Beiträge von yane

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    Also ich kenne keinen kastrierten Hund der noch einen Foprtpflanzungstrieb hat. Mein kastrierter Rüde spielt sogar ohne Probleme mit läufigen Hündinnen.

    ich kenne kastrierte Rüden, und zwar ne ganze Reihe und durchaus auch recht früh kastrierte Rüden, die in der Lage sind, einen KOMPLETTEN Deckakt durchzuziehen. Einzige Ausnahme, sie besamen die Hündin nicht.

    Dagegen kenne ich unkastrierte Rüden, mit denen kann man mit läufigen Hündinnen (sofern diese nicht gerade in der Standhitze sind und stehenbleiben würden) problemlos spazierengehen.

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    Der Napf mit dem Fressen gehört dem Hund, zu allem anderen braucht er mein OK. Ich kann meinem Hund den Napf wegnehmen - aber warum sollte ich ihm den Stress des "Nahrungsentzugs" zumuten ?

    Prinzipiell hast Du recht, dieses obligatorische "Ich Chef - ich habe Hund alles wegnehmen zu können, auch sein Fressen" ist nervig.

    Aber es macht durchaus Sinn, das zu trainieren. Und dann ist es für den Hund auch kein Stress. Muss man ja nicht mit roher Gewalt trainieren, sondern kann es so trainieren, dass es für Hund was Positives ist, wenn Mensch an seinen Napf ranfasst.

    Bsp. indem man zu Anfang immer etwas Leckeres in den Napf reinlegt. Also, Hund frisst, man stellt sich daneben und legt ein Bröckchen Fleisch rein. Oder auch mehr als ein Bröckchen.

    Und dann so weiter. Letztendlich kann es nämlich wirklich mal passieren, dass was Unvorhergesehenes passiert. Und dann?

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    Es müssen aber andere wichtige Gründe vorliegen, die eine Kastration ausnahmsweise rechtfertigen.

    es handelt sich dabei um Urteile von Amtsgerichten. Und in dem Bereich gilt es immer noch als Auslegungssache.

    Diese beiden Gerichte/Richter haben es so gesehen. Andere Gerichte/Richter könnten es wieder anders sehen.

    Was dann?

    noch ein Hinweis,

    im Recht-Forum unter http://www.recht.de gibt es ein Unterforum zu Tierrecht/Tierkaufrecht etc.

    Da wurde diese Frage auch aufgeworfen. Gib mal dort in die Suchfunktion "Kastration" ein. Dann findest Du den Thread.


    Grundsätzlich sollte man sich genau überlegen, ob man mit den Bedingungen eines Vertrags einverstanden ist. Und notfalls eben die Finger von einem Vertrag lassen, der einem nicht zusagt.

    Zitat

    Laut Tierschutzgesetz ist eine Kastration ohne medizinische Indikation verboten, folglich sind die Klauseln nicht durchsetzbar.

    Laut Tierschutzgesetz gilt das Verbot zum teilweisen oder vollständigen Entfernen von Körperteilen ohne medizinische Indikation nicht, wenn zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

    Siehe TSchG, §6 Absatz 1 Satz 2 Punkt 5
    http://bundesrecht.juris.de/tierschg/__6.html

    Demnach ist eine Kastration ohne medizinische Indikation NICHT verboten.


    Und ob eine Kastrationsklausel gültig ist oder nicht kommt auf die Eigentums- und Besitzverhältnisse an und auf die Art der Formulierung im Vertrag. Da fragt man besser einen Anwalt.

    was "liegenbleiben" mit Dominanz oder Vertrauensbeweis zu tun haben soll ist mir persönlich ehrlich gesagt mehr als nur schleierhaft.

    Vielleicht ja noch eher mangelndes Vertrauen - dann aber liegt es in der Natur des Hundes.

    Anders ausgedrückt .... je selbstbewusster und souveräner unsere eigenen Hunde bisher waren/sind, desto weniger Probleme haben sie damit, dass ein Familienmitglied oder gar eine fremde Person über sie drübersteigt. Je unsicherer, ängstlicher der jeweilige Hund, desto eher neigt er zum aufstehen und weggehen.

