Beiträge von dragonwog

    Das war das Beispiel von Murmelchen - ich habe aber keine Primärquellen überprüft. Sollte es das gar nicht geben und sie nur Seemannsgarn gesponnen haben, umso besser.

    Kein Seemannsgarn. Hab jetzt gesucht: Pietralla hat das so beschrieben mit dem Handtuch als Bomper..

    EDIT: Die Ankuendigung wird (so wie ich es gelernt habe!!) direkt mit der Strafe aufgebaut. Das Wort hat fuer den Hund keine Bedeutung wenn er das erste Mal abgeschossen wird. Danach hat es eine Bedeutung, klar. Ist ja auch das Ziel.

    Und genau das stimmt nicht, habe nur auf den Namen Pietralla gewartet . Auf wie vielen Veranstaltungen von ihm warst du? RIP, aber was du erzählt stimmt überhaupt nicht. Er hat das "Nein" angekündigt aufgebaut und den Weg auch genauso erklärt. Wann soll die Veranstaltung gewesen sein? Einfach traurig, was sich so zusammengereimt wird, und er kann sich ja nichtmal mehr verteidigen

    Hier ist wenigstens noch ein alter Blogpost von ihm zu finden

    Zitat


    : ...ist schön beschrieben wie man unerwünschtes Verhalten abgewöhnt: also warnen, erschrecken (bomper) und Ersatzhandlung bieten mit positiver Bestärkung.

    https://www.yorkie-hundeforum.com/forum/clickert…/987785400.html


    Ich finde es auch unfair, wenn der Hund gerade tiefenentspannt schläft, anzufangen, ne Strafe aufzubauen und das auch direkt mit einem recht heftigen Schreckreiz. Mein Hund wäre danach ganz sicher erstmal einige Tage in Habacht-Stellung. Ist für mich ein deutlicher Unterschied zu dem vorher erläuterten Aufbau. Warum sollte man seinem Hund aberziehen, sich in den eigenen vier Wänden entspannen zu dürfen?

    Das habe ich persönlich noch nie gesehen oder gehört, deswegen würde ich gerne wissen woher das stammr

    Wenn mein Hund gerade entspannt auf der Seite in seinem Hundebett liegt und dann aus dem Nichts ein Handtuch auf ihn gefeuert wird (ich hab es so gelernt, dass da nicht leicht geworfen wird. Deswegen auch das Wort 'gefeuert'), dann ist das fuer mich sehr wohl 'ueberfallsartig'.

    Wieso aus dem Nichts? Ohne Ankündigung? Wo finde ich das?

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    Mein Kopfkino hat daraus gemacht, dass der Hund spontan massiven aversiven Reizen ausgesetzt wird (praktisch überfallsartig), - um eben ein gewünschtes Verhalten zu etablieren.

    Diesen Weg gibts es uebrigens wirklich. Ich hab vergessen wie der Kerl heisst, aber da wird der Hund mit einem geknoteten Handtuch abgeschossen (+ Wort das dann der Abbruch wird), wenn er irgendwo ganz entspannt liegt..

    So aus der Luft gegriffen ist dein Kopfkino also nicht. Nur im Bezug auf flying-paws ;)

    Das ist die Etablierung einer konditionierte Strafe genau. Warnung, dann kommt das Handtuch. Nur dass halt kein direkter Stupser vom Menschen oder sowas kommt, sondern ein nicht verletzendes Wurfgeschoss. Für den Hund macht es in der Regel eh nie Sinn, für was er bestraft wird. Es ist genau der gleiche Aufbauweg wie von flyingpaws benannt...

    "Anfallsartig" ist da nix und ich finde die Bewertung unfair

    Vielleicht stehe ich grad auch einfach total auf der Leitung.

    Zitat

    Viel schlauer ist es aber doch wie beim Arbeiten mit Belohnung auch die Kommandos und Verhaltensweisen dann zu etablieren, wenn der Hund maximal entspannt ist.

    Du schreibst ja explizit von Strafe. Vielleicht hab ich auch einfach grad Kopfkino, weil ich in dem Kontext auch an sehr aversive Maßnahmen denke - und ich frage mich, wie du das konkret meinst.

    Wenn man eine konditionierte sekundäre positive Strafe (also ein Nein/Abbruchsignal) aufbaut, dann am besten erstmal in ruhiger Reizlage an einem Ersatzkonflikt. So kann der Hund genau lernen, was von ihm verlangt wird und es bleibt fair weil er der Strafe entgehen kann. Mit dieser Vorarbeit kann der Hund viel besser in aufregenden Situationen mit schwierigerer Ablenkung reagieren. Die Maßnahme muss so aversiv sein, dass der Hund halt Meideverhalten zeigt und es zunächst zu einer Verhaltensreduktion kommt. Sonst würde es ja nicht funktionieren. Verstehe dein "Kopfkino" nicht, also warum jetzt explizit an dieser Stelle??

    Wenn der Hund nicht aufhört, rumzustressen, ist es ja aber keine Strafe, oder? Sondern einfach nur unangenehm.

    Da wird es für mich philosophisch. Ist Strafe nur Strafe, wenn sie erfolgreich ist?

    Dann sind nämlich ein Großteil der Leinenrucke, Brüller und Schläge auch keine Strafe, weil völlig wirkungslos.

    Das hat nichts mit Philosophie sondern festen Begriffsdefinition zu tun. Es handelt sich erst dann um Strafe, wenn die zuvorige Handlung in der Intensität und/oder Häufigkeit abnimmt. Ansonsten sind es einfach aversive Reize oder neutral operators.

    Ändert sich also das Verhalten nicht, war es keine Strafe. Punkt. Gilt genauso für Verstärkung. Ändert sich die Auftrittswahrscheinlichkeit eines Verhaltens nicht nicht, also wird es nicht häufiger gezeigt, war es keine Verstärkung