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Ganz ehrlich, ich finde dich absolut arrogant.
*gggg* dein gutes Recht.
ABER! Ich stehe derzeit 2x die Woche auf dem Platz und trainiere dabei zur Zeit 13 Teams für die BH-Prüfung und gut und gerne 10 Teams im Obedience. An beiden Tagen habe ich eine begrenzte Zeit für die jeweiligen Gruppen. Und meine eigenen Hunde sind da nicht mal eingerechnet. Und deshalb habe ich absolut keinen Nerv, in der eh schon recht knapp bemessenen Obi-Trainingszeit auch noch Erziehungsarbeit zu leisten. Wir trainieren viel ohne Leine im Obi. Und da habe ich absolut keinen Bock drauf, wenn da gleichzeitig 3-4 Teams auf dem Platz sind, auch noch mit unerzogenen Hunden, die ständig stiften gehen und sich so rein gar nicht für ihren HF interessieren, zu tun zu haben.
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Nur vorausgebildete Leute in deinen Kursen.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Nein, nicht NUR vorausgebildete Hunde. Aber einen gewisser Grundgehorsam im Obi-Training, JA, das erwarte ich. Das heisst für mich, dass Hund beim HF bleibt, auch wenn keine Leine dran ist. Dass Hund sich 98% sicher abrufen lässt, dass Hund bereits gelernt hat, mit seinem HF zu arbeiten. Und Hundeführer sollte in der Lage sein, selbständig zu trainieren, ohne dass man erst mal absolute Grundlagen des Hundetrainings erklären muss.
Wenn diese Punkte erfüllt sind, bin ich gern bereit, mit einem noch recht "rohen" Hund bzw. Hund-Mensch-Team zu trainieren. Ich habe/hatte einige Teams dabei, die quasi von jung auf (7-9 Monate alte Hunde) bei mir trainiert haben (darunter die Drittplatzierte der diesjährigen VDH-DM)
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Obedience übersetzt Grundgehorsam.
Der Unterschied liegt darin, dass "Obedience" zwar "Gehorsam" heisst, aber es ist eine Prüfungssparte. Genauso wie "Begleithunde-Prüfung" eine PRüfung ist, die nicht zwingend notwendig auch einen "funktionierenden" Begleithund hervorbringt.
Wozu muss mein Hund als "Grundgehorsam" Apportieren können? Oder ein prüfungsmässiges Fuß? Oder sich ins Platz werfen, ins Sitz springen usw.? Distanzkontrolle - im Alltag würde es mir reichen, wenn mein Hund Sitz, Platz oder Steh auf Distanz macht. Oder hast Du jemals im Alltag 6 Positionswechsel hintereinander gebraucht, ohne dass Hund sich nach vorn oder hinten bewegt? Ausser zum Angeben, was Hundi so alles drauf hat, versteht sich.
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Keine Teilnehmer, die Obe nur zum Spaß machen wollen und um den Hund auszulasten?
Wie schon geschrieben, da ich sowieso schon zu viele Teams habe, mit denen ich trainiere, schränke ich da ein, wo ich es als vertretbar ansehe. Und stell Dir vor, ich habe Teams dabei, die vielleicht nie auf einer Prüfung laufen werden. Aber ich erwarte von diesen Teams genau die gleiche Einstellung zum Training wie von denen, die die Absicht haben, Prüfung zu laufen.
Es ist MEINE FREIzeit, die ich auf dem Hundeplatz als Trainer stehe. Und diese Freizeit möchte ich dann doch auch noch nach meinen Vorstellungen verbringen. Wer just for fun etwas Obi rumjuckeln will, kann das gern tun. Dann werfe ich meinen Job hin, mache ne private Hundeschule auf, die Leute dürfen dann die Trainingsstunden bezahlen und da können sie dann rumjuckeln so viel sie wollen.
Aber solange ich das Ganze ehrenamtlich in meiner Freizeit mache, solange rede ich da ein Wörtchen mit, WIE diese Freizeit aussieht.
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Sorry, dann hast du nur Sportgeäte! Geht es dir wirklich nur um Erfolge? Schade drum.
