Beiträge von yane

    Hi,

    für Labbi-Pudel-Mischlinge gibt es keine Züchter.
    Zumal das mit den "Hypoallergenen Eigenschaften" bei dieser Mischung Humbug ist. Wird gern von den Produzenten/Vermehrern dieser Mischlinge hervorgehoben um damit unbedarfte Käufer anzulocken. Ende vom Lied ist, dass dann das Gejammer gross ist, wenn man feststellen muss, dass man eben doch auf den Hund allergisch reagiert. In einem der Pudelforen hat erst vor kurzem eine Frau um Rat gefragt, der genau das passiert ist. Von einem Labbi-Pudel-Mix-Vermehrer darüber im wahrsten Sinne des Wortes belogen worden von wegen "absolut für jeden Allergiker geeignet, brauche man auch nicht auszutesten usw.". Tja und jetzt ist das Hundi da, Familie liebt Hundi bereits über alles, aber der auf Hunde allergisch reagierende Sohn reagiert halt auch auf diesen Hund. Geheul gross, weil ganz offensichtlich Hund nicht bleiben kann. Zumindest nicht, wenn sich die Situation nicht ändert. Tja und der ach so verantwortungsvolle Vermehrer schweigt sich dazu aus.

    Ach ja, und die Aussage mancher dieser Vermehrer, dass sich ja nur die besten Eigenschaften der Ausgangsrassen weitervererben, stimmt logischerweise auch nicht. Was jedem, der sich etwas mit Genetik, Vererbungslehre, Verhalten usw. beschäftigt hat, auch sofort klar ist.


    Und warum sollte ein Pudel nicht am Pferd mitlaufen oder Agi machen können?
    Mal davon abgesehen muss man immer jeden Hund individuell austesten. Und dann ist es auch nicht gesagt, dass man nicht doch nach einiger Zeit auf eben diesen Hund reagiert. Darüber sollte man sich immer im Klaren sein.

    Viele Grüße
    Cindy

    Eine Kastration ist laut Tierschutzgesetz auch ohne medizinische Indikation erlaubt. Steht sogar explizit drin.

    Zur Frage der Threaderstellerin:
    Die TÄ der Züchterin einer meiner Hündinnen weigert sich kategorisch Hunde unter 2-3 Jahren zu kastrierten .... Kommentar "Kinder kastriere ich nicht".

    Zum "Wann ist der beste Zeitpunkt" gibt es alle möglichen Meinungen. Von "gar nicht, wenn nicht absolut notwendig" bis "möglichst noch beim Züchter" (die Amis spinnen mal wieder, aber wie das so ist, wird dieser Trend in ein paar Jahren auch bei uns aufkommen).
    Da muss jeder für sich selbst wissen und entscheiden, was er macht und was er mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

    BTW, in unserer Gegend wohnen auch Rüden. Trotzdem musste ich bisher keine Hündin einsperren. Und noch ein BTW - wir waren am vergangenen Wochenende auf einem Agi-Turnier - 3 läufige Hündinnen, 2 Tage Turnier, keine Probleme ..... Nur mal so zum drüber nachdenken.

    Ich würde Hund noch beibringen, auch aktiv im Stand in die GS zu kommen. Aber ansonsten trainiere ich mit meinen Hunden ziemlich ähnlich. Wobei ich persönlich weniger "mitlaufen mit Anschauen" clickere, was nicht heisst, dass ich das gar nicht mache. Kommt in dem Fall auf den Hund an.

    Irgendwo ist hier auch ein Video von Klein Wusch beim Fußlaufen zu finden.

    Zitat

    Ich glaube Cindy (Yane) geht es darum, dass sie im "normalen" Leben ihre Hunde nicht "Fuß" laufen lässt, da sie auf einem normalen Spaziergang von A nach B nunmal 3 Hunde an der Leine hat.

    ganz genau. Wenn das Thema "Alltagstauglichkeit" aufkommt, dann meine ich damit nicht Training während des Spaziergangs. Sondern tatsächliche und reale Alltagstauglichkeit ausserhalb jeglicher Trainingssituation. Und da konnte mir noch niemand zweifelsfrei erklären, wie ich es schaffen könnte, mit 3 Hunden prüfungsmässig "Fuß" zu laufen.

    BieBoss

    ich darf doch ;)

    >>>>
    "1. mir macht es Spaß mit dem Hund auf dem Platz zu arbeiten und ein "Ziel" zu haben, worauf ich hinarbeite
    <<<<

    Mir macht es Spass, mit meinen Hunden zu trainieren, deshalb bin ich mir doch im Klaren, was Alltagstauglich und was reines "Kunststückchen abspulen" ist.

