Beiträge von yane

    Hi, jepoo,

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    ich würde gerne wissen wer von euch einen Grosspudel hat und woher ihr ihn habt.

    zwei Grosse, 1x apricot Hündin, 11,5 Jahre alt, 1x weisse Hündin 8 Jahre alt.

    Beide von VDH-Züchtern.


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    Welche Erfahrungen habt ihr mit den Grosspudeln gemacht?

    gute Frage, was verstehst Du unter "Erfahrung"? meine beiden Damen sind vom Wesen her so unterschiedlich, das könnten theoretisch zwei verschiedene Rassen sein.

    Yanta, die Aprikose, ist eher ein zartes Pflänzchen, wobei sie auch mal zickig werden kann. Ist eher eine sehr unsichere, ängstliche Hündin. Extrem hohe Arbeitsintelligenz, lernt rasend schnell. Arbeitsmässig gut zu motivieren, solange man keinen Druck ausübt und v.a. über positive Bestärkung und Shaping arbeitet. Dann nahezu unermüdlich - ein ""Workoholic" von der angenehmen Sorte, da sie auch mal für ein paar Tage nur mit "Schmalspur"-Auslastung zufrieden ist.

    Nele, die Weisse, ist ein kindsköpfiges, chaotisches Trampeltier. IdR immer gut drauf, immer gut gelaunt, bei allem mit Feuereifer dabei. Wobei ihre Motivation bzw. ihr Übereifer häufig eher hinderlich ist. Auf sie trifft der Spruch "Trieb macht blöd" zu 100% zu. Was nicht heisst, dass sie nicht schnell und gut lernt. Aber man darf sie nicht zu sehr motivieren, sonst knallt sie durch, im wahrsten Sinne des Wortes. Früher wäre sie spätestens nach dem 2. Tag "Schmalspur"-Auslastung völlig überdreht. 1.5-2 Stunden Spaziergang plus mindestens 30 min Kopfarbeit waren da das Minimum. Heute kann sie auch mal 2-3 Tage nur mit 1,5 Stunden Spaziergang "überstehen", ohne gleich das Haus auseinanderzunehmen. Sie ist allerdings die Ausnahme. Derart durchgeknallte GPs gibt es eher weniger. Da ich so einen Hund wollte, hatte ich mir gezielt die Linie danach ausgesucht.

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    Und welche Ausbildung macht ihr mit Ihnen?

    Agility, Obedience, alle möglichen und unmöglichen Kunststückchen, Tricks usw. Meine ältere kann bsp. nahezu alles, was man so beim DogDancing sieht. Nur Frauchen bekommt es nicht auf die Reihe, sich mal ne Choreographie zu überlegen.


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    Wieviel Auslauf gebt ihr eurem Grosspudel?

    Jetzt mindestens 1,5 Stunden pro Tag. Früher brauchte zumindest die weisse deutlich mehr.


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    Falls ihr arbeitet, was macht ihr wärend der Arbeit mit eurem Pudel?

    sind tagsüber bei meinen Eltern.


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    Vielleicht habt ihr ja auch fotos und würdet diese gerne veröffentlichen :D
    Ich würde sie zumindest gerne sehen =)

    mach ich mal im Lauf des Wochenendes, aber im Moment keine Zeit.

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    Und da habe ich eben überlegt wenn ich sowieso umstelle, ob es nicht leichter für sie ist, wenn sie nicht hintenrum geht, sondern eben von links. So dass sie zur anderen Übung mit Vorsitz keine Verbindung hat.

    würde ich auch so sehen. Und ich würde sowieso ein komplett anderes Signal dafür verwenden. Wenn Du das langsam und gründlich aufbaust, dann sollte das kein Problem sein.


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    Aber wenn ich mir das so anschaue, dann springen die meisten Hunde ja direkt in die GS. Kommt das später einfach mit der Schnelligkeit aufgrund der Routine?Besteht bei einem nicht ganz sooo übereifrigen Hund die Gefahr, dass er immer eher einen kleinen Bogen macht? Oder ist das egal?

    Mir wäre es egal, wenn Hund nicht springt sondern "läuft". Wenn das entsprechend schnell geschieht, sieht das auch gut aus.
    Wenn man dagegen so ein chaotisches weisses Känguruh hat, das zwar mit Schwung und Karacho in die GS springt, dabei aber mal eben den HF seitlich wegkegelt :lol: , sieht das sicher bedeutend weniger schön und gut aus, wie ein Hund, der nicht springt, sondern "nur" schnell läuft.

    Übrigens, wir haben eine Eurasier-Hündin bei uns, die ja nun nicht wirklich zu den arbeitsgeilen Rassen zählen. Und selbst die hat nach einiger Zeit angefangen zu springen.