Och, ich glaube, das zu beurteilen überlass mal lieber mir selbst.
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Mit Metronom üben? Du musst doch schauen, wie dein Hund arbeitet und dich nach ihm richten. Nicht jeder Hund ist gleich, manche preschen vor, andere hängen hintendran. Das Problem löst man nicht per Metronom. Vielleicht sollte man auch noch die Größe des Hundes beachten.
Wiederum, wer lesen kann .... .
Ich habe geschrieben "es gibt Obi-Sportler".
Logischerweise, Schopenhauer, muss der "Faktor Hund" in das Fußgehen mit einbezogen werden. Hund bestimmt die Geschwindigkeit und letztendlich die Taktfrequenz. Das muss man natürlich zuerst austüfteln. Vorprellen, Nachhängen hat nichts mit dem Hund zu tun sondern ist ein Zeichen schlampigen Trainings. Ein Hund, der im Fuß sauber aufgebaut wurde, prellt nicht vor oder hängt nach. Und da meine drei Damen von 66 cm bis 29 cm reichen brauchst Du mir auch nichts von der Grösse des Hundes und dem Einfluss auf die Fußarbeit erzählen.
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Du beschwerst dich, dass du mit drei Hunden unterwegs nicht Fuß laufen kannst, weil es nicht geht?
Ich beschwere mich nicht. Aber bis jetzt hat mir noch keiner erklären können, wie das mit der prüfungsmässigen Fußarbeit mit drei Hunden geht. Vielleicht schaffst Du das. Würde mich interessieren.
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Warum nicht Hier rufen, wenn ich so am besten meinen Hund am Hasen abrufen kann?
Dazu brauche ich kein "Hier". Zumal bis auf meine Älteste keiner meiner Hunde das Signal "Hier" kennt. BTW ich habe einen Sichtjäger unter meinen Hunden. Und selbst da brauche ich kein "Hier". Da reicht ein "Zu Mir" völlig aus.
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Dann ist es ein Sportgerät.
wenn Du meinst *ggg*.
Meinen Hundis scheint's auf jeden Fall zu gefallen ein Sportgerät zu sein. Anders kann ich mir ihr Verhalten, wenn sie trainieren dürfen nicht erklären. Und da scheinen sie auch nicht die einzigen zu sein.
Christl
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Klar muss man das richtige Tempo mit dem Hund zusammen finden, aber trotzdem hilft es dem Hund, wenn man "konstant" läuft, da er nicht ständig sein Tempo und die Schrittlänge ändern muss.
Ganz genau. Eine Führerhilfe, die es dem Hund erleichtert, mit seinem Partner möglichst exakt zu laufen, da Hund sich an einen nahezu konstanten BEwegungsablauf des HF gewöhnen kann. Fußgehen ist wie Tanzen. Da müssen auch beide Partner genau die Schritte kennen. Nur schwieriger, da letztendlich nur ein Partner, nämlich der Mensch, den "Takt" mitbekommt. Der Hund kann sich nur auf das verlassen, was Mensch ihm anzeigt. Und da sieht es dann mal ganz schnell mau aus.
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wenn ich erwarte, dass bei einer Prüfung alles "perfekt" gezeigt wird, dann muss ich es auch immer korrekt abverlangen, egal wo und wann..
sehe ich auch so. Mal darf Hund "schlampig" nebenherdackeln, weil gerade Fußgängerzone angesagt ist, mal soll er "perfekt" laufen weil wir Obi trainieren????? Ähm, hallo?
Zumal ich immer noch der Meinung bin, dass es einen Unterschied zwischen Leinenführigkeit und Fußarbeit gibt. Und für LEinenführigkeit gibt es kein Kommando. Die Leine am Hund ist das Signal, oder sollte es zumindest sein.
@Schopenhauer
da ich kein Clubmitglied bin, kann ich auf deine PN nicht antworten. Mailadresse steht auch nicht zur Verfügung. Hmmmm ...... 
Aber weisst Du, im Gegensatz zu Dir weiss ich, dass ich nicht perfekt bin. Insofern habe ich es nicht nötig, irgendjemandem zu beweisen, wie toll ich bin. Ich schreibe nur, was ich denke.
