Beiträge von Sunshinelady

    Dabei werden sie doch immer hübscher. So gar keinen finde ich schon ungewöhnlich, zumindest ein paar bringt man doch immer im Bekanntenkreis unter.

    Bekannte hatten einen Ups-Wurf ihrer Straßenhunde, große Elterntiere, keine besondere Optik. Kamen alle problemlos unter. Leider nicht allzu gut, die sind jetzt ein Jahr alt und ein Hund, bei dem klar wurde, dass die Käuferin nicht gut klar kommt, ist jetzt trotz Angebot auf Rücknahme verschwunden.

    Mich hatte es damals gewundert, dass man die so gut los wird. Es sind auch keine einfachen Elterntiere und es war ebenfalls ein großer Wurf.

    Was wieder zeigt warum es eben doch Sinn macht Straßenhunde zu kastrieren, auch wenn es ein zwiespältiges Thema ist. Meine Nachbarn denken auch schon drüber nach mit ihrer Hündin zu vermehren. Der Rüde ist schon gefunden. Ein Doodle mit grauenhaftem Körperbau und Charakter. Niemand braucht mehr dieser Hunde.

    Heute, später Nachmittag, 19 Grad, Schatten, wurde ich gefragt, warum ich meine Hunde im Auto lassen würde, ob das nicht riskant wäre.

    Es ging um 30min, im Anschluss an einen Gassigang, von jemandem, der im tiermedizinischen Bereich arbeitet und Tierschutz betreibt. Meine Antwort, dass das kein Thema ist, wurde zwar hingenommen, aber es zeigt, wie viele das Thema Hund im Auto aufwühlt.

    Bin privatversichert und sehe entsprechend meine eigenen Rechnungen - das ist wirklich günstiger als in der Veterinärmedizin. Hatte dieses Jahr leider viele eigene Rechnungen, meine Hunde haben eh stets viele Rechnungen - also kann ich ganz gut vergleichen. Im Endeffekt haben meine Hunde aber auch die besseren Behandlungen. Wesentlich besser, wesentlich schneller.

    Auf der anderen Seite trifft man halt auch Entscheidungen. Zähne machen lassen beim Zahntierarzt? 2000€. Zähne machen lassen in der Tierklinik? 1200€. Zähne machen lassen beim Haustierarzt? 500€. Zähne machen lassen wie eine Vereinskollegin beim Waldwiesentierarzt OHNE Narkoseüberwachung, OHNE Intubation? Unter 100€.

    Würde ich halt nicht wollen.

    Im Endeffekt wird dir keiner sagen können ob es geht oder nicht. Testen mit dem eigenen Hund ist nicht. Also musst du dir andere Optionen überlegen. Hundesitting wäre ein Einstieg. Ich sitte jedes Jahr Hunde ohne je danach gefragt oder das angeboten zu haben, der Bedarf ist groß. Und du hast den Vorteil, dass diese Hunde ja meist schon "fertig" erzogen sind, klar benehmen sich viele wo anders dann doch nochmal ganz anders, aber es ist ne andere Hausnummer als ein Hund frisch aus dem Tierschutz.

    Wenn das klappt wäre der nächste Schritt für mich persönlich Pflegestelle mit Übernahmeoption zu werden oder einfach generell eine Probezeit zu vereinbaren.

    Im Endeffekt sind deine Anforderungen so natürlich unrealistisch, aber nur die Realität wird zeigen ob du dann bereit und in der Lage bist auch mehr zu leisten, als du hier gerade angibst.

    Ich habe in meinem Umfeld viele Menschen mit psychischen Problemen und Hund, bei denen das gut klappt und die Lebensqualität verbessert. Aber die sind alle durchaus im Alltag leistungsfähig, auch unabhängig vom Hund.