Beiträge von Anton12

    Ich würde halt gerne einfach besser verstehen, was in dem Moment genau in seinem Kopf vorgeht. Also, dass es ihn stresst, ist klar. Aber hat er Angst? Ist er genervt? Ist es einfach Frust, weil er nicht bekommt, was er will? Glaubt er, man will ihm etwas Böses? Manchmal frage ich mich schon, wie so sein innerer Monolog den ganzen Tag aussieht bzw. was er jeweils mit seinem Bellen/Jaulen mitteilen will. Ist es ein Hilferuf à la "Lasst mich alle in Ruhe"? Aber wieso macht er es dann auch seinem Spielzeug gegenüber?

    Würde er zu irgendeinem Zeitpunkt da Leckerli nehmen?

    Probiert habe ich das noch nie, kann es mir aber irgendwie nicht vorstellen. Muss ich mal testen.

    wildsurf Geschirr anziehen ist halt auch schon eine riesige Herausforderung. Aber wenn er es dann mal anhat, stört es ihn zum Glück nicht mehr.

    wildsurf Ja, er trägt ein Halsband. Ich versuche, sein Verhalten möglichst so zu erklären, dass man es sich vorstellen kann: Sobald die Leine dran ist, fängt er nervös an herumzutänzeln und wirft den Kopf hin und her, schüttelt sich. Ich habe schon mal den Vergleich mit einem scheuenden Pferd gemacht. Das trifft es ziemlich gut. Wenn er dann merkt, dass das nichts bringt, fängt er an zu zerren, bellen/jaulen, je nachdem... Auch schon hat er sich hingeworfen und gestrampelt.

    Dieses Verhalten zeigt er eigentlich immer, wenn ihn etwas frustet, er etwas nicht will oder er überfordert ist mit etwas - einfach dann, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorgestellt hat. Kann ihm dann aber auch mit einem Spielzeug passieren, muss also nicht zwingend mit dem Menschen zu tun haben.

    Nur in Interaktionen mit meinem anderen Hund zeigt er das Verhalten komischerweise nicht. Also, da scheint ihn offenbar nichts zu stören, obwohl Django ihn manchmal auch zurückweist.

    kannst du ihn denn laufen lassen? Hört er auf Rückruf?

    Grundsätzlich hört er, wenn ich ihn rufe, aber das ist natürlich nicht draussen getestet und würde sicher auch nicht 100% funktionieren. Von daher muss irgendeine Form von Leine dran.

    Pack ihn lieber mit Geschirr und Gurtbandadapter auf der Rückbank fest.

    Danke für die Idee. Wenn ich mir jetzt aber vorstelle, das Nervenbündel im Auto mit Geschirr und Gurtbandadapter zu konfrontieren, bin ich ehrlich gesagt skeptisch. Ich denke mal darüber nach.

    Sunshinelady An eine Flexileine hatte ich noch gar nicht gedacht :thinking_face:. Vielleicht für den Beginn keine schlechte Idee. Halten kann ich ihn bis jetzt eigentlich noch gut. Er ist ja auch noch nicht sooo gross und schwer. Aber ich will ja eben keinen ständigen Ringkampf mit ihm führen.

    Cave Canem Meine Schwester ist momentan in keiner guten Verfassung. Sie hat das Gefühl, versagt zu haben und redet davon, einem Hund nicht gewachsen zu sein. Aber das glaube ich nicht. Sie kann zum Beispiel sehr gut mit meinem Django umgehen und ich denke auch, dass ihr das mit Balu gelingen wird, wenn erst mal alles ruhiger ist. Ich möchte eigentlich schon, dass sie ihn irgendwann wieder nehmen kann. Ich glaube, das wirkliche Problem für sie hat angefangen, als sie mit Balu die Welpenschule abbrechen musste, weil er alles verbellt hat und von diesem Moment an, war alles nur noch Stress für sie. Dabei war das ja eigentlich kein Unglück, dass der kleine Hund in dem Moment halt einfach die Kapazität (noch) nicht hatte - aber sie hat es dann direkt auf sich bezogen.

    Ich werde jetzt einfach mal gar nichts mit ihm machen, damit er ein bisschen runterfahren kann.

    Ein grosses Thema ist einfach die Leine. So lange es damit nicht geht, kann ich ja kaum mit ihm raus (ausser Garten). Und da die Autobox auch ein Problem ist, ist das Rausfahren in die Pampa und dort laufen lassen halt auch wieder Stress.

    Ich frage mich deshalb, wie ich irgendwann die Leine positiv aufbauen soll. Meine einzige Erfahrung ist mein grosser Hund, mit dem ich es als Welpe geübt habe. Dort war aber das Thema eher, dass er die Leine als Spielzeug gesehen hat und ich ihm das abgewöhnen musste. Balu dagegen schüttelt sich und zerrt, sobald die Leine dran ist - also Flucht- und Stressverhalten, nicht Spielverhalten.