Und ja, ich denke, wenn ich mich in meiner Freizeit hinstelle und Training gebe, und das zusammengerechnet fast einen Arbeitstag lang, dann habe ich auch das Recht, gewisse Bedingungen zu stellen. Und stelle sie auch. Wenn das für Dich Arroganz ist, bitte, deine Meinung. Die steht Dir zu. Aber lass mir auch meine Meinung.
BTW: Du brauchst Dich nicht mit deinem ach so schwierigen Hund zu brüsten und Kommentare a la "es hat nicht jeder so einfache Hunde wie Du" abgeben. Denn das zeigt, dass Du meine Hunde, speziell bestimmte Hunde, überhaupt nicht kennst und absolut KEINE Ahnung von meinen Hunden hast.
Ach übrigens, mein ach so fürchterlicher Führstil im Agility
, interessant, dass es Leute gibt, die ich persönlich kenne und die im Agi wirklich gut sind, die da was ganz anderes sagen. Klar, macht Mensch immer wieder Fehler, keiner der HF im Agi ist immer 100%ig perfekt, auch dein DM Trainer nicht. Und bei einem schnellen Hund rächen sich diese Fehler eben auch deutlich schneller. Und enden dann idR in einer Dis. Aber Du darfst gern mal vorbeikommen und zeigen, wie ich es besser machen kann.
Schon mal Gedanken darüber gemacht, dass gerade die Tatsache, dass ich keine PRobleme damit habe, auch Videos zu veröffentlichen, wo wir Fehler gemacht haben und nicht alles 100%ig perfekt lief, deine "Behauptungen" von wegen ich würde mich für perfekt halten ad absurdum führen. Denn wenn Du nicht nur die Videos gesehen hast, sondern auch meine Kommentare dazu gelesen, dann hättest Du ganz schnell gemerkt, dass ich mich idR über die jeweiligen Fehler, die ich da produziert habe, lustig gemacht habe.
Terry
Das siehst Du nicht ganz richtig *ggg*
Ich versuche, perfekt zu sein. Und meine Teams auf Perfektion hin zu trainieren. Perfekt ... wir sind Lebewesen. Allein schon aus diesem Grund können wir nie wirklich perfekt sein.
Leela
Christl hat recht gut erklärt, warum mE Obedience als Sport und nicht als "Alltag" gesehen werden sollte.
Natürlich verbessert jegliche Arbeit mit dem Hund die Bindung zwischen Hund und HF. Aber dazu braucht es kein Obedience-Training. Da kannst Du alles mögliche andere auch trainieren. DogDancing bsp. Oder generell irgendwelche Kunststückchen.
Was den reinen Alltagsgehorsam betrifft. Vor Jahren sagte mal eine Frau aus meiner Trainingsgruppe etwas, das genau das trifft, was ich meine:
"Cindy, mein Hund kommt sofort wenn ich sie rufe, sie zieht nicht an der Leine, egal wo ich mit ihr laufe und wem ich begegne, sie setzt sich/legt sich sofort hin, wenn ich es sage. WARUM sollte sie exakt mit ihrer rechten Schulter an meinem linken Knie kleben?
Warum beim Herkommen ganz gerade vorsitzen? Mir ist sogar lieber, wenn sie einfach vor mir steht, da komme ich besser an ihr Halsband dran. Warum soll sie sich in eine gerade Sphinxstellung legen und dann ruhig liegenbleiben? Solange sie da bleibt, wo ich sie abgelegt habe, ist es mir egal, ob sie etwas mit dem Hinterteil rumkippt oder nicht".
Und genau das ist für mich Alltagsgehorsam. Hund führt das, was ich von ihm will, aus. Und zwar, ohne dabei auf Perfektion zu achten. Man kann gar nicht immer wirklich drauf achten, dass alles immer möglichst "perfekt" ausgeführt wird. Da geht man mal mit Hund raus und ist unter Zeitdruck. Jetzt braucht man eine Übung, Hund führt diese "schlampig" im Prüfungssinne aus. Und was dann? Eigentlich steht man zu sehr unter Stress, ist nervös usw. weil man vielleicht schon etwas unter Zeitdruck für einen wichtigen Termin steht, und dann? Hundi korrigieren? Einfach nicht beachten?