    >>>>
    2. bringt es mir und dem Hund sehr viel, denn das Gehorsam, was ich sehr wichtig auch im Alltag finde, wird gefestigt und verbessert
    <<<<

    Was hat BH-Prüfung mit Alltagsgehorsam zu tun? Der Zusammenhang entzieht sich mir immer noch. Ich kenne Hunde, die eine 60 Punkte BH laufen, die über 300 Punkte im Obedience erreichen und trotzdem im Alltag an der Leine ziehen, bei einem vorbeirennenden Reh mit tauben Ohren hinterherjagen usw. Und ich kenne Hunde, die erst im 4. Anlauf die BH geschafft haben und das auch nur mit 3 zugedrückten Augen von Seiten des Richters, die bei besagtem Reh auf den ersten Ruf sofort umdrehten.

    Welcher Hund steht besser im Gehorsam? - der, der ne 60 Punkte BH läuft, aber Wild hinterherjagt, ohne sich noch um den HF zu kümmern, oder der, der zwar sang- und klanglos durch die BH gerasselt ist, sich aber problemlos von jagendem Wild abrufen lässt (als Jagdhund).
    ?

    Zitat


    3. die Bindung zwischen Frauchen und Hund wird gestärkt, denn gegenseitiges Vertrauen ist wichtig

    Dazu braucht es keine BH.


    Zitat

    4. mag ich das Vereinsleben und bin gern auf dem Platz, weil ich die Leute dort mag

    ok, das kann ich nachvollziehen. Bin auch eher ein Vereinsmensch.


    Zitat

    5. Abwechslung für den Hund, und nach der BH stehen einem alle Möglichkeiten der weiteren Hundeausbildung offen. Ob in Richtung Aglity, Schutzdienst, Obedience etc. "

    In anderen Ländern braucht es dazu keine BH. Und die Hunde zerfleischen sich bei Prüfungen auch nicht gegenseitig.

    Zitat

    6. weil es evtl. später mal leichter ist, eine Wohnung zu kriegen, wenn ich dem Vermieter nachweise, daß mit dem Hund gearbeitet wird und er sich benehmen kann. Ob der Hund dann immer noch korrekt Fuß läuft und mit den Augen an mir klebt, ist dem Vermieter sicherlich wurscht!

    da kann ich nicht mitreden. Hatte bisher noch nie das Bedürfnis, evtuellen Vermietern einen BH-Nachweis unter die Nase zu halten. Entweder sie akzeptierten Hund oder nicht. Dann wurde ne andere Wohnung gesucht. Und inzwischen hat sich das ja wieder erledigt.


    Zitat

    7. weil ich der Meinung bin und anderen Leuten das auch gerne zeige, daß man mit kleinen Hunden auch arbeiten kann, denn sie sind genauso Hund und können sich benehmen - und das kommt super an - meist sind die Kleinen nämlich nicht wirklich erzogen.

    *ggg* auch dazu brauche ich keine BH-Prüfung. Wobei mein Gartenzwerg ne BH auf nem hohlen Zahn laufen würde. Aber wozu? Einmal diesen Stumpfsinn reicht völlig. Zumal wir sowieso nie ne 60 Punkte BH schaffen würden, da sie keinen Vorsitz kann. Braucht man im Obi nicht. Und nur für die BH mache ich mir nicht die Mühe ...... nur um anschliessend meinen Hund wieder umzutrainieren.

    Zitat


    Und wenn man dann noch nicht nur auf dem Platz trainiert (das Sitz oder Bleib übt man ja auch nicht nur auf dem Platz!!), sondern unterwegs beim Spazierengehen o.ä. (da kannst eh kein Schema F gehen, damit ist das Argument auch totgeschlagen...),

    Mal ne Frage, wie viele Prüfungen bist Du bisher gelaufen. Egal mit welchem Hund?
    Ich sag's mal so. Jeder, der ernsthaft auf Prüfungen trainiert, nicht nur auf Vereinsebene, sondern auf Meisterschaften etc. hin, wird den Deibl tun und sich seine Fußarbeit dadurch ruinieren, dass er im Alltag mit Hund Fuß läuft.
    Zumal die meisten der "ernsthaften" Prüfungsgänger bsp. bei uns im Verein schon allein deswegen ein Problem hätten, mit Hund bei Spaziergängen etc. prüfungsmässiges Fuß weil sie mehrere Hunde haben.

