Beiträge von yane

    Hallo Heike,

    mit 16 Wochen ist Hundi schon noch etwas jung. V.a. gibt es da genügend anderes, was Hundi erst mal noch lernen sollte. Und auf jeden Fall sollte Hundi ein versierter Clickerhund sein, der auch sehr sicher im Shapen ist. Andernfalls wird Hund sehr leicht gefrustet. Auch wenn man am Anfang die Schritte sehr klein wählt.

    Und ausserdem dauert das "Aufräumen" seine Zeit. Erwarte also nicht, dass Hundi das in 3-4 Wochen kann.

    Bei Yanta habe ich so angefangen:

    Voraussetzung ist, dass Hund gelernt hat, ein Spielzeug zurückzubringen, also quasi zu apportieren.

    Dazu kommt, dass die Spielsachen alle in einer oben offenen Box oder einem Korb liegen.

    1. Schritt:
    ich sitze auf dem Boden, die Box direkt vor mir, werfe das Spielzeug weg, Hund bringt Spielzeug zurück, sobald Hund mit Spielzeug über der Box C&B (für Yanta bedeutet Click = Ende der Übung, soll heissen, sie spuckt das Spielzeug automatisch aus)
    bei dem Schritt ist es noch egal, ob das Spielzeug in der Box landet oder daneben

    2. Schritt
    Spielzeug landet in der Box -> C&B, ansonsten "uups"
    das heisst aber noch nicht unbedingt, dass Hund wirklich kapiert hat, dass es darum geht, das Spielzeug in die Box zu befördern.
    Zeigt sich erst, wenn Mensch und Box sich langsam voneinander trennen *ggg*

    3. Schritt
    Box steht ein paar cm von mir weg

    4. Schritt
    Box wandert langsam cm-weise seitlich von mir weg.
    Der Schritt dauert am längsten, denn jetzt muss Hund erst mal kapieren, dass es wirklich darum geht, dass das Spielzeug in der Box landet und nicht bei mir.
    Zumindest Yanta war ab einer gewissen Entfernung zwischen Box und mir sehr unsicher, wohin denn nun das Spielzeug wirklich soll.

    5. Schritt
    wenn Box deutlich weg vom Mensch und Hund zielsicher Spielzeug in die Box trägt und dort ausspuckt/fallenlässt ->
    andere Spielzeuge dazu nehmen.

    Wir sind gerade bei Schritt 4 und 5.

    Soll heissen, mit allem, was irgendwie plüschig ist, funktioniert es schon. Auch 2-3 Spielzeuge hintereinander. Aber sonst .....

    Ach so. Und irgendwann sollte man auch noch üben, dass das Spielzeug nicht vorher geworfen wird, sondern so rumliegt.


    BTW, die aufgezählten Schritte sind grobe Übungsschritte. Genauer gesagt Etappenziele. Die Einzelschritte innerhalb dieser grossen Schritte waren teilweise sehr klein.

    Ehrlich gesagt, ich hätte bei einem jungen Hund mit 16 Wochen andere "Probleme" als "aufräumen" zu trainieren.

    Zitat

    Ich finde es in gewisser Weise auch "verantwortunglos" einen Hund vom Züchter zu kaufen obwohl man etliche aus dem Tierheim oder einer Tierschutzorga holen könnte.

    Warum?
    Hundehaltung ist mein Hobby. Und wie jeder andere Mensch habe ich bzgl. meines Hobbys ganz genaue Vorstellungen. Warum sollte ich mir dann einen Hund aus einer TierschutzOrga holen, der vielleicht überhaupt nicht zu mir und meinen Vorstellungen passt?
    Ist es mein Problem, dass ich mir wochen-, monatelang Gedanken über meinen nächsten Hund machen werde, wenn es denn mal leider soweit sein wird. Bzw. jetzt schon die wahrscheinlichen Züchter für meinen zukünftigen Hund ausgesucht habe (der hoffentlich erst in 4-5 Jahren einziehen wird). Während andere mal eben schnell beim nächstbesten möglichst billigen Vermehrer einen süssen Welpen holen und den dann bei Nichtgefallen ins Tierheim abschieben?
    Ist es mein Problem, wenn andere mal eben schnell nen "uups"-Wurf produzieren wollen und dann die Hunde in eine ungewisse Zukunft inklusive Tierheim verscherbeln? Die Züchter, die ich mir aussuche, machen sich sehr viel Gedanken um ihre Hunde. Dafür suchen sie sich ihre Welpenkäufer aber auch entsprechend aus und dort bekommt nicht jeder, der grad mal lustig ist, so einfach einen Hund.


    Looping

    um nochmal auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen:

    Hin und wieder kommt es zu gezielter, bewusster Planung von Kreuzungen aus denen sich dann neue Rassen entwickeln wie bsp. der Pudelpointer. Eine reine GEBRAUCHSkreuzung, auf der weiter aufgebaut wurde. Diese Hunde werden nicht teuer verkauft und marktschreierisch angeboten. Diese Hunde sind allein für den zweckgebunden Gebrauch "optimaler Jagdgebrauchshund" gezüchtet worden. Das macht Sinn.

