Beiträge von Rowan

    Terri_Lis_07 Du weisst schon, dass es nicht nur Rassehunde gibt? Bei denen man sich im Vorfeld gründlich informieren kann und soll, welches Fell sie haben und wie pflegeintensiv man sich darum kümmern muss.

    Es gibt auch eine Menge Mischlinge, bei denen man gar nicht weiss, was da alles drin steckt, und wo man die Fellstruktur, gerade auch als Anfänger oder mit noch nicht jahrzehntelanger Hundeerfahrung, gerade mal erahnen kann. Klar, lang- oder kurzhaarig kann jeder unterscheiden. Aber wieviel Pudel, Terrier oder Schnauzer drin sind und ob man den Mischling trimmen, scheren oder einfach nur bürsten muss, weiss sicher nicht jeder, der sich einen Mix aus dem Tierheim oder dem Tierschutz holt. Man kann sich über so ein Mischlingsfell auch nicht vorab aus Büchern oder beim Züchter informieren.

    Oder soll man mit jedem Hund möglichst bald zu einem Hundefriseur gehen, so wie man, glaubt man alles im DF, auch von Anfang an einen erfahrenen und geeigneten Hundetrainer, einen Verhaltensexperten und einen Ernährungsexperten, Biofutter und eine gute Hundeschule braucht, zusätzlich zum Haus mit Garten am Waldrand, einem geräumigen Auto und einem jederzeit prall gefüllten Bankkonto?

    Ich schätze das Wissen und die Erfahrung im DF sehr, und bin dankbar für viele Infos, Tipps und Hilfe,die man hier bekommt. Aber das DF, heisst nicht wenige User sind auch bisweilen sehr elitär und beurteilen andere,die nicht alle höchsten Standards erfüllen ( ich rede von den Hundehaltern, nicht von Hunden), sehr von oben herab und teilweise sogar abschätzig.

    Es gibt ausserhalb des DF mit seiner überaus hohen Messlatte auch normale Leute mit allen möglichen normalen Hunden (=nicht sorgfältig ausgewählten, vorab superduper getesteten und in allen Details bekannten Rassehunden), die sich nach bestem Wissen und Gewissen liebevoll um ihre Hunde kümmern. Ich wage sogar zu behaupten die Mehrzahl. Es gibt in Deutschland laut neuesten Schätzungen ( Stand 2024/25) ca. 10 Millionen Hunde. Glaubt ihr wirklich, die sind alle unglücklich, ungepflegt und vernachlässigt? Denkt ihr wirklich,die könnten alle zum Hundefriseur, zu einem guten Hundetrainer, zum Hundeernährungsexperten, wenn die Besitzer nur wollen würden?

    Seiner Verantwortung dem Hund immer und ausnahmslos nachkommen, dem stimme ich absolut hundertprozentig zu.

    Dazu gehört jedoch nicht die Erfüllung aller Anforderungen, die im DF gestellt werden. Sonst blieben sehr viele Hunde beim Züchter, im Tierheim und bei den Tierschutzorganisationen sitzen und fänden kein neues Zuhause.

    Auch von mir mein aufrichtiges Mitgefühl!

    Ich kann deinen Schmerz nachempfinden, weil ich selbst schon viermal ein geliebtes Tier gehen lassen musste und bis zum letzten Atemzug dabei war. Es zerreisst einen.

    Der Schmerz wird mit der Zeit leichter werden, aber das hilft dir jetzt gar nichts. Der einzige Trost ist, dass Morkie in dir weiterlebt und du irgendwann ohne Tränen und immer noch voller Liebe an ihn denken kannst. Diese Liebe bleibt.

    Ich schreibe jetzt doch nochmal was.

    Mein Wunschhund Sam ist von seinem Vorbesitzer abgegeben worden, weil er seiner Verantwortung nicht mehr ausreichend nachkommen konnte. Sam und er waren fast fünf Jahre lang ein Dreamteam. Das merkt man dem Hund heute noch an. Die Lebensumstände des Vorbesitzers hatten sich aber ohne dessen Verschulden so gravierend und dauerhaft geändert, dass er Sam nicht mehr gut versorgen konnte. Futter, Wasser, tierärztliche Versorgung ja, aber er konnte nicht mehr genug Zeit für Sam aufbringen, um mit ihm spazierenzugehen, ihm genug Zuwendung zu geben. Der Hund litt, der Besitzer litt, und so hat er sich entschlossen, den geliebten Hund wieder in die Vermittlung bei dem Verein zu geben, von dem er ihn bekommen hatte.