    Wichtig ist, dass Du von Anfang an schaust, dass Du besonders schnelle Ausführungen extra stark belohnst und überhaupt eine hohe Motivation auf diese Übung packst. V.a. bei einem Hund, der nicht sooooo ganz toll motiviert ist. Bei sprunggewaltigen weissen Känguruhs kann man auch zusehen, dass die Motivation vielleicht etwas niedriger bleibt - wie gesagt, durch die Gegend fliegende HFs sehen nicht so beeindruckend aus :D

    las sich im ersten Moment so.

    Wobei ich das mit dem Nachrücken zwischendurch auch mache. Aber nicht als Anfang.

    Hund lernt zu Anfang, sich neben mir einzudrehen, ähnlich wie SheltiePower es beschrieben hat. Hat mE den Vorteil, dass Hund lernt, mit seiner Hinterhand zu arbeiten und sich wirklich am Hundeführer auszurichten. Gerade bei grossen Hundenist ja die Hinterhandarbeit immer ein Manko.

    Sobald Hund gelernt hat, sicher "reinzukommen" und sich so einzudrehen, dass er gerade am HF sitzt, gehe ich dazu über, zunächst seitlich nach rechts wegzugehen (wie die Seitwärtsschritte im O3) und dann Hund nachrutschen zu lassen. Da Hund ja gelernt hat, sich neben mir einzudrehen und korrekt auszurichten, ist das dann auch kein Problem mehr.

    Der nächste Schritt beinhaltet dann die Winkelarbeit und Kehrtwendungen, und natürlich auch die Seitwärtsschritte nach rechts.
    Bis hierhin noch alles aus dem Stand heraus.

    Wenn das alles klappt und Hund dabei korrekt folgen und sich immer wieder gleich korrekt ausrichten kann, dann erst geht's ans geradeaus laufen. Bis dahin hat Hund die korrekte Position am Bein schon so verinnerlicht, dass das Geradeauslaufen nur noch reine Fleissarbeit des HF ist.

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    Sheltie-Power: Die von Dir erklärte Version gefällt mir bei größeren Hunden so gar nicht. Die machen dann immer erst nen Satz am Hundeführer vorbei, drehen dann hinter ihm und setzen sich erst dann daneben. Ich finde, das sieht dann so ungelenk und grobmotorisch aus. Auch schaffen viele große Hunde es so nicht, ganz gerade zu kommen und sitzen dann doch schief, weil der Arm vom Frauchen auch oft nicht lang genug ist.

    Diese Variante funktioniert nach meiner Erfahrung zumindest mit Grosspudeln bestens. Gehe mal davon aus, dass ein 66 cm Hund nicht besonders "klein" ist, sondern doch schon eher zu den grösseren Hunden zählt. Und auch mit Labradoren, Tervueren, DSHs usw.

    Das Problem mit dem "immer erst nen Satz am Hundeführer vorbei, drehen dann hinter ihm und setzen sich erst dann daneben" haben unsere Hunde nicht.

    der Hund sitzt eher gerade, wenn er links einschwenkt. Muss das natürlich gelernt haben. Aber dann kann Hund sich exakt in die Position bringen.
    Die Hunde, die "hintenrum" laufen, drehen eher ihr Hinterteil nach aussen, weil sie nicht in der Lage sind, sich selbständig nach dem HF auszurichten.

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    Frage: was spricht gegen das "mit-dem-Leckerli-rüberlocken"??

    der Hund soll das Gerät erlernen und nicht "folge dem Leckerlie in der Hand". Gerade beim Steg ist das mE sehr gefährlich, bei der Wippe natürlich auch. Wenn der Hund nur die Nase am LEckerlie hat, konzentriert er sich nicht auf das, was er tun soll. Und damit sind Unfälle vorprogrammiert. Gerade auch bei grösseren Hunden.

    Dann, wenn Hund am unteren Ende der Abgangszone das Leckerlie bekommt und er begreift "ach da gibt es das Leckerlie", dann ist die Gefahr gross, dass eine Fehlverknüpfung stattfindet. Denn nicht wenige dieser Hunde lernen sehr schnell, dass sie auf dem Abgangsteil ihr Leckerlie bekommen. Aber sie verknüpfen das häufig nicht mit dem Zonenende, sondern fangen schon früher an, abzustoppen. Was dann mit noch mehr locken und animieren beantwortet wird, weil man Hund ja schnell die Zonen runterbekommen möchte. Was aber wiederum den Hund in seinem Verhalten bestätigt von wegen früh genug auf dem Abgang abzubremsen. Ich habe dabei Hunde gesehen, die bereits regelrecht am Scheitelpunkt der Wand stehenblieben und wie festgenagelt auf die "Betteleien" der HF warteten. Was übrigens idR dann auch dazu führte, dass die Hunde die Zonen übersprangen, da HF entweder mit der Hand oder gleich ganz mit dem Körper den Mindestarbeitsabstand des Hundes unterschritten hatte.
    Das Ganze endete dann entweder im Frust/Resignation der HF oder in der Einsicht, dass da nur noch ein kompletter Neuaufbau hilft. Was idR nicht unter 6 Monaten konsequentem Training abgeht. Eher mehr.