    Bisher konnte mir noch niemand erklären, wie ich mit 3 Hunden korrektes prüfungsmässiges Fuß gleichzeitig laufen kann. Na ja, der Gartenzwerg und das Riesenviech .... würde vielleicht gehen, wenn der Gartenzwerg direkt unterm Riesenviech laufen würde, würde grössenmässig hinkommen. Nur was mache ich mit Hund Nr. 3 :???:

    Vielleicht weisst Du die Antwort?

    Zitat


    dann ist das Training für die BH keineswegs realitätsfremd - ob Du das tust, liegt nicht an der BH, sondern am Hundeführer, wie bei jeder Übung!!

    Ansichtssache :roll:

    Zitat


    Und irgednwie muß ja eine Prüfung auch standardisiert werden, daher eben ein Schema.

    Dazu braucht man kein Schema. Im Obedience bsp. läuft man absolut kein Schema. Das ist in jeder Prüfung anders. Da wird auf Ansage gelaufen und gut ist.


    Zitat

    Stadtteil.... wenn das richtig gem. Prüfungsordnung abgefragt würde (immer - und das fehlt oft, selbst schon gesehen, da stimme ich den Vorschreibern zu), würden etliche Hundeführer keine BH kriegen!

    Meine Rede ..... wozu also eine BH-Prüfung, wenn sie ihren Sinn und Zweck, das Abprüfen des Gehorsams bei einem Begleithund, nicht erfüllt?

    Dazu mal ein Kommentar einer HF, die ich trainierte. Sie meinte einmal folgendes "Cindy, ganz ehrlich, ich habe einen Hund, der nicht an der Leine zieht, der sowohl an der Leine als auch frei auf Kommando locker neben mir herläuft, der sich hinsetzt, wenn ich es sage, der sich hinlegt, wenn ich es sage, der kommt wenn ich rufe ...... warum muss mein Hund beim Kommen sich ganz gerade und dicht vor mich hinsetzen, warum muss mein Hund sich neben mir ganz gerade hinsetzen, ich brauche das nicht, mir reicht es, wenn Hund sich hinsetzt, ob er dabei das Hinterteil etwas nach aussen dreht oder gerade sitzt, ob er beim Rufen kommt und sich vor mich hinstellt oder hinsetzt, und ob er dabei gerade oder schräg ist, ...... wozu brauche ich das im Alltag? Wozu muss mein Hund lernen, eine Kehrtwendung auszuführen oder rechte Winkel nach links oder nach recht exakt mitzulaufen .... wenn ich im Alltag niemals so laufen würde?"

    Tja, wozu? Hört ein Hund besser, weil er "gerader" sitzt? Oder wurde er nur auf das "gerader" sitzen hin trainiert? Hört ein Hund besser, wenn er auf Ruf sofort kommt und sich dicht vor HF hinsetzt anstatt nur zu kommen und schräg zum HF dicht bei ihm stehenzubleiben, so dass HF ihn anleinen kann?
    Wie viele HF laufen mit ihren Hunden beim Spazierengehen exakte Winkel und brauchen Kehrtwendungen?
    Wer hat, ausser bei einer BH oder sonstigen Prüfung jemals Sitz oder Platz aus der Bewegung gebraucht?

    Das viel wichtigere Anhalten, Sitzen oder Hinlegen aus Bewegung auf Distanz, bsp. wenn Fahrradfahrer kommen und man Hund nicht mehr rechtzeitig zu sich rufen kann, ...... DAS wird in einer BH Prüfung nicht abgefragt.


    Ich sag's mal so. Ich laufe mit meinen Hunden gern Obedience-Prüfungen. Es macht mir Spass, das zu trainieren und so lange an den Übungen zu feilen, bis wir wirklich gut dabei sind. ABER! ich käme nie auf die Idee, das als etwas anderes denn gut trainierte Kunststückchen zu sehen. Von Alltagstauglichkeit keine Spur.

    Zitat

    Eine Begleithundeprüfung, die den Zweck Begleithund gerecht wird, müsste meines Erachtens anders gestaltet sein. Und zwar als eine Art Gelassenheitsprüfung. Mit der Schaffung von unvorhergesehenen Situationen, in die der Hund zeigen muss, das er sich an seinen HH orientiert und der HH gleichzeitig zeigen muss, das er in der Lage ist seinen Hund auch zu "führen", im Sinne von Vertrauensbasis. Die komplette Prüfung auf dem Hundeplatz ist in meinen Augen Kokolores, das ist das Realitätsfremde an der BH.