    Ebenso gibt es Gebrauchskreuzungen wie bsp. den X-Mechelaar oder den X-Herder. Dabei werden aber v.a. die F1-Generationen als Gebrauchshunde eingesetzt, weniger zur Weiterzucht oder zur Schaffung einer neuen Rasse. Und ebensowenig werden diese Hunde grossartig vermarktet wie das bsp. bei Elo, Labradoodle und Co der Fall ist. Hier ist der Sinn und Zweck rein die Erhaltung von optimalen Gebrauchseigenschaften.

    Zitat

    Ich meine, alle jetzigen Rassen sind doch aus vorherigen anderen Rassen entstanden.

    der grösste Teil der Rassen ist aus regionalen Landschlägen entstanden die gezielt über Jahrzehnte/Jahrhunderte miteinander verpaart (in dem Fall deshalb auch GEZÜCHTET) wurden, um bestimmte Arbeiten zu verrichten.

    Anders ausgedrückt, es wurden Hunde, die sich für bestimmte Aufgaben besser geeignet zeigten als andere, gezielt miteinander verpaart. Und daraus bildeten sich dann im LAufe der Zeit relativ einheitlich aussende regionale Gruppen, die dann irgendwann als Rasse bezeichnet wurden.


    Zitat

    Elos sind z.B. eine solche neue Rasse. Wieso sind da so viele dagegen?

    Weil der Elo keine wirkliche Rasse ist, sondern eine Mischung, die nur auf Geldmacherei abzielt. Angeblich werden da ja löbliche Ziele verfolgt, die aber, wenn man mal genauer nachhakt, entweder nichts mit Genetik zu tun haben (Es gibt kein Gen für Kinderfreundlichkeit) oder nicht der Wahrheit entsprechen (es gibt genügend Elos die jagen nur mal als Beispiel)

    Der Elo ist ein sogenannter "Designer Dog" - den die Welt nicht wirklich braucht, da es genügend Rassen gibt, die den Anspruch, den die Elo-Produzenten für ihre "Rasse" reklamieren, schon längst erfüllen.


    Zitat

    Wenn man danach geht, dürften auch Züchter mal so lange nicht züchten bis die Tierheime und Tierschutzorgas keine Hunde mehr zu vermitteln haben.

    Nun ja, seien wir ehrlich, der beste Tierschutz oder besser gesagt Hundeschutz wäre, wenn es nur noch Hunde von seriösen guten Züchtern gäbe.

    Ganz einfache Überlegung:
    in D gibt es etwa 5-6 Mio Hunde. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 10 Jahren braucht es, um diesen Bestand aufrechtzuerhalten 500.000 bis 600.000 "Neuzugänge" pro Jahr. Der VDH bringt es derzeit auf etwa 90.000 Welpen. Die anderen grösseren Rassezuchtverbände wie IRJGV usw. (ob die jetzt alle seriös sind oder nicht sei einfach mal dahingestellt) dürften zusammen maximal ebenfalls an die 90.000 Welpen pro Jahr haben. Macht zusammen etwa 180.000 Welpen. Woher kommen die restlichen 320.000 und mehr Neuzugänge?

    Die Frage dürfte doch wohl klar sein:
    zum einen Vermehrer a la Hundehändler, "Uups-"Würfe, Mischlingsvermehrer usw.
    zum anderen Tierschutzorgas, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland bringen.

    Zitat


    nein, das ist aud diesem Platz eine Tatsache!
    sonst würd ich es nie behaupten

    Auf dem Platz kann ich das nicht beurteilen. Für mich klang das so, als würdest Du den SV im Gesamten meinen.


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    hab ja auch eigentlich ne Agilitytrainerin, daran solls nicht scheitern
    jedoch gibts zu ihr eben keinen Verein :motz:

    dann ist es doch völlig egal, wie weit der Verein weg ist für den Du startest. Wir haben auch Mitglieder, die für uns starten, die wohnen 80 km weit weg. Ein Weg. Wir sehen uns auf Turnieren und ab und an mal kommen sie vorbei. Das war's dann. Wobei inzwischen die Frage ist, ob die Vereine das in Zukunft noch gross mitmachen.
    Inzwischen fangen immer mehr Vereine an, auf ihren Turnieren die Startplätze pro Verein zu limitieren. Und irgendwo ist es da dann doch verständlich, wenn ein Verein so langsam sagt, dass er keine Mitglieder mehr nimmt, die nicht im Vereinsleben aktiv sind sondern nur für den Verein starten wollen. Also bleibt Dir nur, bei den einzelnen Vereinen nachzufragen.

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    wer z.B. bei uns in den retrieverclub will, braucht nen reinrassigen Retriever, nen Mix, Labbi-Mix etc. sind da unerwünscht
    sowas kenn ich hier in der Gegend, das ist grausam

    Das hat nichts mit Grausamkeit zu tun, auch nichts mit Rassismus. Sondern hat mE sehr gute Gründe.