    Wie gesagt, das sind die Erfahrungen mit unseren Hunden.

    Björn

    Der Unterschied zwischen den Nutztierzuchten und der Hundezucht ist, dass Erstere idR ziemlich genau Bescheid wissen, was sie tun.

    Aber zumindest bei den Uckermärkern war nicht in erster Linie das Entstehen einer neuen Rasse für die Kreuzungen entscheidend.
    Bei den Schafen kenne ich mich nicht aus, interessieren mich auch nicht sonderlich.

    Aber ganz sicher ging nicht mal eben Bauer X her und beschloss, seine Charolais-Kuh mit dem Fleckvieh-Bullen von Bauer Y besamen zu lassen.

    Wenn ich mich nicht irre, war auch nicht das vorrangige Ziel, eine neue Rasse zu schaffen. Auch wenn die Uckermärker Mitte der 90er dann doch als solche anerkannt wurden.
    Ziel war vordergründig, eine Fleischlinie aufzubauen, um diese mit Kühen des Milchtyps zu verpaaren.
    Soweit ich weiss, wurde diese Kreuzung erst dann gezielt untereinander weiterverpaart, als sich zeigte, dass die Nachkommen hervorragende Fleischleistungen mit guter Abkalbeleistung brachten. Und diese Leistungen auch in den folgenden Generationen erhalten blieben.

    Soll heissen, hier entstehen neue Rassen aus reinen Gebrauchskreuzungen mit ziemlich fest umrissenen Zuchtzielen. Und dahinter stehen ganze Institutionen, Genossenschaften, Hybrid-Zuchtprogramme usw. mit Biologen, Agraringenieuren, Fachtierärzten für Tierzucht und Vererbungslehre und und und.


    Wo bitte ist das Zuchtziel bei einem der typischen Designer Dogs?

    Die "Doodle"-Mischlinge vereinen die charakterlichen Eigenschaften ihrer Ausgangsrassen in sich. Was weiter nicht tragisch ist, da die Eigenschaften recht ähnlich sind. Äusserlich, nun ja, da sind sie nach wie vor "Wundertüten". V.a. was die vielgerühmten "hypoallergenen" Eigenschaften anbelangt.
    Also stellt sich mir die Frage, WO liegt das Zuchtziel?

    Das nächste Problem ist, dass der Trend zum Designer Dog immer stärker wird. Klar, für die Produzenten ist es ein Einfaches. Man mixe einfach zwei Ausgangsrassen, verpasse der Mischung einen exklusiven Namen, gründe schnell mal noch nen Verband, dass das mit den Papieren auch ganz offiziell aussieht und Bingo - fertig ist die neue "Rasse".

    Bei den Doodle-Mischlingen mag das ja noch halbwegs funktionieren, da hier zumindest von den Eigenschaften her absehbar ist, was rauskommt. Wie gesagt - KEIN Erfolg der Doodle-Produzenten, sondern der Züchter der Ausgangsrassen.

    Aber wie sieht es bei anderen Mischungen aus?
    Wo bitte ist das Zuchtziel bei einem Aussie-JRT-Mischling?????????
    Australian Shepherd - Hütehund mit Schutztrieb drin
    JRT - selbständig arbeitender Jagdhund mit Raubzeugschärfe

    für WEN will man eine derartige Mischung auf den Markt werfen?

    Für Leute mit Hüteambitionen? - schätze mal, da wird Corinna noch was dazu sagen, aber ich selbst würde, selbst als Laie, nicht mal im Traum daran denken, mir so einen Hund zum Hüten zu kaufen. V.a. weil man als Welpe ja nicht weiss, welche Eigenschaften nun wirklich zum Tragen kommen

    Für Leute mit jagdlichen Ambitionen? - dito

    Für Leute, die Ambitionen sowohl Richtung Jagd als auch Richtung Hüten haben? - ähm???? gibt es so was überhaupt?

    OK, ich weiss, dass in den USA einige GPs rumlaufen, die sowohl Jagdleistungsprüfungen als auch Herding Instinct Tests haben. Gibt's also wohl tatsächlich. Aber für die paar Hanseln, die so was just for fun machen, eine derartige Mischung zu kreieren????

