Beiträge von yane

    beate

    bei den meisten anderen Hundesportarten starten auch nicht so viele Hunde an einem Tag.

    Mir ist keine VPG-Prüfung bekannt (Meisterschaften ausgenommen) bei denen an einem Tag bis zu 200 Starter mitmachen (wie gesagt, normale Vereinsturniere). Und ich kenne kein Vereinsheim, das mal eben 200 Starter mit Anhang, also locker 300-400 Personen aufnehmen kann. Sollen die bei schlechtem Wetter alle im Regen sitzen? Oder in den Autos?

    Gleiches im Obedience. Und selbst im THS habe ich nie so viele STarter auf einem Turnier gesehen wie im Agi.

    Natürlich könnten die Vereine sich entsprechend mit Zelten, Pavillons etc. eindecken, damit sie ggf. allen Anwesenden ein trockenes oder schattiges Plätzen anbieten können. Aber welcher Verein hat das Geld und die Möglichkeit, entsprechende Mengen an Pavillons anzuschaffen und v.a. zu lagern.

    Was Besucher betrifft, viele Vereine machen es inzwischen so, dass sie einen Bereich für Besucher reservieren. Durch 1-2 Pavillons mit Bierbänken. Machen wir idR auch. Und was war das Ende vom Lied? Anstatt sich dorthin zu begeben (extra noch ausgeschildert) stehen Besucher mit teilweise noch sozial unverträglichen Hunden direkt im STartbereich, weil sie die paar Meter nicht laufen wollen.

    SaChi

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    Praxisbezogen wird es ohnehin jeder Halter für sich entscheiden, wann es ihm reicht, dass er HUndi zigmal rufen muß bis er ihn letztendlich an der Schleppe laufen läßt.

    das impliziert, dass jeder Halter zig mal rufen muss, wenn er seinen Hund nicht an die SL nimmt und damit trainiert.

    Nun, ehrlich gesagt, ich bin kein Freund von SL und trainiere mit meinen Welpen auch erst mal so.

    Und wenn ich damit erreiche, das mein Hund einer Jagdhundrasse und absoluter Sichtjäger beim Anblick dreier davonrennender Rehe auf den ersten Ruf kommt, reicht mir das völlig aus. Da verschwende ich meine Zeit nicht mit SL-Training.


    Zitat

    durch abrufen an der Leine lernen weder Hund noch Halter abrufen aus dem Freilauf.

    Ich kann naijira da nur zustimmen. Dazu kenne ich inzwischen zu viele Hunde, die zwar an der SL zu 100% hören, die aber auch genau wissen, wann keine SL mehr dran ist und dann - Ohren auf Durchzug und weg sind sie. TROTZ sorgfältigem Abbau der SL.

    Zitat


    Ich arbeite intensiv mit der Schleppleine, weil ich meinem Hund soviel wie nur möglich negatives ersparen möchte.

    Interessant. Und genau deshalb arbeite ich so früh wie möglich ganz ohne Leine und am freien Abruf zu einem Zeitpunkt, an dem Klein Welpi noch sehr auf seine Rudelmitglieder bezogen ist. Wenn man natürlich damit wartet, bis Klein Welpi zu nem Jungspund geworden ist, der anfängt, selbständig die Welt zu erkunden, ...... dann ist es zu spät.

    Fantasmita

    I

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    n meinem Fall ist es so, dass ich bis zum 7. Monat einen perfekt hörenden Hund hatte und mir auch eingebildet habe, dass dies so bleibt.

    Tja, da bis Du selbst schuld. Jeder Hundetrainer oder auch langjährige Hundehalter hätte Dir das sagen können. Meistens bekommen es Anfänger auch gesagt, nur können sie es einfach nicht glauben. Sobald Jungspund mal in die Pubertät kommt, ist das Gelernte schlicht und ergreifend erst mal "weg". Dann reicht es immer noch, wenn nötig mal kurzfristig die SL dran zu machen, bis die Hormone nicht mehr verrückt spielen und Hundi sich wieder an das Gelernte erinnert. Wir hatten bisher bei genau einem unserer Hunde die SL für 2 Wochen dran. Und im Nachhinein bin ich überzeugt, dass es auch bei ihr ohne SL gegangen wäre. War aber vor 10 Jahren bei uns in der Gegend auch gerade gross in Mode. Also macht man es halt auch.

