Beiträge von dragonwog

    Ich "will" gar nix. Es ging doch um die Frage von Kapazitäten?

    Jupp, und die sind eben scheinbar nicht mehr da. Mehr sagen die unterstützenden Tierheime doch gar nicht. Sie müssen täglich viele Hunde ablehnen, weil sie keinen Platz mehr haben. Es scheint also einen größeren Bedarf nach Plätzen zu geben, die nicht angeboten werden. Dumm für die Leute, die ihre Hunde abgeben wollen, dumm für die Hunde, evtl. auch ein Problem für die Gesellschaft.

    Ja und die Plätze sind halt teilweise blockiert https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/ausgb…id66699126.html . Ich verstehe wirklich nicht, was du sagen möchtest, sorry

    Das Ding würde berechtigterweise durch kein vernünftiges Peer review kommen.

    Ja aber nicht, wenn die schweren Fälle die Plätze blockieren.

    Willst du jetzt anderen Menschen vorschreiben, welchen Hund sie halten sollen? Und das gilt auch für Tierschutzvereine, aber das hatten wir schon. Ein Tierschutzverein braucht überhaupt keinen Hund aufnehmen, aber wenn er welche aufnimmt, dann ist das seine eigene Entscheidung, welche er aufnimmt.

    Ich "will" gar nix. Es ging doch um die Frage von Kapazitäten?

    Aus der praktischen Arbeit heraus finde ich den Anteil an wirklich "menschenverkorksten" Hunden relativ gering. Die fehlbedienten Exemplare können auch die Pest sein und Verletzungen verursachen, die richtig üblen Geschichten..hm, da ist es meiner Erfahrung nach anders.

    Mir geht es tatsächlich mehr um die "fehlbedienten" Hunde. Das sind doch die Hunde, die eigentlich in einem gewissen Umfang und mit etwas mehr Aufwand auch wieder vermittelbar sein sollten bzw. müssen, wenn das System Tierheim funktionieren soll.

    Die schweren Fälle, naja, da sind wir doch eigentlich fast alle einer Meinung. Je nach Hund und individuellen Möglichkeiten des Halters ist die Euthanasie eine Option.

    Ja aber nicht, wenn die schweren Fälle die Plätze blockieren.

    Oh und ein anderes Beispiel, gut greifbar weil aus dem Forum..ein Staffmix. Hier gab es auch viele Hypthesen, warum der Hund so war wie er ist. Eine Tierärztin hat Recht frühzeitig die Abgabe empfohlen und ich empfand das als ziemlich... harte, unnötige Aussage. Der Hund wurde dann. eine Weile in einer tierheimähnlichen Einrichtung gehalten, und die Beurteilung lautete...völlig normaler Hund, Fehlbedienung (zu dieser Einschätzung kam ich ehrlich gesagt auch). Mittlerweile hat es sich gezeigt, dass der Hund deutlich mehr auf dem Kerbholz hat und jeweils in den Endstelle mehrmals schwer verletzt...das hätte nicht passieren dürfen...

    Die Zahl der verkorksten Hunde wird doch zwangsläufig größere, weil unsere Hundepopulation größer wird. Das könnte man jetzt natürlich eingrenzen, gibt aber echt genug europäische Staaten, die mehr Hunde als wir pro Kopf haben. Aus der praktischen Arbeit heraus finde ich den Anteil an wirklich "menschenverkorksten" Hunden relativ gering. Die fehlbedienten Exemplare können auch die Pest sein und Verletzungen verursachen, die richtig üblen Geschichten..hm, da ist es meiner Erfahrung nach anders.

    Mal das Beispiel was ich hier immer anführe...Maremmano aus VDH Zucht, Familie, die sich frühzeitig über die Bedürfnisse von Herdenschutzhunden informiert hat, dann Besuch von Welpengruppe und Junghundetraining bei Hundeschule Hundeleben (Canis), dort wird alles als gut laufend bewertet...Hund beißt Kind spontan Ohr ab. Dem folgt Kontakt nur mit Maulkorb, bis Materiaversagen zum nächsten schweren Vorfall führt. Hund kommt in Einrichtung, Leiterin sagt...Hund ist top, müssen die Menschen alles verbockt haben, für mich ist der unauffällig. Kommt in nächste Einrichtung (wo ich gearbeitet habe...) Wir lassen den Maulkorb stets drauf. Hypothese...Menschen habens verbockt, die Kinder ihn bestimmt geärgert, so viele Kinder, bestimmt Unterschichtenfamilie...ja diese Worte fielen..hust). Hab irgendwann die Familie selbst kontaktiert und die Besitzer waren Ärzte haha. Und hatten große Angst, dass der Hund unterschätzt und weitervermittelt wird. Naja however, nachdem der Hund 6 Monate ein liebes Schätzchen war, also wirklich, und durch nichts auslösbar, entschied er sich eines Tages spontan in meinen Kopf beißen zu wollen. Einziges Vorwarnzeichen, minimal mehr weiß im Auge, weswegen ich noch schnell das Handy zücken konnte. Nein, das ist nicht normal. Und nein, so wenig solcher Hunde gibt es auch nicht