    Für Leute, die sportliche Ambitionen haben? - seien wir ehrlich, wer ernsthafte sportliche Ambitionen hat, kauft sich keinen Mischling.

    Als Familienhund??????


    BTW - ja ich bin durchaus der MEinung, dass der Eurasier einer der ersten Designer Dogs überhaupt ist. Und wenn man es genau nimmt, braucht man ihn nicht. Vielleicht kenne ich mich mit diesen Rassen nicht so aus, aber ich sehe bsp. schon mal rein äusserlich keinen grossen Unterschied zwischen Eurasier, Chow-Chow, Samojede und Wolfspitz/Grosspitz.
    Inwieweit hier eklatante charakterliche Unterschiede vorliegen, weiss ich nicht. Diejenigen Hunde dieser Rassen, die ich bisher kennengelernt habe, unterschieden sich zumindest in meinen Augen von ihren charakterlichen Eigenschaften her nicht sonderlich. Insofern würde ich sagen, dass die Zucht des Eurasiers tatsächlich eigentlich nicht notwendig gewesen wäre.

    Was den Krohmfohrländer betrifft, kenne ich mich ja nun gar nicht aus. Sage dazu dann auch nichts. Aber mich würde auch hier interessieren, welches Zuchtziel erreicht werden sollte, was mit den zuvor vorhandenen Rassen nicht abgedeckt wurde.

    Zitat

    Ich meine den Kauf beim Züchter. Solange das Tierschutzgesetz sowas zuläßt und es Käufer gibt, werden gewisse Hunderassen weiterhin so kaputt gezüchtet.

    Dazu mal ein Kommentar meinerseits. Vor einigen JAhren war in einer Hundezeitschrift ein Interview mit einer Shar-Pei-Züchterin abgedruckt.

    Kommentar der Züchterin war, dass sie vermutlich bald aufhört zu züchten, da sie ihre Welpen nicht mehr verkauft bekommt. Die Haut des Shar-Pei sollte eigentlich nur im Welpenalter so richtig faltig sein. Die Falten sollen im Laufe des Erwachsenwerdens nahezu verschwinden, so dass sie nur noch angedeutet sind.
    Bei ihren Hunden sei das auch so (und ich habe tatsächlich schon ältere Shar-Peis gesehen, die nahezu keine Falten hatten, am Körper sowieso nicht und im Kopfbereich auch fast gar nicht mehr) - aber das wollten die Käufer nicht mehr. Wenn die ihre älteren Hunde sehen würden, wären sie entsetzt, da diese Hunde ja so "normal" und überhaupt nicht "auffällig" aussehen würden. So was wolle man nicht, schliesslich wolle man einen "exklusiven", sprich faltigen, auffälligen Hund.

    Es sind also durchaus nicht nur die Züchter, die die Hunde "verbiegen". Sondern auch die Käufer, die das immer Extremere haben wollen.

    a) ist der Hund zu alt für eine Erstgebärende, da gäbe es keine gesundheitlichen Vorteile, aber die Gefahr für Komplikationen bei der Geburt wären extrem hoch - es sei denn, es macht Dir nichts aus, dass das Risiko, deine Hündin während des Geburtsvorgangs zu verlieren unverhältnismässig hoch ist.

    In dem Alter lässt speziell die Dehnfähigkeit des knöchernen Geburtskanals deutlich nach. Bei Hündinnen, die bereits geworfen haben, ist der knöcherne Geburtskanal von den vorausgehenden Geburten bereits geweitet, so dass hier keine grössere Gefahr besteht. Bei einer Erstgebärenden ist die Gefahr, dass ein Welpe im Geburtskanal stecken bleibt, deutlich erhöht - Kaiserschnitt mit all seinen Komplikationen bis hin zum Verlust von Muttertier und Feten sind dann die Folge.