    Lily
    dazu muss man sagen, dass die Rassezuchtvereine, die Sport wie Agi oder Obedience anbieten, idR alle Rassen nehmen.
    Die Retriever-Verbände bieten nur Dummy-Arbeit an. Das ist zum einen zeitaufwändig und zum anderen für Zuchttauglichkeitsprüfungen usw. notwendig. Würden sich die Retriever-Verbände allen Hunden öffnen, dann würden sie ziemlich sicher mit Retrievern "überschwemmt" werden, die von "Hobby-", Hinterhof- und sonstigen Vermehrern gekauft wurden. Eine Ausbilderin sagte es mal ganz deutlich "unsere Kapazitäten gerade im Bereich Dummy-Arbeit reicht nicht mal wirklich für alle in unserem Verband gezüchteten Hunde. Warum also sollen wir Hunde aufnehmen, die nicht in unserem Verband gezüchtet wurden, und die in unserem Verband gezüchteten bleiben dann aussen vor?!"

    Maanu

    im SV und im VDP kannst Du auch mit einem Mischling Mitglied werden. Und auch dafür starten. Beim SV brauchst Du nicht mal Mitglied einer Ortsgruppe zu werden. Da reicht es, wenn Du Mitglied im Hauptverband bist.

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    klar, nen Verein, wo Sitten wie vor 150 Jahren herrschen ... Kette, ziehen, Zerren, anbrüllen und nach dem Training warten die Hunde im Auto und die Herrchens gehe einen saufen

    Vorurteil!
    Es gibt auch beim SV solche und solche. Muss man halt schauen. Ähnliche Zustände findet man in Ortsgruppen/Vereinen jeden Verbands.


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    aber mal anders gefragt, woher weiß ich, ob der Verein da angeschlossen ist?
    kann man sowas in irgendeinem Verzeichnis oder so nachschauen?

    einfach beim Verein nachfragen. Die sollten ja wissen, wem sie angeschlossen sind.

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    d.h. ich muss wirklich einem Verein beitreten, nur um die BH machen zu können?

    Du musst auch in einem Verein sein, wenn Du auf Turniere gehen willst. Andernfalls bleiben Dir nur Fun-Turniere.

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    achja, zu dem Slalom, warum erst mit 14-15 Monaten?

    weil die Belastung durch die Schlängelbewegungen für die Wirbelsäule enorm ist. Also sollte Hund auch hierfür schon ausgewachsen sein.

    Mal als Beispiel:
    http://www.flying-poodles.de/video/slalom_nele.wmv

    Zitat

    Hallo Yane ,
    hast du Grosspudel ??

    2 Grosse (wie man an der Grösse erkennen kann) und nen Gartenzwerg - ganze 29 cm gross und knapp 4 kg schwer :D , die der Meinung ist, sie ist die Grösste. Und zwar immer dann, wenn im Umkreis von etwa 2 m kein grösserer Hund um sie rum ist. Sobald ein grösserer Hund in ihre Nähe kommt, wird sie ganz schnell zu einem ganz kleinen, süssen, lieben :angel: um gleich darauf, wenn der grössere wieder weiter weg ist, zum :elefant: zu mutieren :lachtot:

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    also, Slalom dürfte Luna machen, Rest noch nicht?

    Slalom als Gasse ja. Slalom zum Schlängeln frühestens ab 14-15 Monnate.


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    hm, bisher hörte ich immer, Hüfte und Ellenbogen würden reichen, dem ist nicht so? :???:

    Wer sich mal Bilder vom Agi ansieht, weiss, wo die Hauptbelastungen sind. Und wenn man da anfangen will, dann reichen Hüfte und Ellbogen nicht, wenn man es genau nimmt

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    aber nur mit A/A Hüften diesen Sport machen und mit allem was schlechter ist kein Agility, fände ich schade für den Hund.

    das sagt auch niemand. Bei meiner Ältesten meinte mein Chef damals, er würde sagen, sie hat B oder C - Sport ohne jegliches Bedenken. Ich habe die Aufnahme selbst für mich nochmal zum Üben ausgewertet. Man hätte bei ihr von A2 bis C1 alles geben können. Je nachdem wie penibel man bei der Auswertung ist. Allein deshalb schon bin ich persönlich bei expliziten HD-Ergebnissen immer etwas "skeptisch". Das Ganze ist einfach sehr subjektiv. Zumal es sich um Lebewesen handelt, da gibt es keine Tausendstel Toleranzen. Aber man kann doch grob sagen, A bis B absolut keine Bedenken. C abhängig von der Ausprägung der HD. D und E Ansichtssache.


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    reicht ne BH in nem Retrieververein?

    Nein. Die BH muss in einem dem VDH UND der AZG angehörigen Verband nach der PO der AZG von einem AZG-LR abgenommen werden. Und HF und Eigentümer des Hundes müssen Mitglied in einem dem VDH angehörenden Verein sein.

    Die Retriever-Verbände sind zwar Mitglied im VDH, aber kein Mitglied der AZG.