Beiträge von Rowan

    Ich kann mir vorstellen, wie stressig das für dich ist und was für riesige Sorgen du dir um Odin machst. Aber versuch zu vergessen, dass ein "besserer HH" schon längst eine Lösung hätte. Durchfall ist fies, erst recht Dauerdurchfall, weil das zig Gründe haben kann. Auch der erfahrenste HH hat keine Kristallkugel daheim stehen, in der er alles sehen kann, und weiss genauso wenig alles, wie du und jeder andere.

    Du tust alles, was du kannst, um Odin zu helfen. Nur darum geht es! Ihr werdet den Durchfall in den Griff kriegen. Auch wenn es noch ein paar Tage dauert. :bussi:

    Wie bei allem Neuen gibt es wohl gute und schlechte Tage. Geschnüffelt wurde heute fast gar nicht am Boden, sonst macht sie das vor jedem Markieren. ......


    Aber sonst hat sie einfach einen super unglücklichen Eindruck gemacht. Sie lässt sich ablenken, macht Übungen mit dem MK als wäre nichts, wälzt sich auch. Aber wenn sie nicht mit etwas beschäftigt ist, findet sie es ätzend:verzweifelt:

    Wenn der Korb nach dem Spaziergang runter kommt, reibt sie sich ganz intensiv die Schnauze mit den Pfoten.

    War bei Sam anfangs auch so. Der Hund muss sich erst daran gewöhnen, so ein Ding zu tragen, und lernen, damit umzugehen. Wie kann man damit schnüffeln, welchen Abstand braucht es, um damit nicht anzustossen, usw. Das geht nicht von jetzt auf gleich. Auch das Reiben der Schnauze mit den Pfoten anfangs kenne ich von Sam. Inzwischen macht er es nicht mehr. MK auf, MK ab, fertig.

    Klar ist es jedem Hund lieber, ohne MK rumzulaufen. Genauso wie wahrscheinlich alle Hunde lieber ohne Leine und ohne Geschirr herumlaufen möchten. Aber manchmal muss man halt etwas akzeptieren, weil es notwendig ist. Wenn du jedesmal beim MK dem Hund das Gefühl vermittelst, "mein Mensch findet das Ding genauso ätzend und schlimm wie ich, er ist auch superunglücklich damit!", bestärkt ihr euch gegenseitig nur negativ. Dann wirddas nichts mit dem entspannten MK-Tragen.

    Der MK muss gut passen, und das ist es dann auch schon. Aufsetzen, dem Hund ohne Bemitleiden Zeit lassen, sich daran zu gewöhnen, und dann einfach business as usual. ;)

    Ich habe Sams Maulkorb in einem Fachgeschäft für Hundebedarf gekauft, mit Sam dabei. Die Verkäuferin war sehr nett, hat ihm etliche Modelle anprobiert, mit viel Ruhe, Geduld und Leckerlies, bis wir den richtigen gefunden haben. Sam hatte zuvor noch nie einen MK getragen, machte aber friedlich die Anprobiererei mit. Der Drahtmaulkorb, der dabei rauskam, passt und sitzt perfekt. Was das Wichtigste ist, damit der Hund ihn problemlos trägt und alles damit machen kann.

    Kommt natürlich auch drauf an, für welchen Hund du einen MK brauchst. Für einen kleinen gibts mehr Auswahl. Biothane, Kunststoff, verschiedene Farben, Riemen etc. Wenn du - notfalls auch mit etwas Fahrzeit verbunden - einen Laden erreichen kannst, würde ich das immer dem Bestellen online vorziehen. Da weisst du nie vorab, ob er wirklich passt, und schickst ggfs., wie eine Freundin von mir, einen nach dem anderen zurück, und hast am Schluss einen, der nur einigermassen, aber nicht richtig gut passt. Was fast eine Garantie dafür ist, dass der Hund den MK hasst und ihn nicht tragen will.

    Es gab absolut keine Gefahr - ich wäre nie darauf gekommen, dass es die Dachse sein könnten, aber genau das scheint mir jetzt sehr plausibel, v.a. nachdem ich von unseren Gassi-Bekannten gehört habe, dass ihr Hund da normalerweise auch nicht lang geht. Es ist schade, weil dieser Weg sich in vielen Richtungen mit anderen zu netten Runden verbinden lässt.