Nun, wenn ein Hund mal soweit ist, dass er nicht immer für jede Ausführung ein Lob bekommt, dann lernt Hund auch ganz schnell, dass er auch mit einer etwas "schlampigeren" Ausführung "durchkommt", wenn HF nicht wirklich 100% konsequent ist. Nun, vielleicht bringt eine so perfekte Person wie Schopenhauer diese ständige 100%ige Konsequenz auf. Ich weiss von mir, dass ich nur ein ganz normaler Mensch bin und damit durchaus im Alltag auch mal zu Inkonsequenz neige. Und nicht nur ich, sondern nahezu alle, die bei mir trainieren, sagen ganz klar, dass sie selbst auch immer wieder feststellen, dass sie im Alltag eben keine 100%ige Konsequenz hinsichtlich "möglichst perfekter" Ausführung aufbringen können. Wenn man selbst im Training schon immer mal wieder dabei ertappt wird, inkonsequent zu sein und auch mal eine "schlampigere" Ausführung zu bestätigen ..... ist es im Alltag ganz sicher keinen Deut besser.
Zu deiner Frage:
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Ob ernsthaft für euhc heißt dass man auch zu Prüfungen/Turnieren geht, weiß ich jetzt nicht.
Nein. Ernsthaft heisst für mich, dass sich der HF auch wirklich anstrengt und nicht nur zum Bespassen seines Hundes einmal die Woche auf dem Vereinsgelände erscheint und ansonsten nichts mit Hund macht. Sondern auch daheim regelmässig trainiert und entsprechend Fortschritte zu sehen sind. Und kein "ach heute lass ich das Training ausfallen, da so ein toller Film im Fernsehen kommt, nächste Woche gehe ich dann erst mal shoppen, übernächste Woche treffe ich mich mit Freunden, ach ja, und dann die Woche drauf, da habe ich grad mal nix vor, dann kann ich ja mal wieder ins Obi-Training gehen".
Ich habe durchaus Teams dabei, die so gut wie nie Prüfung laufen. Mindestens ein Team, das so gut wie sicher nie eine Prüfung laufen wird, weil der Hund gehandicapt ist. Ehrlich gesagt weiss ich nicht, wie die Reaktionen bei Teilnehmern und Richtern wären, wenn da plötzlich ein Hund auftaucht, der ein massiv verkrüppeltes Vorderbein hat und dessen Bewegungsfähigkeit aus diesem Grund doch etwas eingeschränkt ist. Werden wir diesen Winter mal abklären und dann ggf. vielleicht doch mal eine Prüfung bei uns auf dem Platz "wagen".
ABER! auch von diesem Team erwarte ich, dass man Trainingsfortschritte sieht und dass sie im Rahmen des Möglichen entsprechend an den Übungen "feilen". Und das machen die beiden auch wirklich gut.
Nur mal als Beispiel: wir hatten in den letzten Jahren genügend Anfragen von Leuten, die Obi trainieren wollten. Aber wenn man dann erklärte und darauf hinwies, worauf es ankommt, kamen Kommentare a la "ach, mir ist nicht so wichtig, dass das alles so exakt und gerade ist, da lege ich keine Wert darauf, wir wollen nur mal ein bischen Beschäftigung haben". Da fehlt mir persönlich einfach die rechte Einstellung zur Sache. Und die muss ja auch nicht jeder haben. Genauso wie es Leute gibt, die sagen, dass Agi nichts für sie ist. Geschmäcker sind nun mal verschieden.
Und wenn wir bei uns im Verein nur 2-3 Teams wären, die Obi machen, dann hätte ich damit vielleicht auch kein Problem. Aber nachdem wir bei drei Trainern einfach nicht mehr wissen, wie wir mit der Zeit rumkommen, damit jedes Team wirklich vernünftig trainieren kann, muss irgendwo auch mal ein Schlußstrich gezogen werden.