Beiträge von yane

    Zitat

    Aber ich frage mich was genau mit "das V.amt hat am Montag einen Termin" gemeint ist?
    Denkt Ihr der Termin ist zur Kontrolle oder zum Abholen der Hunde??

    Grundsätzlich erst mal Kontrolle. Das Veterinäramt ist eine Behörde und muss sich an die Vorschriften halten. Also erst mal wird kontrolliert ob die Bestimmungen/Vorschriften verletzt wurden. Und wenn das der Fall ist, wird entsprechend gehandelt.
    Das Vetamt kann nicht einfach hergehen und Hunde wegnehmen, nur weil irgendjemand Anzeige erstattet hat. So läuft das nicht.

    BTW - Tierheim, Tierschutzorgas etc. können überhaupt nichts machen. Das sind Vereine, die können max. sich mit dem zuständigen Vetamt in Verbindung setzen. Nur mal so als Info.

    Zitat

    wie bring ich denn am besten ein Steh nach vorne beI?? das ist ja viel schwieriger als nach hinten...

    Im Prinzip ähnlich wie Sitz und Platz. Mit Leckerlie in der Hand führen. Braucht ein bischen Zeit bis man das Gefühl dafür bekommt, dass Hund einerseits zwar nach vorne aufsteht, andererseits aber die Hinterbeine nicht bewegt. Da hilft nur probieren und trainieren *gggg*


    Zitat

    kannst du das mit dem Bewegungen addieren" nochmal kurz für Dumme (Phantasielose) erklären?? :ops:

    ganz einfach - vor Jahren galt noch, dass der Hund am Ende da liegen soll, wo er am Anfang lag. Lag er nicht mehr an der Stelle, zählte die Distanz zwischen Anfangs- und Endposition.

    Jetzt ist es so, dass jede einzelne Vorwärts- oder Rückwärts-Positionsänderung zählt und diese addiert werden.

    Nehmen wir mal einfach die Distanzkontrolle aus dem Video (peinlich peinlich, habe gerade gesehen, dass ich das als Zitat und nicht als Link eingefügt habe :ops: )

    Die Wechsel sind:

    Platz > Sitz
    Sitz > Steh
    Steh > Platz
    Platz > Steh
    Steh > Sitz
    Sitz > Platz

    Platz > Sitz und Sitz > Platz ist einfach - idR bleibt Hund dabei mit den Hinterbeinen fest, springt vom Platz hoch und zurück ins Sitz, und lässt sich dann wieder ins Platz nach vorn fallen. Nicht weiter tragisch.

    Bringt man jetzt aber das Steh aus Sitz und Platz so bei, dass Hund nach hinten weg aufsteht, hat man zweimal eine Bewegung in der Hinterhand nach hinten. Das konnte man früher dadurch abfangen, dass Hund sich bsp. wieder nach vorne abgelegt hat, oder eben das Hinterteil beim Sitz aus dem Steh wieder rangezogen hat.

    Bsp:

    Platz > Sitz Hinterbeine fest
    Sitz > Steh Vorderbeine fest, Hund steht nach hinten auf -> Hinterbeine bewegen sich um 10-15 cm nach hinten
    Steh > Platz beide Beine fest, Hund legt sich gerade nach unten ab
    Platz > Steh beide Beine fest, Hund stellt sich gerade auf
    Steh > Sitz Vorderbeine fest, Hund bewegt das Hinterteil um 10-15 cm nach vorne
    Sitz > Platz Hinterbeine fest, Hund legt sich nach vorne ab

    Im Endeffekt liegt Hund fast wieder an der Ausgangsposition. Aber tatsächlich hat der Hund sich insgesamt um 2x 10-15 cm bewegt. Macht 20-30 cm - abhängig von der Hundegrösse und damit gut und gerne mindestens eine halbe Körperlänge.

    lässt der Hund dagegen ein Beinpaar permanent "stehen", gibt es kein "Verrutschen" des Platzes. Ok?

    so, das video nochmal als Link *ggg*


    http://obeissancecanine.free.fr/videos/loppa/2…ratposition.wmv

    zu eurer Fußarbeit - ich würde mir überlegen, etwas mehr Tempo nach vorne zu machen, sprich etwas schneller zu gehen. Könnte helfen. Im Moment läufst Du sehr verhalten. Das heisst, dein Hund muss sich sehr versammeln, dadurch tritt er ähnlich wie ein Pferd deutlich vermehrt unter, und das Hinterteil kommt runter.

    Spiel einfach mal ein bischen mit dem Tempo beim Fußgehen und lass Dich dabei filmen. Schau Dir an, was Dir am besten gefällt, und das Tempo übst Du dann.

