Jahren auf gleichem Niveau geblieben... Ja, dieses Jahr ist es einfach immens, was da an Mehrkosten kommt. Aber die neue GOT war ja schon vorher in Planung.

    Es wird immer Ausnahmefälle geben, bei denen es zutrifft, dass sie es einfach nicht hätten voraussehen können. Meiner Meinung nach gibt es aber eben deutlich mehr, die zu knapp kalkulieren und keinen Puffer aufbauen, falsche Prioritäten setzen, etc.

    Das ist zumindest das, was ich im Bekanntenkreis so mitbekomme. Da wird. lieber das neueste iPhone gekauft, ein sündhaft teurer Vertrag abgeschlossen, das Auto geleast, weil es zwingend ein Neuwagen sein muss, ... und so ist dann recht viel Geld schonmal fix verplant.

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    Manchmal denke ich, Böhmermann bist du es?!

    Das sehe ich eigentlich nur immer medienwirksam aufgebauscht bei Instagram und Co, wo es dann eher um Like, Klicks und Mitleid geht.

    Um meine Petfluencer Karriere voranzutreiben muss ich jetzt täglich für die nächsten Wochen 120 Euro und am WE mehr in der Klinik berappen, dazu kommen noch extra ca. 300 Euro pro Woche für die Schienenanpassung plus Röntgenbilder. Kommt ganz selten vor... :upside_down_face:

    für mich ist "nur" eins wichtig: Leid beenden bzw. minimieren. Welcher Weg dafür gewählt wird, muss der Besitzer entscheiden.

    Genau. Das denk ich halt auch (natürlich ist das auch nur eine Meinung). Und daher finde ich ganz persönlich schwierig, wenn der gewählte Weg abgelehnt wird und man zu einem anderen Tierarzt muss. Natürlich nur, wenn es keine Alternativen Wege gibt (Ratenzahlung oder Aufnahme im Tierheim z.B. nicht möglich sind).

    Ich verstehe auch, dass das meine Perspektive als Halterin ist und es für Tiermediziner:innen super belastend ist, Hunde mit Heilungschancen einzuschläfern. Aber auch da werden ja individuelle, subjektive Grenzen gezogen, was Prognose etc. betrifft. Das sind ja auch keine harten Richtlinien sondern das reine subjektive Empfinden. Schwierig.

    Und zum Thema Tier und Luxusgut usw. Ja auch ich denke man darf sich ruhig vor Augen führen, dass wir zum Großteil für unseren Konsum und das Futter unserer Hunde aktiv im großen Stil gesunde Tiere am laufenden Band mir nichts dir nichts töten lassen.

    Daraus eine grundlegende moralische Forderung zu erheben, dass man gut situiert sein sollte - und das auch noch gesichert für die Zukunft - um ein Haustier zu übernehmen, krankt allein schon an der Frage, wie gut situiert genau man denn sein muss, um in den Augen Anderer seiner Verantwortung gerecht zu werden. Und wie „worst“ der „case“ denn zu sein hat, mit dem man rechnen sollte. Da wirds dann auch schnell übergriffig und verletzend in verschiedenste Richtungen

    Genau genau!

    Nochmal, ich freue mich für meine TÄ, wenn sie nun etwas mehr verdient. Aber ich sehe auch, dass gerade in der aktuellen Finanzlage durchaus die Möglichkeit besteht, dass das zu Problemen auf der Seite der Hundehalter führt.

    Natürlich wird das zu Problemen auf der Seite der Hundehalter führen. Aber - genau das ist es halt. Das Problem des Hundehalters. Er muss eine Lösung finden, nicht der Tierarzt, und auch nicht die Masse der anderen Hundehalter.

    Und so, wie ich das sehe, verdient der Tierarzt nicht mehr. Er muss ebenso wie alle anderen erhöhte Kosten decken, die Mitarbeiter bezahlen (irgendwer hat gesagt, dass diese dadurch ebenfalls eine Gehaltserhöhung bekommen), Investitionen tätigen etc.