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    Freilauf ist für mich tatsächlich Freilauf, und nicht Laufen ohne Leine mit 200% Fixierung auf Frauchen. Also mein Hund darf durchaus die Welt entdecken. Wichtig ist mir aber, dass ich ihn jederzeit da rausholen und zu mir rufen kann.

    das sehe ich auch so.

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    Die Schleppleine, egal welcher Länge, kann den Freilauf nur sehr begrenzt simulieren. Der Hund spürt ihr Gewicht und merkt spätestens beim ersten Notfall, dass sie ihn auch physisch im Radius einschränkt. Sie kann ein äusserst nützliches Hilfsmittel in der ausbildung sein, aber sie ersetzt keinen echten Freilauf.

    kann ich nur bestätigen. Es gibt genügend Beispiele von Hunden, die an einer SL absolut gehorsam sind. Aber wehe die SL ist weg. Hunde merken das ganz genau.


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    Wenn man sie beim pubertierenden Junghund braucht, ist das noch lange kein Grund, sie schon dem noch relativ unproblematischen Welpen anzuhängen.
    Die Vorarbeit, die man mit dem Rückruf im Welpenalter leistet, macht sich später trotz Pubertät bezahlt.

    volle Zustimmung.

    Hi Julia,

    meine Welpen laufen vom ersten Tag an frei wo es geht. Und wo es nicht geht, kommt das Auto ins Spiel bis dahin, wo es geht

    Einfache Sache.

    JETZT in dem Alter ist der Folgetrieb am grössten. Und das sollte man ausnutzen.

    Ich konnte bisher auch nicht feststellen, dass die jeweiligen Hunde zu "selbständig" wurden. Sie haben alle ganz schnell gelernt, auf Frauchen zu achten. Eben WEIL sie in dem Alter frei laufen durften. Natürlich, wenn man dann immer grosses Getue um Welpi macht, damit er ja mitkommt, ist das nicht so ideal. Wenn man aber von Anfang an ohne grosses Kommentar auch mal die Richtung ändert, bei Kreuzungen abbiegt, ..... lernt Hundi schon sehr schnell, dass er drauf zu achten hat, wo Mensch hingeht, weil er sonst ganz schnell allein dasteht.

    Und DAS ist genetisch verankert, dass Welpi in dem Alter auf sein Rudel achtet. Denn ohne wäre er ja nicht überlebensfähig.

    Muss jeder selbst wissen. Aber nach meiner bisherigen Erfahrung mit unseren Hunden und als Trainer habe ich eines mitbekommen. Je länger die Leine dran geblieben ist, desto schwerer hatten es die Leute später, mit dem nun schon älteren und selbständigeren Junghund, der die leinenlose Freiheit "schnuppert".

    Viele Grüße
    Cindy

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    D.h. vor allem Westies, Border Terrier, usw. die vor dem Sprung kurz stoppen und so wie aus der Hocke rüberspringen. Die haben meiner Meinung nach den Bewegungsablauf des Sprunges und das Einteilen des Anlaufs nie richtig gelernt.

    womit wir wieder beim adäquaten Sprungtraining wären, das heute im Agi immer noch sträflich vernachlässigt wird.

    Es ist nun mal so, dass sich viele Leute schon lange den Kopf über das ideale Slalomtraining, den besten Weg die Zonen aufzubauen usw. zerbrechen. Über das ideale Sprungtraining von Anfang an hört und liest man eher wenig. IdR wird das in den meisten deutschsprachigen Agi-Büchern auf 1-2 Seiten abgehandelt und das war's. In den meisten Vereinen sieht Sprungtraining so aus, dass man Hund 1-3 Stunden über ne Gerade von 3 Sprüngen schickt, dabei schon abruft, mitläuft usw. und dann geht es schon an die ersten kleinen Führübungen rsp. die sind schon bei den ersten Trainingsstunden gleich mit dabei (Gerade entlanglaufen).

    Meistens geht das ja auch gut. Betonung auf MEISTENS.

    Aber dann gibt es Hunde, wie bsp. mein Chaostier, bei denen geht es nicht gut. Und dann stehen selbst namhafte Trainer da und :???: . Fragt mich nicht, bei wem ich in den letzten 6 Jahren mit dem Chaostier alles so auf Seminaren war um Hilfe und Tipps zu einem durchdachten Sprungtraining zu bekommen. Die Deutschen unter uns kennen die Namen alle, und zumindest einen Teil davon kennen auch die Schweizer *ggg*. Und bisher hat noch jeder das Handtuch geworfen.

