Beiträge von yane

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    Ich traue mich noch nicht ran, den Grundgehorsam zu clickern... ich möchte ihr also normal die Grundkommandos beibringen und den Clicker einfach nur für Tricks verwenden. Ist das okay? Meine Frage ist also, ob man quasi beide Ausbildungsmethoden parallel machen kann?

    kommt drauf an, was Du unter "Clickertraining" verstehst. Wenn Du nur einen Clicker in der Hand hast um damit einen besseren Marker zu haben, ansonsten aber über Locken etc. arbeitest, geht das.

    Wenn Du aber vorhast, ernsthaft zu clickern, sprich über Shaping/freie Verhaltensformung zu trainieren, dann funktioniert das nicht wirklich. Beim Shapen braucht es einen Hund, der von sich aus anbietet und mitdenkt. Und nicht nur ein Befehlsempfänger ist.
    Letztendlich verwirrst Du deinen Hund dann nur, weil er nicht weiss, wie er reagieren soll. Einmal darf er selbst arbeiten und ausprobieren, einmal darf er es nicht ..... das funktioniert nicht wirklich.

    Hi,

    zunächst mal als kurze Anmerkung - korrekte Fußarbeit hat nichts mit Alltagstauglichkeit zu tun. So wie Hund auf dem Platz für Prüfungen Fuß laufen soll, das kann man im Alltag nicht aufrechterhalten. Denn das heisst in dem Fall nicht nur volle Konzentration von Hund auf Hundeführer, sondern auch umgekehrt volle Konzentration von HF auf Hund. Also bsp. nix mit Freundin spazierengehen, Hund läuft korrekt Fuß und Mensch klönt mit Freundin oder so.

    Zum eigentlichen Thema wäre die Hauptfrage, wie habt ihr das Fuß aufgebaut? Ob Leckerlie oder Spielzeug als Bestätigung ist dabei irrelevant. Mich interessiert die Vorgehensweise.
    Also bsp. mit Futterlocken, über freies Formen mit Clicker, Beutetreiben, ......

    Quendolina

    ganz klar, wenn man weiss, dass ein Hund stänkert, aggressive Verhaltensweisen zeigt usw. dann hat dieser Hund entweder unter der Kontrolle des HF zu stehen oder der HF hat dafür zu sorgen, dass nichts passiert.

    Trotzdem kann es immer mal wieder zu unglücklichen Vorkommnissen führen.

    Ich war auch nicht glücklich darüber, dass meine Zwergin einmal beim Abbauen der Geräte von einem anderen Hund angegangen wurde, einmal bei einem Turnier nach unserem Lauf und ein drittes Mal bei einem Spaziergang von einem in dem Fall grossen Hund mal eben hapsch in den Fang genommen wurde.

    Trotzdem kann ich sie im Anschluss daran nicht in Watte packen. Sie muss damit zurechtkommen, dass sie weiterhin anderen Hunden begegnet. Sowohl im Agi-Training als auch auf Agi-Turnieren als auch bei Spaziergängen.

    die Frage ist, wie definiert man Pausen?

    Wir haben derzeit nur zwei Small-Hunde in der small-Turnierhundegruppe. Wir trainieren mit diesen zwei Hunden 20-30 min. 3 Läufe, jeder hat 2 Durchgänge pro Lauf. Idealerweise ausführliche Parcoursbegehung, dann läuft ein Team, das andere hat Pause. Je nachdem wiederholt das laufende Team den Lauf nochmal, probiert vielleicht eine andere Führvariante aus oder testet, wo die Grenzen bei der ersten Führweise liegen. Das kann dann schon mal ein paar Minuten dauern. Dann das nächste Team - gleiches Spiel. Dann nochmal ein Durchgang. Also, insgesamt komme ich bei 2 Teams in 20-30 min schon auf ein paar Minuten Pause. Ich kann ja mal im nächsten Training die Zeiten stoppen.

    Ich sehe es zwar absolut nicht so, dass es ok ist, wenn ein Hund einen anderen vom Steg holt, anknurrt etc. Mit ein Grund, warum mE nur Hunde ins Agi-Training gehören, die ohne Leine gut hören und eine Leine im Agi-Training, zumindest im Parcours, rein überhaupt NICHTS verloren hat (mal von der Verletzungsgefahr ganz abgesehen).