    Ich muss jetzt mal ein bisschen meine Schwester in Schutz nehmen. Sie ist etwas perfektionistisch und wollte einfach alles richtig machen. Sie hat viel gelesen über „Ruhezonen“ und „Energie managen“ etc. Wenn ich damals, als mein Hund klein war, auch so viel gelesen hätte, hätte ich bestimmt auch vieles falsch gemacht. Hinzu kommt, dass mein Django wahrscheinlich einfach ein Glücksfall war.

    Das abgetrennte Zimmer benutze ich eigentlich nur, wenn ich meinen Hund allein zu Hause lasse oder wenn Handwerker im Haus sind. Balu hat das aber natürlich noch nicht so verknüpft und er legt sich höchstens mal hin, wenn ich mich auch hinsetze.

    Wobei knurrt und schnappt er?

    Bei mir hat er bis jetzt weder das eine, noch das andere getan. Es passierte wohl im Zusammenhang mit dem Deckentraining und dem Anleinen. Leine findet er grundsätzlich doof, deshalb war ich mit ihm die letzten Tage fast ausschliesslich im gesicherten Garten ohne Leine.

    Kennt er die Box?

    Box mag er leider überhaupt nicht. Das wurde ja zu Beginn sehr unglücklich aufgebaut. Wenn er zB die Autobox nur schon von weitem sieht, fängt er hektisch an, herumzutrippeln (wie ein Pferd, das scheut). Ich habe aber einen separaten Raum für die Hunde, den ich mit einem Gitter schliessen kann. Wenn Django sich dann aber dort ablegen will, während Balu hektisch darin herum läuft, ist das halt nicht so ideal. Vielleicht sollte ich die Hunde in diesem Fall trennen (?).

    Die Frage ist vor allem: willst du den Hund übernehmen?

    Ich habe es eigentlich nicht vor, aber diese Antwort ist noch nicht definitiv.

    Die Sache mit Balu ist nun leider komplett eskaliert und er hat angefangen, zu knurren und zu schnappen (bis jetzt zum Glück nur ins Leere). Die Tipps und Anwendungen der Trainerin scheinen alles vorübergehend noch schlimmer gemacht zu haben. Lange Rede, kurzer Sinn - meine Schwester hat jetzt Angst vor ihm und deshalb ist er (vorübergehend) wieder bei mir eingezogen.

    Mit meinem Dalmatiner versteht er sich soweit gut, da gibt es glücklicherweise keine Probleme. Aber sein grundsätzliches Verhalten ist momentan einfach sehr bedenklich. Er kommt nicht zur Ruhe, winselt und bellt viel. Gestern habe ich folgende Szene beobachtet: Er hat sich mit einem Spielzeug beschäftigt, ist dabei immer wilder geworden, ist irgendwann jaulend davor gestanden und hat sich anschliessend hingeworfen und wild mit den Pfoten gestrampelt. Das gleiche Verhalten habe ich ja schon vor ein paar Monaten beobachtet, als er nicht gleich sein Fressen bekam.

    Was meint ihr: Soll ich jetzt einfach mal gar nichts mit ihm machen, ausser regelmässig raus gehen? Soll ich noch mal einen anderen Trainer kontaktieren? Wäre es besser, wenn er so schnell wie möglich wieder zu meiner Schwester kann oder soll sich die Situation zuerst ein paar Wochen beruhigen?

    Ich schätze ihn überhaupt nicht gefährlich ein. Ich glaube, er ist einfach überfordert. Aber inzwischen ist er ja 6 Monate alt und wir können mit ihm ja nicht noch mal "von vorne" beginnen und mit ihm ein Welpenprogramm starten. Also, ich weiss gerade nicht so genau, wo man ansetzen müsste.

    Gewalt fängt oft da an, wo wissen aufhört, und das sehr subtil

    Ok, also Gewalt will hier niemand anwenden und es soll auch nicht soweit kommen. Oder welche Art von Gewalt meinst du?

    In den 2 Wochen, in denen Balu bei mir war, habe ich aber schon auch gemerkt, dass bei ihm Dinge sehr schnell eskalieren (Geschirr anziehen, Warten bis der Napf auf dem Boden steht, Pfoten abwischen beim Reinkommen). Also, es wirkte einfach so, als wäre alles sofort zu viel. Ich habe dann meistens eher ein Auge zugedrückt, weil ich ihn nicht überfordern wollte und meine Schwester versucht es jetzt auf ihre Art.

    Weil jemand vorher schon mal darauf hingewiesen hat - gesundheitlich ist gemäss TA alles in Ordnung mit ihm.

    Trainerin ist jetzt auf jeden Fall schon angeschrieben. Mal sehen, wo sie den Fokus setzt.

    Finchen_1989 Da hast du glaube ich etwas falsch verstanden. Ich sitze nicht in der Ferne und verurteile meine Schwester - im Gegenteil. Ich möchte sie unterstützen. Merke aber, dass ich selbst zu wenig Ahnung habe, da ich selbst Ersthundehalter bin und nicht immer von mir auf andere schliessen will.

    Ich werde eure Antworten auch mit ihr besprechen und versuchen, zu helfen.