Das "Problem" sehe ich einfach darin - und so war es auch bei JayJay - das es zwischen all den schlechten Tagen auch noch gute Tage gab/gibt. An diesen guten Tagen ist er herum gesprungen wie ein Jungspund, hat mir Paco gespielt und wir mussten ihn stoppen, weil er sonst am nächsten Tag nicht mehr hochgekommen wäre. Diese Tage waren schön und ich möchte sie auch nicht missen. Aber ich stelle mir auch die Frage, ob die paar guten Tage es wert waren, ihn an den schlechten so "leiden" zu sehen.
Wenn der Hund gar keine guten Tage mehr hat, wenn das Leid überwiegt, dann denke ich, ist es definitiv Zeit den Hund gehen zu lassen, nur muss man sich das als Mensch auch erst einmal bewusst werden, das es so ist.
Der Hund meines Opas damals war ein schwieriger Fall, ich schreibe nicht gerne darüber, weil ich heute noch nicht weiß, ob es richtig war. Ich glaube, das dieser Hund ein Teil seiner "Lebensfreude" verlor als meine Oma damals starb, sie war sein ein und alles, es war ein kleiner Mischling, sehr süß, kam aus schlechter Haltung und wurde liebevoll von meinen Großeltern aufgenommen. Laut zwei verschiedenen Tierärzten ging es dem Hund gut, irgend wann er dann älter und er hatte Wasser in der Lunge, was mit Medikamenten behandelt wurde.
Aber er hat keine "Lust" mehr am Leben (so würde ich es aus menschlicher Sicht beschreiben) und die letzten Monate seines Lebens lag er nur noch unter der Eckbank, man musste ihn zwingen hinauszugehen, ich wurde diverse Male gebissen, als ich versuchte ihn rauszuholen. Wieder wurden Tierärzte aufgesucht, es wurde ein Ultraschall von Herz und Lunge gemacht - Wasser - aber dem Hund ging es ansonsten gut.
Alle anderen Organe waren in Ordnung, der Hund war laut Tierärzten schmerzfrei, aber alles an diesem Hund sagte, das er nicht mehr will, das er bereit war zu gehen.
Wir haben ihn einschläfern lassen. Das wirklich schlimme daran war, das ich die Tierärztin anbetteln musste es zu tun, weil sie der Meinung war, da könne man noch was machen. Aber warum soll man einen Hund am Leben halten, der es doch eigentlich nicht möchte?
Es ist schwierig zu beschreiben, wenn man das jetzt so liest, dann könnte man auch meinen, das wir es nicht mehr versuchen wollten, aber so war es ja gar nicht. Wir haben es ja mehrfach mit Medikamenten und anderem Tierarzt versucht, aber da war kein Lebenswille mehr...