Beiträge von Anton12

    Danke für eure Antwoten. Das macht alles Sinn. Dann läuft also wirklich einiges schief.

    Kann es sein, dass Balus Frust allgemein davon kommt, dass zu viel von ihm verlangt wird?

    Das Ganze fing schon damit an, dass als kleiner Welpe ein missratenes Boxentraining scheiterte. Er hat sich jaulend reingesteigert und eingepinkelt.

    Die Hundeschule musste auch schon frühzeitig abgebrochen werden, weil er einfach alles verbellt hat.

    Mit meinem inzwischen 4-jährigen Dalmatiner Django habe ich weder Boxen- noch Deckentraining gemacht. Deshalb war mir bis jetzt auch nicht klar, wie so etwas ablaufen soll. Eigentlich habe ich damals einfach Regeln aufgestellt und darauf geachtet, dass er sich daran hält. Aber vielleicht war er auch ein einfacherer Hund als Balu…

    Sie redet davon, dass es darum geht, "den längeren Atem" als der Hund zu haben. In gewisser Weise kann ich das ja nachvollziehen. Wenn es zB Dinge gibt, die mein Hund nicht darf, muss ich auch konsequent sein und kann nicht plötzlich nachgeben. Allerdings geht es ja beim Deckentraining scheinbar um Entspannung und nicht um "Grenzen setzen" - oder doch...? :thinking_face:

    Ich hänge diesen Beitrag mal hier an, weil es sich um den gleichen Hund handelt.

    Balu ist inzwischen seit einem Monat wieder bei meiner Schwester und sie will unbedingt mit ihm ein Deckentraining aufbauen. Da ich das mit meinem eigenen Hund nie gemacht habe, kann ich ihr nicht wirklich helfen und bin auch ein bisschen skeptisch, wie es momentan läuft.

    Balu hatte ja schon immer Mühe, wenige Sekunden auf etwas zu warten. Jetzt ist es so, dass er auf Kommando auf einer Decke bleiben soll - was er aber nicht will. Meine Schwester führt ihn dann teilweise stundenlang (!) immer wieder auf die Decke, ohne dass der Hund dabei entspannt. An Schlaf ist schon gar nicht zu denken. Ich halte dieses Vorgehen ehrlich gesagt für Quatsch, aber da ich das mit meinem Hund grundsätzlich nicht gemacht habe, weiss ich auch nicht, ob das tatsächlich der richtige Aufbau ist.

    Hat das Ganze auch wieder mit Balus allgemeinem Frust zu tun, dass er nicht auf der Decke liegen kann/will oder hat das keinen Zusammenhang? Was meint ihr? Und was meint ihr zu diesem Vorgehen beim Deckentraining?

    Und noch weil hier einige geschrieben haben "Hund vor dem Napf warten lassen ist unnötig" oder so:

    Ich rede nicht davon, dass die Hunde 1 Minute sitzen müssen, bevor sie fressen dürfen. Es geht einfach darum, dass die Schnauze nicht schon im Napf ist, bevor dieser auf dem Boden steht und im dümmsten Fall wird er mir noch aus der Hand geschlagen. Ich denke, so viel Frust sollte auch ein Welpe schon aushalten lernen.

    Und ganz generell: Das Leben von dem kleinen Mann ist ja gerade richtig auf den Kopf gestellt worden. Erst der Umzug zu deiner Schwester und kaum hat er sich da halbwegs eingelebt, muss er erneut umziehen und es ist wieder alles anders. Da könnt ihr natürlich überhaupt nichts für, das ist einfach sowohl für den Hund als auch für deine Schwester richtig blöd gelaufen, aber sowas erzeugt halt Stress und zehrt an den Nerven von so nem kleinen Hund.

    Das stimmt natürlich. Aber gerade deswegen wollte ich möglichst alles so beibehalten, wie es meine Schwester mit ihm schon angefangen hat. Einfach dieses sehr theatralische Hinwerfen hat mich stutzig gemacht. Aber wahrscheinlich war es ihm einfach zu viel. Ich will natürlich nicht zu streng mit ihm sein und habe wirklich auch viel Verständnis und Geduld mit ihm. Aber einfach alles schleifen lassen, in der Zeit, in der er bei mir ist, will ich halt auch nicht. Ist halt eine schwierige Gratwanderung.