    Wie wäre der Vorschlag, dass Eltern so lange sie Leben, für den Aufenthalt von Psychiatrie Kosten aufkommen, die ihre Kinder möglicherweise verursachen. Wäre eine starke Entlastung der Kassen. Hätten sie sich Mal Mühe gegeben, ihr Kind ordentlich zu erziehen.

    Weil psychische Erkrankungen ja auch immer Erziehungssache sind….. :face_with_rolling_eyes:

    Ja genau darauf (dass Verhalten von weit mehr Variablen als der Erziehung abhängt) wollte ich hinaus?!

    Wie wäre der Vorschlag, dass Eltern so lange sie Leben, für den Aufenthalt von Psychiatrie Kosten aufkommen, die ihre Kinder möglicherweise verursachen. Wäre eine starke Entlastung der Kassen. Hätten sie sich Mal Mühe gegeben, ihr Kind ordentlich zu erziehen.

    Lässt sich für mich nicht vergleichen. Kinder sind eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Hundehaltung in der Regel reine Privatsache.

    Mir geht es primär darum, dass die Aussage "der Mensch ist immer Schuld und hat versagt" nicht die Wurzel allen Übels ist, wie man so schön sagt. Selbst in Populationen, in denen aufwendige Wesenstests durchgeführt werden und eine strenge Selektion der Zuchttiere erfolgt (Schweden mal als Beispiel) laufen Hunde aus dem Ruder. Es wird halt anders damit umgegangen

    Definitiv mehr als 100.

    Die Einrichtung in der ich gearbeitet habe, hatte ruckzuck (wenige Monate) diese Zahl an Hunden (gestapelt) rumsitzen. Und Anfragen gab es eigentlich täglich. Ich denke ohne tatsächlich in dem Bereich involviert zu sein, ist die Masse an Vorfällen nicht greif- oder vorstellbar. Wie ich an anderer Stelle schon gesagt habe, müsste es Mal belastbare Zahlen geben. Dafür mangelt es aber an Zeit, Ressourcen und Willen. Ich kann auch überhaupt nicht bestätigen, dass es immer Fehlkäufe, Vermehrerhunde usw. sind...

    Ein ganz großes Problem sehe ich auch darin, dass viele Vereine/Einrichtungen und auch die Teilinitiatoren des Brandbriefs die Ursache im aktuellen moralischen Verfall der Menschheit sehen. Und da ist ja klar, dass das nicht die Ursache ist.

    Da muss ich jetzt mal zu sagen:

    Das ist mit einer der größten Ursachen! Wäre die Menschheit nicht so deppert, hätten wir das Problem nicht.

    Hm nö, also da müsste man die gesamte Haustierhaltung bzw die Existenz des Menschen in Frage stellen. Zeichen für einen generationsbedingten Verfall moralischer Werte gibt es nicht, im Gegenteil. Aber es gehört durch die Art, wie wir Menschen denken dazu, dass wir subjektiv das Gefühl von Moralverlust empfinden, je älter wir werden. Sollte man aber halt dann in so einem Fall reflektieren können und schauen, was die "wirklichen" Ursachen sind. Ich bringe jetzt doch mal einen dezent kritischen Vergleich... denn Lebewesen sind keine programmierbaren, algorithmisch funktionierende Einheiten... Wie wäre der Vorschlag, dass Eltern so lange sie Leben, für den Aufenthalt von Psychiatrie Kosten aufkommen, die ihre Kinder möglicherweise verursachen. Wäre eine starke Entlastung der Kassen. Hätten sie sich Mal Mühe gegeben, ihr Kind ordentlich zu erziehen.