Alles anzeigenIch denke nicht, dass man bei jedem Hund alles rein positiv regeln könnte, wenn man unendlich Zeit hätte.
Genauso wenig würde ich verallgemeinern, dass jeder Hund Strafe braucht und es bei bestimmten Hunden nicht auch rein positiv klappt.
Dafür sind die Charaktere doch viel zu verschieden. Und nicht jeder Hund bringt zig „Baustellen“ mit, genauso wenig wie sich jeder Halter den perfekten erzogenen Hund wünscht.
Selbst bei Luba, der von Haus aus perfekten Hündin meiner Schwester, brauchte es Korrekturen, weil der Hund ja nicht vonnallein wissen kann, was verboten bzw. nicht erwünscht ist.
Irgendwie muss man doch für jeden Hund den Rahmen des Erlaubten definieren. Wie macht man das denn ohne Korrektur?
Luna z.B. darf nicht in die Küche, weil sie sonst auf das Essen starrend den ganzen Bode vollsabbern würde, wenn man kocht (sie ist überaus verfressen). Dieses Küchentabu wurde auch über die Korrektur des Reinlatschens etabliert. Wie man da die Korrektur setzt, ist doch wieder individuell. Bei Luni reichte ein körpersprachliches "rausdrücken" mit dem Wort "raus" verknüpft. Bei späteren Ansätzen reichte dann das Wort selbst.
Es gibt Hunde, die haben kein großes Interesse in Küchen zu gehen. Ich weiß es ist für dich anscheinend schwer vorstellbar, aber manche Hunde haben so wenig konfliktträchtige Eigeninteressen und sind so übermäßig stark mit banalem Belohnungen motivierbar, dass man eben keine Strafe benötigt.
Wie der von WorkingDogs beschriebene Malteser