Beiträge von Nala2007

    Ich finds ok, sich einen Hund aus dem Ausland zu kaufen, und das Geld geht ja an eine Orga, wenn es eine gute ist, dann auch in deren Arbeit, alles gut. Aber in erster Linie hat man sich einen Hund gekauft, nichts anderes.

    Natürlich. Wir wollten einen Hund und haben uns relativ schnell auf einen Rumänen festgelegt, weil wir schon dort waren und das Land - trotz allem - mögen. Züchter ist für mich noch nie in Frage gekommen.

    Limetti, ich möchte keine Katzen mehr halten, aber wenn, dann wäre es selbstverständlich eine aus dem Tierheim.

    Im Prinzip denke ich, dass unsere Meinungen gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Ich weiß dass kein von unserer Orga vermittelter Hund in einem deutschen Tierheim landen würde wenn seine neuen Halter überfordert wären. Er käme dann zurück auf eine der Pflegestellen des Vereins. Ich gehe davon aus, dass die meisten renommierten Vereine seriös arbeiten und das Wohl der Tiere im Blick haben. UND EBEN AUCH VOR ORT HELFEN. Unser Verein unterstützt einen lokalen Shelter. Auch wir haben schon gespendet, wollt ihr die Quittung sehen? :face_with_rolling_eyes:

    Ich denke, es geht da um verschiedene „Zielgruppen“. Es gibt unbestreitbar viele Hunde, denen die Verbringung in Familien sehr hilft. Und es gibt Hunde, für die ein vernünftiger Shelter im Heimatland super ware. Und es gibt Hunde, für die ist das Leben auf der Straße gut.


    Wir hatten mal einen Transport im TH, gedacht zur Weitervermittlung, da war ein Rüde dabei, der drei Jahre(!) gebraucht hat, bis er sich von seiner täglich anwesenden Bezugsperson stressfrei hat das Geschirr anziehen lassen.

    Andere Menschen? Panik. Tierarzt? Nur sediert. Gassi mit Fremdmenschenbegegnung? Zitternde Flucht ins Gebüsch. Ob dem jetzt geholfen war? Ich wage es zu bezweifeln.

    Auslandstierschutz ist nicht per se überflüssig oder nutzlos, aber man muss sehr darauf achten, dass man im Sinne des jeweiligen Tiers handelt. Und da ist manchmal „kastrieren, Ohrmarke dran und wieder raus“ besser als das andere.

    Das sehe ich durchaus genauso, und eine vernünftige Orga betreibt ja eben auch Tierschutz vor Ort in Form von Kastrationen und Unterstützung für lokale Shelter und Tierschützer.

    Unser Verein, von dem wir Luna haben, und auch ProDogRomania bringen mMn nur Hunde nach D die gut vermittelbar sind, also keine Hunde, für die das Leben in D ein Alptraum wäre. Ich traue diesen Orgas einfach zu, das beurteilen zu können. (Meine persönliche Erfahrung mit PDR war jetzt nicht so dolle, da ging es aber eher um die Art und Weise der Kommunikation, als ich Interesse an einer Hündin bekundete. Wir waren zu dem Zeitpunkt in Rumänien und ich hatte gehofft, sie in Baile besuchen zu können, da wurde mir unterstellt, ich würde sie am Verein vorbei aus dem Land schmuggeln wollen... okay...!).PDR begründet irgendwo auch, warum sie nicht "alle" Hunde nach D bringen, also eigentlich ganz im Sinne der Diskussion hier.

    Angenommen euer Hund verträgt bisher alles, füttert ihr dann verschiedene Proteinquellen oder gibts immer die gleichen? Hebt ihr euch bestimmte Sorten auf, falls ihr doch mal eine Ausschlussdiät machen müsst? Ein Familienmitglied predigt schon seit Jahren, dass sie nie mehr alles durcheinander füttern würde, weil ihre Hündin davon eine IBD bekommen hat. Nun hat der Hund gestern einen Hirsch"knochen" und Lammkopfhaut geschenkt bekommen. Und ich struggel, ob ich das gebe oder nicht.

    Von 12 Hunden haben hier 10 alles vertragen und auch immer alles bekommen. Im Gegenteil, ich füttere gerne so bunt gemischt wie möglich. Hatte nie negative Folgen. Macht doch auch mehr Spaß so. Allen Beteiligten.

    Ich stelle mir die Frage auch manchmal, gerade weil ich gern Überraschungsboxen kaufe und da ist ja immer verschiedenes Futter drin. Luna frisst eigentlich mit großer Begeisterung einfach alles und ist nicht im geringsten wählerisch... und sie hat sich noch nie übergeben, seit wir sie haben und hatte auch noch nie richtig Durchfall... höchstens ganz wenige Male einmalig etwas matschigen Kot (einmal war es zu viel Käse). Ich hoffe, dass das so bleibt. Macht das Leben einfacher und bunter.

    Nochmal: es GIBT nicht nur den klassischen happy Straßenhund. Es gibt zahllose ausgesetzte, kleine, kranke, alte Hunde. Entsorgte Welpen. Die überlässt man also einfach ihrem Schicksal??? Und selbst unter den eigentlichen, verwilderten Straßenhunden gibt es viele, die unglaublich zutraulich und menschenbezogen sind - vermutlich weil sie irgendwann mal ein Heim hatten und doch menschengeprägt sind. Oder geschnallt haben dass Menschen=Wärme und Futter. Die Argumente hier finde ich sehr, sehr einseitig.

    Ich möchte nur kurz einwerfen, dass ich den Strangtitel falsch verstanden hatte. Ich habe meinem Mann ganz entsetzt erzählt, dass hier jemand einen Rucksack für seinen Chihuahua kaufen möchte (also den der Chi tragen soll...).

    :see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey:

    Ist jetzt aber auch gar nicht soo abwegig, gibt ja auch für größere Hunde Rucksäcke die diese tragen bei längeren Wanderungen zB. Ich würde meine Mädels dann halt nur ihre Kotbeutel etc tragen lassen:beaming_face_with_smiling_eyes:

    Ja, das habe ich neulich bei einem größeren Hund gesehen, deshalb die Fehlinterpretation. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ich glaube, Limetti hat den "Pflegestellenversager" falsch interpretiert.

    Nein, denn ich betrachte den Auslandshund nicht als: Ach probier ichs mal, und wenns nicht klappt, schieb ich ihn halt mal weiter. Und konkret schrieb ich:

    so kann mans natürlich auch interpretieren, wenn ein Hund dann erst mal in Anfängerhände kommt, dort rumgestöpselt und versaut wird und dann, oh, ich bin ein Pflegestellenversager, aber macht ja nichts, ist ja kein Lebewesen, so ein Hund, den man sich im Internetshopping gekauft hat. Schlimm, diese Entwicklung, wirklich schlimm.

    Wer diesen Satz nicht versteht, naja, dem kann ich auch nicht helfen.

    Pflegestellenversager bedeutet, dass man den Hund behält, nicht dass man in der Betreuung versagt hat.

    Aber die Verteufelung des Auslandstierschutzes finde ich nicht gut.

    Das passiert hier ja auch nicht.

    Was ich "verteufeln" würde, ist, Hundeanfängern Direktimporte, ausgesucht nach einem Foto, in die Hand zu drücken. Das hat mit Tierschutz einfach nichts zu tun.

    Vielleicht überschneiden sich hier meine Eindrücke von verschiedenen Strängen, das ist möglich.