    Hallo liebes Forum

    Seit einer Woche passe ich auf den 4-monatigen Labrador-Welpen meiner Schwester auf, die notfallmässig im Krankenhaus liegt (nichts Schlimmes, aber sie muss noch ein paar Tage bleiben). Sie hat mir schon gesagt, dass der kleine Balu ein bisschen «frustig» ist manchmal, aber ich frage mich jetzt, ob sein Verhalten noch andere Gründe haben könnte.

    Bevor ich ihn an seinen Futternapf lasse, muss er kurz warten, bevor ich das Futter freigebe (so übt das auch meine Schwester mit ihm). Auch mein grosser Hund muss das tun, also passt das soweit. Aber Balu versteht das (noch) nicht. Als er heute dann wieder komplett aufgedreht hat vor dem Napf, habe ich ihn kurz weggestupst. Da hat er mich erst verdutzt angeschaut und sich dann theatralisch auf den Boden geworfen, gestrampelt und gejault. Also, Schmerzen kann er von dem leichten Stupser (es war mehr ein schnelles Wegschieben) eigentlich nicht haben.

    Ist das einfach Welpenverhalten und er muss zuerst noch Frust lernen oder steckt da noch etwas anderes dahinter?

    Für alle, die's interessiert, hier mal ein kurzes Update über die Situation: Nachdem Django von meiner Partnerin nun mehrere Tage wirklich komplett ignoriert wurde, hat sich sein Verhalten ihr gegenüber merklich geändert. Die ersten 2 Tage musste ich ihn noch vom "in den Weg stellen" abhalten, danach hat er es nicht mehr gemacht. Und heute hat er sich ihr zum ersten Mal neugierig angenähert und wollte ihre Aufmerksamkeit. Vielleicht war sie ihm zu Beginn einfach zu aufdringlich, obwohl ich das eigentlich nicht so empfunden habe (aber das muss ja der Hund selbst beurteilen :winking_face:)

    Läuft er deiner Freundin auch hinterher, wenn sie sich allein in der Wohnun bewegt, zb auf Toilette geht?

    Nein, das tut er nicht. Wenn sie sich ausserhalb von mir bewegt, interessiert er sich nicht für sie. Das "in den Weg stellen" kommt eigentlich immer dann vor, wenn alle schon in Bewegung sind (in der Küche, im Gang, beim Spazieren)

    Den letzten Satz musst du mir erklären. Du fängst an mit sonst zeigt er das Verhalten nicht und dann aber bei dir und beim Spazierengehen passiert es doch. Er sagt ihr ja auch ganz deutlich, was sie bei euch zu Hause zu tun hat und was nicht. und dir scheinbar auch, so wie ich das verstehe

    Sorry, war vielleicht missverständlich formuliert. Wenn wir BEI IHR zuhause sind, schränkt er niemanden ein. Er schränkt meine Freundin in MEINER Wohnung ein und teilweise beim Spazieren. Mich schränkt er nirgends ein. Ich werde ihn nun proaktiv wegbeordern, bevor er überhaupt in den Weg stehen kann (das sollte gut klappen) und ihr sagen, sie soll ihn einfach mal gar nicht beachten und nicht versuchen zu interagieren, da er das ja anscheinend nicht möchte.

    Danke schonmal für die Inputs.

    Django ist 3 Jahre alt und hat ein eher gemütliches Temperament. Mit „aggressivem Verhalten“ meinte ich nicht beissen oder aktives Angehen, sondern zB Knurren oder Anbellen (macht er alles nicht). Er kann auch ruhig neben uns liegen.

    Vorhin hat sie ihm jetzt mal Futter aus der Hand gegeben, das er genommen hat.

    Territorial ist er eigentlich nicht. Besuch geht er lieber aus dem Weg. Deswegen bin ich mir auch nicht sicher, ob meine Partnerin sich mehr oder weniger mit ihm beschäftigen soll.

    Wenn wir bei ihr in der Wohnung sind, zeigt er das Verhalten nicht (mit Weg versperren). Nur bei mir oder beim Spazieren.