Ich bin jetzt ein paarmal mit Sonic gelaufen. Der erste Lauf war eine absolute Katastrophe. Ich hatte einen Wust aus Aussagen im Kopf.... und halt sehr präsent die zum Schmerzlevel und der Möglichkeit, ohne Leichtathletik/Sporthintergrund überhaupt so einen Hund zu laufen. Nun hatte ich ja das Glück, dass er doch kein schwerer Riese geworden ist (ich habe Zeugen
Noctara ) und mehrere Monate mit einem wirklich guten Trainer zusammenarbeiten zu können, so dass ich dachte, ach das wird schon gehen.
Es ging erstmal gar nicht, denn ich bin in einer 240er Kadenz hinter dem Hund hergesprintet und dachte ich sterbe unter völligem Kontrollverlust. Dabei war meine Schrittlänge deutlich kürzer als bei meinen Intervalltrainings ohne Hund. War kurz davor zu sagen, ok, ich hänge jetzt erstmal noch ein Jahr Lauftraining dran und probiere es nächste Saison nochmal. Oder ganz aufzugeben, weil mir mittlerweile das Laufen an sich wirklich richtig Spaß macht. Also das Training hat sich von "ich muss es tun um mit Hund laufen zu können" zu "ich freu mich auf die Sessions der Woche" gewandelt. Und das will ich mir durchs Canicross ungern nehmen lassen.
Glücklicherweise hat sich ein Trainer in Oberhof (da war ein Skijoring Trainingslager) meine Daten und Problem angeschaut und ein paar Technikfehler ausfindig gemacht. Die bin ich dann zusammen mit meiner Physio (macht auch Canicross glücklicherweise) angegangen. Innerhalb einer Session konnte ich mit ihr die Fehler ausmerzen.
Jetzt ist aus dem angekündigten "Sterben mit Anlauf" ein schönes Laufgefühl geworden und ich freue mich wahnsinnig, dass in den aktuellen Tempobereichen nicht auftritt, was mir verstärkt berichtet wurde: Nämlich Schmerzen vor und nach dem Laufen mit Hound. Wie die Galoppade des Hundes ist, kann man nur wenig ändern und wenn es da nicht vibed, ist das anscheinend mit einer der Faktoren, die zu Schmerzen beitragen. Aber das ist nicht so mit Sonic. Und irgendwie scheint der gebremste Trainingsplan mit hohem Kraftanteil und viel Fußtraining sinnvoll gewesen zu sein. Es gab und gibt immernoch den Exit-Plan, halt nur zu scootern, aber meine Vorliebe ist eindeutig der Laufen.
Die Sportart ist sackengefährlich und die Verletzungsquote einfach unheimlich hoch. Das ist mir bewusst und jeder Lauf kann ganz nüchtern gesehen der letzte sein. Aber ich freue mich unheimlich, weil drei geplante Sachen erstmal so aufgegangen sind, wie ich mir das erhofft habe.