Sam und ich sind im Wald unterwegs. 3 m Leine am Geschirr eingehakt. Er endeckt etwas Interessantes hinter einem dürren kleinen Bäumchen. Ich bleibe auf dem Weg stehen. Er schnüffelt und schlendert ganz entspannt wieder zu mir, aber so, dass sich die Leine um das Bäumchen und dessen Zweige wickelt. Ich teile ihm mit, dass er ein Trottel ist, will ihn "entwickeln", da läuft er um mich herum und nochmal um das Bäumchen. Nun waren wir definitiv gründlich verheddert und an das Bäumchen gefesselt.
Keine Chance, die Leine plus Hund und mich wieder frei zu kriegen.
Ich habe dann was gemacht, was ich nie mehr tun möchte, nämlich ihn am Geschirr gepackt, die Leine vom Halsband gelöst, schnellstmöglich aus dem Bäumchen herausgefriemelt, Sam wieder angeleint, und dem Himmel gedankt, dass in dem Moment weder andere Hunde noch Radfahrer in Sicht waren. Am Geschirr allein hätte ich ihn nicht halten können.
Und was macht Herr Hund? Steht da und mustert mich mit einem interessierten, nachdenklichen Blick, der besagte: " Was soll das denn? Warum hast du uns um den Baum gewickelt?"
Ich habe noch kurz überlegt, ob ich die Sache mit ihm ausdiskutiere, hab' aber beschlossen, der Klügere schweigt. In Zukunft gibt es für ihn keine Schnüffelgänge mehr hinter Gestrüpp und Bäumchen. Neue Regel. 