    Zitat

    Wenn sonst beim Sitz-Platz und beim Platz-Sitz die Hinterhand bleibt, muss die dann beim Sitz-Steh auch bleiben? Also müsste er dann nach vorne aufstehen?

    Ja.


    Zitat

    Und wie wäre dann Steh-Sitz??

    nach hinten absitzen.

    Die Sache ist die, dass inzwischen nicht mehr gilt "Hund soll am Ende wieder in der Ausgangsposition liegen". Sondern die Bewegungen, die Hund während der Ablage macht, addiert werden.
    Das heisst, geht Hund einmal zurück, dann wieder vor usw. kann da ganz schnell eine Körperlänge Bewegung drin sein.

    Hier

    Zitat


    ist eine fast perfekte Distanzkontrolle. Du siehst, dass die Hinterbeine immer auf der weissen Linie stehenbleiben, bis auf den zweitletzten Positionswechsel - da kommt Hund leider deutlich vor, nicht viel, aber deutlich :sad2:

    Es besteht natürlich die Möglichkeit, die Vorderbeine "stehenzulassen".
    Die Schwierigkeit dabei besteht darin, den Hund vom Sitz ins Platz zu bekommen, ohne dass er als "Zwischenschritt" kurz ins Steh übergeht.
    Dazu kommt, da es inzwischen "normal" ist, die Hinterbeine stehenzulassen, dass die Richter häufig schon nur noch auf die Hinterbeine schauen. Und wenn die sich bewegen - Punktabzug. Eine Vereinskollegin hat ihrem Hund beigebracht, die Vorderbeine stehenzulassen. Und dieser Hund schafft es auch, vom Sitz regelrecht ins Platz nach hinten zu rutschen. Trotzdem gibt es immer wieder Punktabzug von wegen "Bewegung". Obwohl auf den Videos deutlich erkennbar ist, dass die Vorderbeine regelrecht kleben.


    Murmelchen

    mir ist die Leine permanent zu straff - das würde ich als allererstes mal abstellen - durchhängende Leine. Deutlich durchhängend.
    Dann, dein Hund neigt dazu zu weit vorne zu sein - Schulter auf Kniehöhe, nicht Knie auf Kniehöhe.
    Deine Korrekturen bringen dabei mE auch nicht viel - dein Hund lernt nur, die Korrekturen als Teil der Übung zu begreifen. Ich meine damit bsp. die Stelle, an der Du anhälst, Hund setzt sich zu weit vor in GS, Du ruckst an der Leine und Hund korrigiert sich rückwärts.
    In der Prüfung darfst Du nicht rucken, also wird Hund zu weit vorne sitzen, da er nicht gelernt hat, die Übung gleich richtig auszuführen. Gleiches beim Tempowechsel.
    Ich würde grundsätzlich die Übung an so einer Stelle abbrechen und neu anfangen. Abbruch über ein möglichst neutrales Signal, kein "Nein" oder so. Ein Signal, das Hund bereits als "Schade, das war nichts, das machen wir nochmal" kennengelernt hat.

    Ebenso beim Apportieren - Du hilfst zu viel mit den Armen. Und korrigierst zu viel - bestätigst die Korrekturen. In Prüfungen darfst Du nicht korrigieren. Und da Hund auf diese Weise nur lernt, die Übung mit Korrektur korrekt auszuführen, hast Du in Prüfungen später ein Problem - nämlich die zunächst unsaubere Ausführung.

    Der Hund hat genau eine Chance, die Übung korrekt auszuführen. Ansonsten Abbruch und neu. Nix Korrektur und Bestätigung derselben.

    So würde ich das zumindest machen.

    ich würde nicht sagen, dass die meisten Hunde die Rute oben haben. V.a. wie definiert man "oben"?

    Im Verhältnis zu meiner weissen GP-Hündin bsp. haben fast alle Hunde die Rute eher unten. Was bei ihr schon "Rute auf Halbmast" ist, ist bei anderen Hunden normale Rutenhaltung oder schon "Rute oben". Was schon öfter dazu geführt hat, dass ihre Stimmungslage von anderen Menschen, die das nicht gewöhnt sind, völlig falsch eingeschätzt wird. Ich erinnere mich da besonders an ein Agi-Seminar mit einem Border Collie Halter als Seminarleiter, der mir weissmachen wollte, dass meine Hündin mich "verarschen" will, so von wegen "sie hat ja ihre Rute oben, also kann das keine Verunsicherung im Verhalten/Unbehagen sein". Ich habe dann das Seminar mit dieser Hündin abgebrochen und mit meiner anderen Hündin weitergemacht. Es stellte sich hinterher heraus, dass meine Einschätzung richtig war - meine Kleine hat nämlich ne Gebärmutterentzündung entwickelt.

