Das Problem ist doch, es gibt kaum Zahlen, Daten, Fakten. Wir diskutieren hier Gefühle und das macht es so schwierig.
Mal ein Beispiel aus der Realität. Ich komme aus dem Katzenschutz, da gibt es ganz andere Probleme als beim Hund. Aber vermittelt wird da auch und in gewissem Rahmen haben die Pflegestellen eigene Kriterien nach denen sie vermitteln.
Nach langem internen Kleinkrieg über die Vermittlungsbedingungen haben wir angefangen Statistik zu führen.
Das überraschende Ergebnis, die Rückläuferquote war bei allen gleich. (Im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich) Egal ob bei den Handverlesenen oder bei den, jeder der will, kriegt eine Katze, Vermittlern.
Und jetzt wissen wir immer noch nicht, ist das nur bei uns so? Ist das deutschlandweit so? Was lernen wir aus diesem Ergebnis?
Haha du hast keine Ahnung wie ich mich über deinen Post freue. Das nüchterne Erfassen und Auswerten im Tierschutz wird so selten gemacht und wäre dabei so so wichtig. Schön, dass das von euch in Angriff genommen wurde, auch wenn aus eher unschönem Anlass. Ich habe bei drei Tierschutzvereinen auch Mal quantitativ verglichen, wie sich allerdings bei Hunden die Rigorosität von Vermittlungsbedingungen auswirken. In allen drei Fällen gab es tatsächlich keine bedeutsamen Unterschiede der Rücklauferquote zwischen harten und legeren Bedingungen. Das ist auf den ersten Blick contra intuitiv, aber...menschliches Verhalten ist halt immer noch nicht deterministisch vorhersagbar, und deswegen ist das Ergebnis so erstmal nicht verwunderlich. Deswegen finde ich aber den Beitrag von MoniHa wie ich geschrieben habe, selbstherrlich. Fast alle Vermittler*innen haben irgendwann mal Rückläufer...und das ist auch ok. Dass man eine rühmliche Ausnahme ist, kann durch Zufall bedingt sein, ja. Die Wahrscheinlich, dass es wegen der besonders tollen Vermittlungskriterien so ist, halte ich für...gering...