    Ja, er muss eine Lösung finden, und die kann dann halt auch Euthanasie sein? Jetzt kommt wieder "Einzelfälle" und so, aber hier wird ja teilweise gefordert, dass man prinzipiell in der Lage sein muss, auch höchste Summen für den Hund zu bezahlen, solange der Hund keine schlechte Prognose hat. Ich hab jetzt auch nochmal gefragt, wie viel eine Behandlung mit Palladia für einen 35 kg Hund kostet. 600 Euro im Monat. Der Hund hat eine gute Lebensqualität und nimmt sogar (ob das jetzt sein muss ist die andere Frage) auf Wettkämpfen teil. Genauso dürften hier ja einige Pinos Geschichte kennen und dass Tierarztbeträge auch bei einem augescheinlich fitten jungen Tier bei weit über 15 000 landen können. Wo will man da spezifisch eine Grenze ziehen. Ich denke, dass im Forum eine große Heterogenität bezüglich des sozioökonomischen Status besteht, aber dennoch bezweifle ich, dass z.B. viele User locker flockig 600 Euro im Monat oder 15 000 innerhalb eines kurzen Zeitraums für ihren Hund berappen können. Ich glaub hinter der Anklage "wenn man sich das nicht leisten kann, kann man halt keinen Hund halten" ist oft wenig Bewusstsein dafür, wie hoch doch die Kosten für einen Hund werden können, bzw. wird es hübsch verdrängt (man kennt ja niemanden wo das so ist usw.)

    Der kleine Bruchpilot wächst unaufhaltsam. Ich dachte mir schon in den letzten zwei Tagen, dass er ordentlich zugelegt haben musste seit dem Mittwoch vor 1 1/2 Wochen (muss ihn ja gerade die Treppen tragen). Mein Freund hat ihn vorhin gemessen und ich wollte das Ergebnis zunächst nicht glauben, aber nunja...auch mit unterschiedlichen Messmethoden und Bildung des Mittelwertes....f** 70 cm mit 6 Monaten. Naja ich bin eh gerade auf der Suche nach einem guten Scooterkurs :P

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    :skeptisch2:

    Aber der Anteil, wo wir von einer lebenserhaltenden 10.000 Euro-OP sprechen im Verhältnis zu den 100 Euro Herzmedikamenten, halte ich doch für extrem klein.

    Entweder, weil meine "Bubble" sowas nicht an die große Glocke hängt oder solche Behandlungen selbst zahlt.

    Und weil das so selten ist, empfiehlt Rückert Rücklagen im Bereich von mindestens 10 000? Und keine Ahnung, ich unterhalte mich mit Freundinnen über die Behandlung von deren Hunden, was hat das mit "an die große Glocke" hängen zu tun und "selbst zahlen" zu tun?

    Ja eben. Und solange du diese Grenze selbst nicht definieren kann, ist es schwierig zu fordern, dass stets die medizinische Maximalbehandlung zum Lebenserhalt durchgeführt wird. Aktuell ein Beispiel einer noch nicht klinisch gewordenen Osteosarkoms im Schädel. Der Hund wurde erfolgreich behandelt und ein 3D Implantat für den fehlenden Schädelteil eingesetzt. Dem Hund geht es sehr gut, die OP war gut über 10 000 Euro. Wenn ihr das alles so locker flockig auf der Kante habt, jo....ich hab es nicht.

    Ich glaube, es geht nicht um die medizinische Maximalleistung. Wie oft kommt sowas wie Dein Beispiel vor? Das sehe ich eigentlich nur immer medienwirksam aufgebauscht bei Instagram und Co, wo es dann eher um Like, Klicks und Mitleid geht.

    Aha. Ich hab hier sowas sitzen. Bubbles wäre ohne eine sehr aufwendige und sehr teure OP und eigentlich noch darauf folgende adjuvante Behandlung seit drei Jahren tot. Ich denke ich hab das nur für die Insta likes gemacht. Der Hund hat nie! Beschwerden gehabt also da gilt auch nichts mit "eh schon halbtot blah". Ich habe außerdem mehrere Freundinnen, die durch sackenteure Bestrahlungstherapien kurativ behandelte Hunde haben. Finde das alles andere als ungewöhnlich und aufgebauscht. Oder eine Freundin, die Unsummen für ihren Epi Hund gezahlt hat...