    And last but not least - die führende Hand ist eine extreme Hilfe. Schlimmstenfalls eine, die man nur langwierig oder gar nicht abbauen kann. Gar nicht v.a. dann, wenn kein vernünftiges Zonentraining dazu kommt (was bei dieser Methode idR nicht gemacht wird). Der Hund lernt dadurch nicht, das Gerät selbständig abzuarbeiten. Was im Agi heutiger Zeit aber wichtig ist.


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    Wenn der Hund verfressen genug ist, hat´s Erfolg, und der Hund gerät nicht groß in Streß

    Die Frage ist, wie definiert man "Erfolg". Für den einen ist es ein Erfolg, wenn Hund möglichst schnell über die Zonengeräte geht, egal wie. Hauptsache drüber.

    Für den anderen ist es ein Erfolg, wenn der Hund gelernt hat, die Zonengeräte selbständig abzuarbeiten.

    Letzteres dauert natürlich seine Zeit. Aber Stress kommt dabei nicht auf, wenn man das mit Verstand macht, zumindest kein übermässiger negativer Stress.

    Mir ist wichtig, dass ich mich bei den Zonengeräten auf meinen Hund verlassen kann. Und nicht so sehr, dass Hund möglichst früh über das komplette Zonengerät geht. Deshalb ist bsp. meine Jüngste auch erst nach gut 5-6 Monaten Training das erste Mal komplett über ein Zonengerät drüber. Und glaub mir, Stress hatte sie da keinen.

    wir bauen die Zonen auch von hinten auf, allerdings nicht mit Sitz, sondern mit Steh. Ist mE für den Hund besser.

    Und klar, die Wand sollte erst mal ganz flach stehen. Ebenso Steg und Wippe (unsere lässt sich in der Höhe verstellen). Alles andere macht keinen Sinn.

    Viele Hunde haben am Anfang mit ein oder zwei Hindernissen Probleme. Wenn man die dann entsprechend langsam aufbaut, funktioniert das idR irgendwann problemlos. Auch Agility muss ein Hund erst mal lernen.

    martina

    für mich lesen sich deine Postings so, als wolltest Du nur die Bestätigung, dass man auch ohne HuSchu den Hund erziehen kann.

    Kann man, keine Frage. Wenn man Ahnung hat WIE.
    Eine Hundeschule ist übrigens nicht dazu da, den Hund zu erziehen. Sondern selbst zu lernen wie man einen Hund erziehen kann. Und gerade weil es immer noch viele Leute gibt, die diesen feinen Unterschied nicht verstehen, gibt es so viele Hunde, mit denen in Hundeschulen gegangen wird und die trotzdem nicht hören. Der wöchentliche Besuch der HuSchu ersetzt NICHT das tägliche Training ausserhalb des Hundeplatzes. Sondern dient dazu, hoffentlich kompetente Ansprechpartner zu haben, die einem zeigen, wie man am besten mit dem individuellen Hund und den individuellen Problemen umgeht.

    Dass die meisten Trainingszeiten nach 17:00 bzw. am Wochenende stattfinden, liegt wohl daran, dass Du bisher v.a. in HundesportVEREINEN nachgeschaut hast. Und da solltest Du mal dezent darüber nachdenken, dass die Leute, die da als Trainer auf dem Platz stehen, das in ihrer FREIZEIT machen. Und ohne dafür bezahlt zu werden. Teilweise mit Familie, inkl. Kindern, und natürlich eigenen Hunden.
    Das ist dann Hobby und irgendwo muss das Geld für's Hobby auch herkommen. Zumal ja nicht nur die Zeit auf dem Platz zu sehen ist. Da kommen die ganzen Seminare und Prüfungen für den Trainerschein dazu, dann die Weiterbildungen, die zumindest in meinem Verband regelmässig gemacht werden müssen. Und und und. Fahrtkosten, evtl. sogar Übernachtungen und so weiter. Alles wird zum grössten Teil aus der eigenen Tasche bezahlt. Und das Geld dafür will ja auch erst mal verdient werden.

    Es gibt inzwischen genügend private Hundetrainer, die davon leben. Bei diesen privaten Hundetrainern/Hundeschulen kann man dann auch tagsüber Training bekommen. Ist dann halt entsprechend teurer, da ja dieser Trainer von dem eingenommenen Geld lebt.