Beiträge von Sunshinelady

    Ich frage mich halt, wie lange Lassie das auf ein Hundeleben gerechnet leisten kann. Ich kenne viele, die super zufrieden sind, wenig zahlen und viel einreichen. Auch viele, die mit älteren Hunden genommen wurden. Während in meinem Umfeld viele von traditionellen, gut bewerteten Versicherungen gekündigt wurden.

    Ich hatte mit Lassie geliebäugelt, aber mein neuer Hund ist jung. Wenn es halbwegs gut läuft brauche ich die Leistungen in 10 Jahren, nicht jetzt. Wird Lassie dann noch da sein und das leisten können?

    Pointer sind Arbeitsmaschinen für die Jagd. Da würde ich die Finger von lassen.

    Ich habe tatsächlich erst einen kennengelernt, vor mittlerweile mehr als 20 Jahren. Jagdlich wurde der nicht geführt, aber es war ein sehr freundlicher Familienhund, der auch "nur" durch Sport ausgelastet wurde.

    Die Sache ist - du findest in jeder einzelnen Rasse mindestens einzelne Vertreter, die glücklich und völlig unkompliziert als Familienhunde leben. Und dann gibts natürlich auch bei jeder Rasse Menschen, die mit ganz speziellen Hund richtig gut können.

    Aber einen Rassehund kauft man ja, um seine Chance auf einen passenden Hund so hoch wie möglich zu halten. Nicht in der Hoffnung, einen möglichst rasseuntypischen Vertreter zu bekommen, der dann zu einem passt.

    Wenn ich mich recht erinnere erfüllt der Kooiker nicht unbedingt immer die großen Hoffnungen, die an diese Rasse geknüpft sind. Die Halter, die ich persönlich kenne, sind aber sehr zufrieden. Für mich sind die halt am untersten Rand von "mittelgroß". Für die sportlichen Ambitionen könnte das aber deutlich vorteilhafter sein. Meine Tierärztin ist von der Gesundheit der Rasse positiv begeistert.

    Bei den spanischen Wasserhunden kenne ich genau einen, der ist eine absolute Vollkatastrophe. Was aber nicht zwingend am Hund liegen muss:hust:

    Im Endeffekt heißt es wieder kennenlernen... Golden Retriever, Labrador, Eurasier und Collie sind in der Theorie alle passend, ob man im echten Leben diesen Typ Hund mag ist aber wieder eine andere Frage.

    Ich kenne alle als tolle Familienhunde mit kleinen Kindern - in den passenden Händen. Bei den Retrievern muss man immer bedenken, dass sich die richtigen Showlinien aus guter Zucht deutlich besser als Familienhunde eignen. Bei beiden Rassen finden sich durch die Beliebtheit ganz viele furchtbare Hunde im Angebot. Die Showlinien sind breiter und schwerer, das gefällt vielen (verständlicherweise) nicht so gut. Sie sind vom Charakter her, gut gezüchtet, aber um Welten angenehmer. Natürlich haben Arbeitslinie und Dual Purpose Hunde auch absolut ihre Daseinsberechtigung und sind für die Menschen, die mit ihnen arbeiten wollen, die bessere Wahl. Aber das sucht ihr ja nicht. Abstand nehmen muss man auch auf jeden Fall von Varianten in "besonderen" Farben - die kommen aber beim seriösen Verbandszüchter eh nicht vor. Persönlich ziehe ich Golden Retriever vor, aber vielen geht es genau anders herum...

    Ob man einen Spitz oder Hütehund will muss man einfach selbst "fühlen". Für mich sind beides Hundetypen, die man einfach mögen und "können" muss um mit ihnen glücklich zu werden, auch wenn beide Rassen die "light" Variante sind.

    Ich weiß . Aber du / ihr wisst auch, was ein Hund für einen für eine Bedeutung hat. Es ist unglaublich schwer nicht daran zu denken was ist wenn...wenn man so eine Sache völlig aus dem Nichts vor den Latz geknallt kriegt. Bis zu der Zahngeschichte vor vier Tagen dachte ich, hätte ich einen völlig unauffälligen und gesunden Hund :loudly_crying_face:

    Ich weiß:streichel: Und es tut mir auch sehr leid.

    Aber nach vielen Jahren mit mehreren Hunden kann ich nur sagen, manchmal leben Todgesagte länger und der ganze Stress, den man sich macht hilft eh nichts. Das heißt nicht, dass ich es immer besser mache...

    Sieh es so: Dieser zufällige Ultraschall gibt euch die beste Chance. Du hast alles getan und für den Moment geht es deinem Hund gut.

    Im Endeffekt ist alles möglich. Von gutartig bis bösartig. Und wenn es bösartig ist, könntet ihr trotz allem Glück gehabt haben. Oder nicht. Und selbst dann sind verschiedene Ausgänge möglich, von wenig guter Zeit, bis viel guter Zeit.

    Ich verstehe deine Sorge und weiß, dass es nicht leicht ist, die Gedanken beiseite zu schieben. Allerdings ist jeder Tag, den du jetzt trauerst, ein für euch verlorener Tag.

    Die Hündin eines Freundes hatte mehrere gutartige Knoten in der Milz, allerdings war da von vorne herein für die behandelnde Tierärztin klar, dass die Optik nicht zum gefürchteten Hämangiosarkom passt.

    Kann man deinen Hund zum social butterfly machen, der freudig auf fremde Menschen zugeht oder sich von allen streicheln lässt? Nein.

    Kann man deinem Hund beibringen sich neutral zu verhalten, wenn Menschen ihn in Ruhe lassen und ein gewisses Maß an Interaktion (Blicke, ansprechen) zu tolerieren? Sehr wahrscheinlich. Verbellen im Haus werdet ihr auch trainieren können, aber es wird wahrscheinlich notwendig bleiben den Hund bei neuem Besuch zu separieren und/oder Besucher sorgfältig zu instruieren.

    Insgesamt kannst du deinen Hund deutlich handlebarer bekommen. Aber dir muss bewusst sein, dass es eben Grenzen gibt. Das hat auch nicht zwingend was mit fehlgeschlagener Sozialisierung zu tun, genug Hunde mögen Interaktionen mit Fremden nicht und Tierschutzhunde aus Osteuropa sind dafür jetzt nicht unbedingt unbekannt|) Das liegt nicht zwingend an Vorerfahrungen sondern auch an der Genetik. Da hat man bei den Südländern wesentlich bessere Karten (aber natürlich auch keine Garantie).