    Jörg, wir sind zwar längst nicht immer einer Meinung. Aber da stimme ich Dir völlig zu. Schätze aber mal, eine BH-Prüfung nach meinen Vorstellungen würden so einige Hunde nicht bestehen :lachtot:

    Zitat

    Dann erklär du mir doch jetzt bitte mal, warum du die BH Prüfung als "Stumpfsinn" bezeichnest? Das interessiert mich jetzt ja mal :roll:

    Antwort 1:

    Zitat

    vllt weils nur "Schema F Ablaufen" ist ;) :roll:

    Antwort 2:

    Zitat

    ...Und teilweise völlig realitätsfremd ist...

    Antwort 3:
    Die BH-PRüfung ist immer gleich. Gleiches Schema F und damit langweilig. Klar kann man im Training anders laufen als Schema F. Muss man ja, wenn man nicht sich und den Hund völlig verblöden will. Aber allein schon als Prüfung ist es doch recht albern nur Schema F abzulaufen. Stumpfsinn eben.

    Und dann .... was Realitätsfremderes als die BH gibt es fast nicht. Obedience bsp. das ist klar, das ist reine Prüfungsausbildung. Aber die BH schreibt sich ja auf die Fahnen ne Prüfung zu sein, mit der BEGLEIThunde zeigen, dass sie Gehorsam haben. *gggg* ich kenne genug Hunde mit BH-Prüfung, v.a. aus dem VPG-Bereich, aber auch einige aus dem Agi-und Obi-Bereich, die auf dem Platz funktionieren. Die sogar ne relativ gute BH abgelegt haben, aber ausserhalb ...... .

    Und seien wir ehrlich, wer hat jemals ausserhalb eines Hundeplatzes rechte Winkel nach rechts und links, Kehrtwendungen, exakte Tempi-Wechsel und sonst was gebraucht?
    Sorry, aber für mich ist eine PRüfung, die den Anspruch erhebt, Begleithunde (und darunter verstehe ich Hunde, die als Begleiter in der Umwelt draussen hören können und zurechtkommen) und dann Kunststückchen auf dem Hundeplatz als Hauptbestandteil der Prüfung abfragt, einfach nur lächerlichund albern.

    Und komm mir nicht mit dem Strassenteil. Der ist ja so was von lächerlich in den meisten Fällen. Wie läuft das denn idR ab? Im Gänsemarsch hintereinander rumlatschen, Jogger, Radfahrer usw. kommen am an der Leine geführten Hund vorbei. Sehr Realitätsnah :lachtot: . Zumal die Gewichtung eindeutig ist. Hauptsache Hund läuft auf dem Platz, solange er im Strassenteil niemanden anfällt, ist der bestanden.

    Da finde ich den TeamTest noch eindeutig sinnvoller. Da ist der Strassenteil wenigstens ausgeprägt und durch das Vergeben von Punkten für die einzelnen Übungen und dadurch, dass der Hund grösstenteils ohne Leine mitläuft weitaus sinnvoller als die BH.

    Da aber jeder Hund, der im Sport laufen soll, diese Prüfung ablegen muss und der VDH für jeden Starter bei einer BH-Prüfung Geld bekommt, wird sich wohl nix mehr dran ändern, dass diese Prüfung als Pflichteingangsprüfung für den Sport abgeschafft wird. Das dürften pro Jahr doch einige Tausend Euro sein, die da zusammenkommen. Und wie viele LEute würden wirklich freiwillig ne BH laufen, wenn sie nicht zwangsweise müssten?

    Zitat

    So und jetzt brauche ich Tips wie ich meine kleine Schlaftablette motivieren kann. Ich weiß, ich muss interessanter sein als die anderen Hunde etc. , aber wie mache ich das???

    das Hauptproblem dabei ist, dass die meisten Leute Motivation mit Locken verwechseln.

    Hund ist etwas motivationslos, also wird mit Leckerlie, Stimme, Kasperlestheater gelockt was das Zeug hält. Was man dabei aber völlig übersieht ist, dass man Hund für das motivationslose Mitschlurfen voll bestätigt. Hund lernt ganz schnell "Frauchen will, dass ich neben/hinter ihr herschlurfe, dann kommen die Leckerlies, Balli, Armwedeln usw.".

    Ist im Prinzip ein Teufelskreis. Und dafür brauchst Du einen Trainer, der Dir gezielt "auf die Finger guckt" und die Lockerei austreibt. Denn Mensch neigt nun mal dazu, immer wieder in diesen Fehler zu verfallen. Das einzig vernünftige wäre, Du fängst komplett neu an und bestätigst absolut KLEINSTE Schritte. Kannst ja mal die Suchfunktion nutzen, ich habe hier irgendwo mal beschrieben, wie ich meinen Hunden Fuss beibringe. Und über mangelnde Motivation dabei kann ich mich bei meinen Hunden nicht beklagen.