    Ganz sicher liegt ein Teil davon auch beim Führen. Aber eben nur ein Teil. Das zeigt sich, dass sie zu Anfang unseren gezielten Sprungtrainings genauso unkoordiniert gesprungen ist, obwohl sie nicht geführt wurde, sondern sich selbst einen Weg über die Hindernisse suchen musste. Werde im Laufe des Wochenendes mal versuchen, Videos vom Training einzustellen.

    Was ich meine sieht man ganz deutlich am zweiten Hindernis
    http://www.flying-poodles.de/video/luhu_200…jumping_opt.wmv

    sie drückt viel zu früh ab. Wir haben das Video zig mal in Zeitlupe laufen lassen. Und nicht nur dieses. Es gibt keinen gemeinsamen Nenner.

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    Da gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Das zu flache Springen kann auch daher kommen, dass man zu lange mit niedriger Sprunghöhe geübt hat.

    ich glaube, ich schreibe chinesisch?????

    Von was habe ich es die ganze Zeit? Der Hund ist 8 Monate alt, soll heissen, wenn man mit 13-14 Monaten LANGSAM anfängt, die Höhe zu steigern, wird er voraussichtlich noch fast ein halbes Jahr sehr niedrig springen!!!!! Und dann haben wir genau das "zu lange mit niedriger Sprunghöhe geübt".

    Hi Christine,

    das liest sich wie bei meinem Chaostier. Exakt .....
    springt zu früh ab, knallt in den Sprung, peilt die Sprünge nicht richtig an ..... .

    Interessant dabei ist, dass das Chaostier ein Sprunghindernis hat, mit dem es NIE Probleme hatte - den Reifen. Das einzige Sprunghindernis, das sie richtig, gezielt und mit einem durchdachten Aufbau gelernt hat.

    Insofern gehe ich davon aus, dass das eindeutig falsches Training ist, gepaart bei meiner Kleinen mit teilweise falschem Führen. Wobei wir schon Videos gedreht haben und festgestellt haben, dass es wirklich nur bedingt am Führen liegt.

    Ich habe mir aus den USA ein Buch kommen lassen zum Thema Sprungtraining. So richtig was rein zum Sprungtraining gibt es in deutscher Sprache ja leider nicht. Was die Dame da schreibt, da gingen mir erst mal die Augen und anschliessend ganze Kronleuchter auf. Wir haben bei Klein Nelchen, und nicht nur bei ihr, sozusagen so ziemlich alles falsch gemacht hinsichtlich Springen anlernen, was man nur falsch machen kann. Nur Einzelsprünge angelernt, zu niedrig angefangen, zu schnell mit Führen angefangen usw.

    Das Buch heisst "Natural Jumping Method" von Suzanne Clothier (wem der Name bekannt vorkommt, sie hat das Buch "Bones would rain from the sky" geschrieben).

    Der Aufbau ihres Springtrainings geht über mindestens 4 Monate. In denen der Hund nichts anderes macht, als eine Gerade von 5 Sprüngen zu nehmen, ohne Einfluss des Hundeführers.
    Dabei variiert sie ABWECHSELND mit der Höhe und der Breite der Hindernisse und später dann noch des Abstands zwischen den Hindernissen. Und zwar jeweils strikt getrennt. Ist interessant und ich kann das Buch bisher nur weiterempfehlen. Leider stecke ich mit Klein Nelchen noch immer bei etwa Woche 8 oder so, da sich das Chaostier mal wieder verletzt hat und nun erst mal wieder Schluss mit Sprungtraining ist. Aber was sie bisher gezeigt hat, war sehr vielversprechend.

    Hi,

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    aber der Trainer versäumte uns Hundehaltern zu sagen, dass die erste Stunde nur Theorie ist, ohne Hunde.

    auch Trainer sind nur Menschen und können mal was vergessen. Umgekehrt, wie oft habe ich meinen Leuten schon gepredigt, sie sollen sich bitte gefälligst abmelden, wenn sie nicht können. Und wie oft bin ich schon auf dem Platz gewesen und von einer Gruppe von 5-6 Leuten war KEINER da - OHNE sich abzumelden ..... Nur mal so als Gegenbeispiel wie es einem als Trainer geht.

    Also, wenn ihr alle bisher immer schön brav fleissig euch überall abgemeldet habt, nie irgendwas vergessen habt, .... dann dürft ihr euch beschweren. Ansonsten gilt "Wer ohne Sünde ist .... ".