    Aber es kann passieren. Pech. Solange das eine einmalige Gelegenheit und kein "Normalzustand" ist ...... .
    Dann sollte man sich das für die Zukunft merken und grösseren Abstand halten oder Hund in den Trainingspausen, wenn ein anderes Team im Parcours läuft, eben an die Leine nehmen.

    Aber ich denke auch, dass man da zu viel TamTam dann drum macht.

    beaglebonny
    Du warst ja direkt nach dem Geschehen schon so drauf "oh Gott, hoffentlich hat sie jetzt keine Angst". Ehrlich gesagt, war ich da schon drauf und dran, Dir zu schreiben, dass das beim nächsten Training nichts wird. Nicht weil dein Hund Angst hat, sondern weil Du Angst hast.
    Glaubst Du wirklich, Du bist beim nächsten Training völlig locker-flockig auf den Platz gegangen? Ich würde mal tippen, dass Du da schon nervös und unsicher warst. Was dann natürlich auch auf deinen Hund übergeht, v.a. wenn deine Kleine eh ein Sensibelchen ist. Du bist unsicher ob deine Kleine jetzt vielleicht Angst zeigt, deine Kleine merkt deine Unsicherheit, zeigt das dann selbst durch unsicheres Verhalten, Du siehst ihr unsicheres Verhalten, wirst in deinem Denken bestätigt und selbst noch unsicherer. Deine Kleine wiederum merkt, dass Du immer nervöser und unsicherer wirst, also muss da wirklich was Angsteinflössendes sein und wird noch unsicherer ........
    erkennst Du den Teufelskreis?

    Deine Kleine hat genau gemerkt, dass was nicht in Ordnung ist. Vielleicht aber war nicht der Angriff die Woche davor, sondern deine eigene Unsicherheit die Ursache? Nur mal so zum drüber nachdenken.

    Übrigens, auch zu viel Motivation kann Unsicherheitb bewirken. Nämlich dann, wenn HF einen sensiblen Hund auf ihm völlig unbekannte Weise motivieren will und sich dabei auch völlig anders verhält als bisher.

    Also, ganz ruhig bleiben, und völlig locker und gelassen in die nächste Trainingsstunde gehen. Und ja, deine Trainerin hat recht, so was kann passieren und da müsst ihr einfach durch, wenn das passiert ist. Hinterher darüber zu lamentieren, dass das nicht hätte passieren sollen, hilft auch nichts. Passiert ist passiert. Andernfalls kannst Du deinen Hund in Watte packen.

    Zitat

    Ich weiß leider niht, wie ich beweisen sollte, dass es mein Hund ist :???:
    Wie kann man das denn beweisen??

    Bsp. mit einem Kaufvertrag, in dem dein Name steht. Oder mit einer Versicherung für den Hund, die auf deinen Namen läuft. Oder wenn dein Hund auf deinen Namen bei der Stadt gemeldet ist.

    Zitat

    Yana???? wir arbeiten nur mit Cliker und ich käme nie auf die Idee irgendwelche übungen oder anweisungen abzulehnen denn wie soll mein Hund was lernen wenn ich nix mitmachen will oder nur die Hälfte ???

    wenn Du mich meinst - ich meinte nicht, dass Hf die Übungsausführungen an sich ablehnten. Sondern dass einfach der Sinn für die Perfektion der Ausführung fehlt. Obedience ist nun mal ein reiner Sport, da kommt es auf Perfektion an. Im Alltag ist es nicht wichtig, ob der Hund nun korrekt Fuß läuft, ein paar cm vorprellt oder nachhängt, ob er leicht pendelt usw. Wenn ich im Alltag Bälle werfe, ist es doch egal, ob Hund so schnell reinkommt wie er rausgeht usw.

    Und wie das halt so ist, es gibt nun mal solche und solche Menschen. Ich mache mit meinen Hunden Obi weil es mir Spass macht an Übungen zu feilen, Perfektion anzustreben (auch wenn wir davon noch meilenweit entfernt sind *ggg*). Aber es gibt halt auch Leute, die wollen nur ein bischen ihren Hund beschäftigen, streben nie eine Prüfung an und finden es auch nicht unbedingt so spannend an der Ausführung zu feilen. Ist halt Einstellungssache.

    Und ich hätte auch keine Probleme, mit solchen Leuten zu trainieren, wenn nicht die Tatsache wäre, dass wir einfach zu wenig Trainingszeit haben.