    Ich möchte nicht wissen, was es den Vorbesitzer an Überwindung und Herzensleid gekostet hat, Sam wegzugeben. Er fragt heute noch, vier Monate später, immer noch beim Verein nach, wie es Sam geht und ob er ein gutes, neues Zuhause gefunden hat. Ich habe allergrössten Respekt vor ihm und werde ihm immer dankbar sein, dass ihm Sams Wohl wichtiger als als sein eigener Schmerz, seinen Hund zu verlieren.

    Leider haben viele keinen verantwortungsbewussten Vermittlungsverein an der Hand, der einen Hund nicht nur nach fast 5 Jahren "zurücknimmt", sondern sich auch um den Hund gut kümmert und ihm ein neues Zuhause sucht.

    Ich verstehe ehrlich gesagt weder den Sinn und Nutzen der Frage noch der Diskussion hier. Was soll damit erreicht werden? Wem nützt es etwas, wenn die DF-User feststellen, bis dahin ist ein "Hinten runter fallen" noch ok und ab da nicht mehr?

    Die Hundebesitzer hier in der DF-Bubble kümmern sich eh alle engagiert, manchmal sogar überengagiert, um ihre Hunde. Für sie ist eine solche Grenzziehung ohnehin überflüssig und unnötig.

    Diejenigen Hundehalter, die ihre Hunde vernachlässigen, aus welchen Gründen auch immer, lesen weder hier mit noch erreicht man sie mit Diskussionen wie dieser. Es mag viele Gründe geben, warum sie ihren Hunden das antun. Von Überforderung über Ahnungslosigkeit, Geldmangel oder schlichtweg Geiz bis hin zu Gleichgültigkeit und Grausamkeit - kaum etwas davon ist strafrechtlich relevant, so dass man es anzeigen könnte (verfilztes Fell, zu lange Krallen, keine Zahnkontrolle oder TA-Besuche zum Abchecken).

    Wenn man nicht einen solchen Hundehalter persönlich kennt, beruflich oder privat, und ihn darauf ansprechen kann, was heikel ist, weil nicht wenige Menschen bei Kritik total dichtmachen und abblocken ( sieht man auch im DF), kann man an der Vernachlässigung nichts ändern.

    Deshalb nochmal die Frage: was soll diese Frage und Diskussion bringen?

    Oder geht es primär um einen anderen Aspekt? Schuldzuweisungen an andere sind beliebt, Verallgemeinerungen auch. Die machen so schlimme Sachen, ich hingegen kümmere mich auch in der tiefsten Krise und total überfordert perfekt um meinen Hund ..... man fühlt sich in jeder Hinsicht gut und auf jeden Fall besser als andere. Sich emotional heftig über andere auszulassen mag befriedigend und ein Ventil sein, über das man mal wieder Dampf ablassen kann, aber es trägt nicht zur Lösung eines Problems bei.

    Auf die Frage, wie lange kann man einen Hund vernachlässigen und ab wann nicht mehr,gibt es meines Erachtens sowieso keine vernünftige und sachlich begründete Antwort.

    Habe heute den betterbone bekommen, in der mittleren Härte. Für mich sieht das Ding zähnezerbröselnd hart aus, aber ich kenne mich mit so Kauzeugs überhaupt nicht aus. Der Tageshund hat sowas noch nie gekriegt. Also Knochen, Kauzeugs, Holz oder Ähnliches.

    Seid ihr sicher, dass man das einem Hund gefahrlos geben kann, ohne anschliessend einen Termin beim Hundezahnarzt zu brauchen? :denker: Ich will nichts falsch machen.

    Sam kennt Pferdesehnen, die sind ja auch relativ hart, aber wahrscheinlich nicht so hart wie dieser betterbone.