    Im übrigen ist es mir durchaus auch schon so gegangen, dass ich ne Theoriestunde angekündigt habe und trotzdem standen mehr als 2/3 des Kurses mit Hund da. Einfach weil die Leute nicht zuhören oder eben dann wieder vergessen, was man gesagt hat.

    Aber klar, der Trainer ist grundsätzlich immer der Böse. Ist doch fast wie mit Tierärzten :ua_zunge: .

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    das konnte ich mit meinem nicht machen, da er mir sonst das Auto zerruppt hätte.

    das lässt zwei Schlüsse zu:
    a) der Trainer hat völlig recht, wenn er sagt, dass dein Hund nicht allein bleiben kann.
    b) dein Hund ist im Auto nicht so gesichert, dass nix passieren kann.

    Zitat

    Der Trainer sagte dann, er hätte noch einen Zwinger frei, ich soll ihn da rein bringen.

    Na ja, das hätte ich mit meinem Junghund in dem Alter ganz sicher nicht gemacht, wenn er so was nicht gewöhnt ist. Ist aber nicht automatisch Sache des Trainers, da dann zu sagen "nö, mache ich nicht". Sondern Sache des Hundehalters. Kann ja sein, dass sich der Trainer da nix dabei denkt, denn SEIN Hund dürfte es in dem Alter gewöhnt sein, mal ne Stunde in einem Zwinger, ggf. auch in einem fremden, zu verbringen. Zwangsläufig nämlich. Andernfalls hätte Hund nämlich in dem Alter sicher schon gelernt, allein im Auto zu bleiben. Und damit hätte sich das Problem weder in die eine, noch in die andere Richtung ergeben.


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    Ich habe ihn denn geholt und konnte mir von dem Trainer anhören, das mein Hund nicht alleine bleiben kann, was überhaupt nicht stimmt.

    Na ganz offensichtlich stimmt es doch.

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    Klar kann er in einem Zwinger nicht alleine bleiben, weil er das überhaupt nicht kennt.

    Das ist eine Sache und ich hätte meinen Junghund auch nicht einfach so in nen Zwinger gepackt, siehe oben.
    Aber in dem Alter sollte es durchaus möglich sein, einen Junghund mal im Auto zu lassen, ohne dass er das Auto zerrupft.

    Und komme mir jetzt bloss keiner "aber das ist doch noch ein Junghund". Bei meinem Junghund hat sich auch keiner der ganzen Junghundkurs-Teilnehmer Gedanken darüber gemacht, dass das ein armer 5 Monate alter Jungspund ist, der die Zeit im Auto verbringen muss, während Frauchen als Trainer für anderer Leute Junghunde auf dem Platz steht. Und das, obwohl mein Jungspund jünger war als sämtliche Hunde in der Gruppe. Also komme mir mal bitte keiner mit "Junghund kann das noch nicht können".

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    Seit dem Sonntag, will er wirklich nicht mehr alleine bleiben und macht ganz schön Theater, wenn man geht. Sobald ich ins Haus gehe will er auch rein. Kann das alles echt an den 10 Minuten liegen?

    Na wahrscheinlich liegt das eher am Frauchen, das jetzt von lauter Schuldgefühlen geplagt mehr in Hundis Verhalten reininterpretiert als tatsächlich dran ist. Und Hundi merkt, dass er mit seinem Verhalten durchkommt - sprich vermehrt Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, Hätscheleien usw. bekommt. Und wie das so ist - Verhalten das sich lohnt wird vermehrt gezeigt. Was dann wieder Frauchen's Schuldgefühle steigern lässt, weil armes Hundi usw. Und das wiederum belohnt direkt Hundis Verhalten - Teufelskreis.

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    Ich versteh immer noch nicht, was Hundesportprüfungen mit Steuern zu tun haben.

    meine Güte, muss man alles verstehen? Es gibt eben Gemeinden, die haben beschlossen, dass ein Hund, der eine Gehorsamsprüfung abgelegt hat, eine Steuerermässigung bekommt.

    Und um einen halbwegs einheitlichen Nenner zu haben, nehmen diese Gemeinden dafür häufig die BH des VDH. Da gibt es eine feste PO, die jeder nachlesen kann und offizielle Richter.

    Es gibt auch Gemeinden, die Bestätigungen von Kursen usw. bei privaten Hundetrainern zur Steuerermässigung akzeptieren.

    Und es gibt Gemeinden, die akzeptieren gar nichts.

    Kommt halt häufig auch drauf an, ob sich da jemand drum bemüht bzw. wer sich drum bemüht.