    Besonders im Sommer wäre es dort auch schön schattig, und es gibt einen gut zugänglichen Bach.

    Manchmal konnten wir dort auch schon problemlos langgehen.:woozy_face:

    Ich würde es weiterhin versuchen. Nicht mit Überredung oder Leckerlies, das würde zumindest bei Sam Argwohn hervorrufen, dass da was nicht stimmen kann, wenn sein Mensch so reagiert, und schon gar nicht mit Zwang. Wie will man einen grossen, kräftigen Hund denn zwingen?

    Nein, ich würde ganz normal weitergehen." Alles ok, weiter" sagen, und dem Hund vermitteln, da geht es lang, weil du das so möchtest und weil es sicher ist. Mir ist klar, dass das nicht so einfach ist, wie es sich anhört, Sam und ich sind ja auch noch am Anfang und täglich dabei, miteinander zu lernen. Aber ich würde mir nicht vom Hund vorschreiben lassen, welche Wege wir gehen. Das ist nicht seine Entscheidung.

    Ich werde auch oft gefragt, ob der Hund gefährlich ist, und sage dann jedesmal, wahrheitsgemäss, nein, er trägt den MK, weil er alles frisst, was er findet. Fast alle lächeln dsraufhin, erzählen von ihren eigenen Hunden, und dass der MK eigentlich eine gute Idee sei, die sie sich auch schon überlegt haben.

    Dass es in einer bestimmten Situation ein Schnappen gegeben hat, warum sollte ich das jemandem Fremden erzählen? Der MK ist eine Vorsichtsmassnahme, die vor allem mir hilft, mich zu entspannen, so lange ich Sam noch nicht besser kenne und genauer einschätzen kann, wann er wie reagiert.

    Weder Sam noch ich müssen uns dafür rechtfertigen. Ich gehe da ganz locker mit um. Mein Hund ist zwar nicht schwarz, aber auch gross und sieht wie ein Schäferhund aus. Da reagieren manche Leute abwehrend oder ängstlich, egal ob er einen MK auf hat oder nicht. Ist halt so.

    Sam kannte, als er zu mir kam, keinen MK , bekam aber recht bald einen, für TA-Besuche und für Busfahrten dorthin. Ich habe nicht wirklich trainiert, ihm den MK aufzusetzen, sondern es einfach ruhig gemacht und ihn jedesmal sehr gelobt.

    Seit kurzem trägt er ihn wegen eines Schnappvorfalls bei jedem Gassi und Spaziergang. Anfangs fand er ihn etwas störend, weil der MK immer im Weg war, aber er hat sehr schnell gelernt, damit umzugehen. Er schnüffelt mit MK genauso viel und genauso ausgiebig wie ohne, und verhält sich nicht viel anders. Etwas ruhiger, ja, aber ich denke, nicht wegen des MK, sondern weil ich entspannter und ruhiger bin, und das überträgt sich auf ihn.

    Dass er nicht mehr alles "staubsaugen" kann, was er an Essbarem findet, das bei uns draussen sehr viel rumliegt, auch Giftköder, ist ein toller Nebeneffekt.

    Das Wichtigste ist, glaube ich und habe ich bei Sam so erlebt, keinerlei Getue um den MK zu machen. Weder den Hund zu bemitleiden noch ihm sonstwie zu vermitteln, dass der MK etwas ganz Blödes, Unangenehmes ist, sondern den MK zu behandeln wie Halsband, Leine und Geschirr. Da sagt man dem Hund ja auch nicht jedesmal, wie schlimm man es findet, dass er das alles tragen muss, sondern es ist selbstverständlich.

    Kann ich verstehen und nachvollziehen.

    Sam ist auch seit ein paar Wochen beschwerdefrei, nachdem seine wirklich heftigen Entzündungen abgeklungen sind (nach unverträglichem Futter), und ich füttere stur nur das, was er nachweislich verträgt. Kein Anallergenic, das hat er noch nicht gebraucht, sondern ein Monoprotein, Nafu wie Trofu. Gemüseflocken und Lachsöl verträgt er auch. Ich liebäugele auch öfter damit, noch zusätzlich etwas zu testen. Ich mache es aber nicht, weil es mir zu heikel ist. Die letzte Reaktion auf unverträgliches Futter war so schlimm für ihn, das kann und will ich nicht nochmal riskieren.

    Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Versuch, was anderes zu testen! Hoffentlich klappt es.