    Hündinnen in seriösen Zuchtverbänden werden in diesem Alter aus der Zucht genommen. Überleg Dir auch mal warum - vergleichbar wäre eine Frau mit Ende 40 Anfang 50 ........
    die Auswirkungen der Belastung von Trächtigkeit, Geburt und Säugen der Welpen sind für die Mutterhündin in diesem Alter deutlich höher als bei einer jungen Hündin. Willst Du das deiner Hündin wirklich noch zumuten? Dann kann deine Tierliebe nicht so weit her sein.

    b) Angeblich gesundheitliche Vorteile - welche denn?
    glaubst Du, die Scheinschwangerschaften hören danach dann auf? Träum weiter. Dass eine Hündin nach der Läufigkeit scheinschwanger wird, hat die Natur so eingerichtet. In einem Rudel pendeln sich Hündinnen häufig auf den gleichen Hormonzyklus ein. Soll heissen, sie werden zur gleichen Zeit läufig und sind dann entsprechend auch deckbereit. Sinn dahinter ist, dass die Welpen von einer zweiten Hündin versorgt werden können, falls der Mutter was passieren sollte. Sprich zur Sicherung des Überlebens des Nachwuchses.
    An einer Scheinschwangerschaft ist erst mal NICHTS Krankes.

    Nur wenn sie extrem übertrieben abläuft und die Hündin massiv darunter leidet, sollte man entsprechend eingreifen. IdR reichen homöopathische Mittel, im schlimmsten Fall Kastration.

    Gesundheitliche "Vorteile" von wegen "Scheinschwangerschaft tritt nach der Geburt nicht mehr auf" gibt es nicht. Wenn Du Pech hast, wird die Hündin nach einer regulären Geburt sogar noch stärker scheinschwanger.

    Und zudem - bei einer Trächtigkeit mit anschliessender Säugeperiode wird das Milchdrüsengewebe ebenfalls gereizt. Sogar noch deutlich stärker als bei einer Scheinschwangerschaft. Wo also liegt der gesundheitliche Vorteil?

    c) es gibt genug Mischlinge, die ein Zuhause suchen.
    Mal angenommen, deine Hündin hat 10 Welpen. Hast Du wirklich die Möglichkeit, notfalls mehrere dieser Welpen später, wenn die Besitzer ihrer überdrüssig geworden sind, zurückzunehmen und ggf. sogar für immer zu behalten? Vielleicht völlig verkorkste Hunde, weil Du den Welpenkäufern trotz aller noch so vermeintlich sorgfältigen Auswahl nur vor den Kopf schauen konntest.

    Denk daran, DU bist zeitlebens für diese Welpen, die Du so leichtfertig produziert hast, verantwortlich. Auch wenn aus dem ach so süssen Welpen ein verängstigter, unsicherer Hund geworden ist, der in Panik vor allem flüchtet, weil sein Besitzer ihn völlig verdorben hat. Oder wenn aus dem kleinen Welpi ein aggressiver Angstbeisser geworden ist.
    Und wenn die Besitzer dann diese Hunde wieder loswerden wollen - dann ist es DEINE Aufgabe, diese Hunde zurückzunehmen.

    Von KRankheiten etc. mal gar nicht zu reden.

    Dir ist schon klar, dass DU dafür gerade stehen musst, wenn diese ach so süssen Welpen dann HD bekommen oder sonst eine erbliche Krankheit?

    Meine Hunde haben die Ablage auch langsam und sicher gelernt.

    Aber ansonsten genau andersrum. Bestätigt wurde immer NUR in der Ablage. Durch Futter, durch Spielzeug werfen, direkt neben Hund, auf 30 m Entfernung ....

    Wie gut das funktioniert hat, kann ich bei meinen Hunden regelmässig sehen. Selbst das Chaostier liegt absolut sicher, auch wenn andere Hunde aufstehen, vorbeitoben, sie sogar zum Spielen auffordern.

    Das einzige Mal, wo ich wirklich Probleme mit der Ablage bei einer meiner Hündinnen bekommen habe, war kurz vor deren BH-Prüfung. Sie lag in der Ablage und ein HF einer der anderen beiden Gruppen, die mit auf dem Platz waren, warf seinen Ball so "geschickt", dass dieser über meine Hündin drüber flog und sein Hund hinterherhetzte und dabei meine liegende Hündin über den Haufen rannte :motz: . Die nächsten 2-3 Trainingseinheiten danach war sie etwas unsicher in der Ablage. Also nochmal etwas zurück und ganz kurze Ablagen mit viel Bestätigung IM Liegen.