    Was lernen wir daraus? Jeder Halter muss selbst für seinen Hund herausfinden, welche Rutenhaltung nun ok ist und welche in irgendeiner Form Unbehagen oder gar Schmerzen anzeigt. Ganz besonders wenn es sich um Mischlinge handelt, deren Elternteile teilweise recht unterschiedlichen Körperbau haben. Ein "normal" im Sinne von Allgemeingültig gibt es da einfach nicht.

    BTW - meine andere GP-Hündin hat schon immer eine Rutenhaltung gehabt, die eher der Haltung von Retrievern entsprach. Was bei ihr "frühlich-erregte Haltung" ist von der Höhe her ist bei der oben erwähnten Hündin bereits "Halbmast" - also kann man nicht mal unbedingt eine Allgemeingültigkeit innerhalb der Rasse festmachen.

    Umziehen in eine möglichst ebenerdige Wohnung ist immer gut, wenn Du die Möglichkeit dazu hast.

    Ich würde ihn mal durchchecken lassen - Herz, geriatrisches Blutprofil usw.
    Dazu würde ich ihn, wenn er schon bei grösseren Spaziergängen (was verstehst Du darunter?) schnell schlapp macht, nicht mehr so lange mit dem anderen Hund spielen lassen, wenn das eher wilde Rennspiele und Rangeleien sind.


    Ansonsten kann Dir niemand sagen, wie alt dein Hund werden wird. Wie tagakm schon geschrieben hat, es gibt kein Mindestalter. Höchstens ein Durchschnittsalter. Und wie das mit dem Durchschnittsalter so ist, es gibt Hunde, die sterben sehr viel früher und andererseits gibt es Hunde, die leben um Jahre länger als das Durchschnittsalter.

    Meine älteste Hündin wird im September 12 Jahre. Grosspudel - durchschnittliche Lebenserwartung bei den Grossen so um die 12-14 Jahre. Ihre Ururgrossmutter wurde 13, ihre Urgrossmutter 10, ihre Grossmutter 14 Jahre. Ihre Mutter lebt mW noch, zumindest habe ich nichts Gegenteiliges gehört. Ihre Tante lebt auch noch. Wurde jetzt im Februar 14 Jahre. Deren Tochter wurde im März 11 Jahre. Und sind alle noch altersmässig soweit fit.
    Meine eigene Hündin hatte mit 5,5 Jahren eine Hirnhautentzündung - Prognose eines Fachtierarztes für Neurologie - "maximal noch 2 Jahre und nur mit Medikamenten". Sie lebt heute noch und zwar gänzlich ohne Medikamente. Dafür lag ihre Schwester, die äusserlich immer gesund war, an ihrem 10. Geburtstag tot im Körbchen.

    Zitat

    Meine Eltern hatten die letzten 40 Jahre immer einen Hund, daher denke ich nicht, dass dieser Hund von uns "versaut" wurde.

    von wem sonst? Der Hund hat offensichtlich nie gelernt, welches Benehmen erwünscht ist - und das liegt NICHT am Hund. Und nur weil jemand seit 40 Jahren Hunde hat, heisst das nicht, dass er Ahnung von Hundeerziehung hat. Sondern vielleicht nur, dass er bisher Hunde hatte, die "quasi selbsterziehend" sind oder von anderen erzogen werden.
    Das beste Beispiel habe ich hier im Haus - mein Vater. Mein Vater wird dieses Jahr 70 Jahre - ist mit Hunden aufgewachsen und lebt fast sein ganzes Leben mit Hunden zusammen. Jo, er liebt die Hunde auch und sie ihn.
    Nur - mein Vater hat in seinem ganzen Leben noch nie einen Hund erzogen. Das haben immer und ausschliesslich die Frauen in seinem Leben "besorgt". Zunächst seine Mutter, dann seine Frau und jetzt seine Tochter. Ich möchte nicht wissen, wie das enden würde, wenn mein Vater trotz seiner "70 Jahre Hundeerfahrung" heute völlig auf sich allein gestellt einen Jack Russel Rüden erziehen müsste.


    Zitat

    Wir haben uns um die Erziehung bemüht und ich glaube nicht, dass er hier ein schreckliches Leben hat. Dein Text liest sich gerade, als hätten wir den Hund behandelt wie Dreck oder sonst was.

    Ich habe nicht geschrieben, dass ihr ihn wie Dreck behandelt habt - ihr habt ihn nur nicht erzogen, bzw. völlig verzogen. Ihr habt Verhaltensweisen herausgefordert (bsp. dein kleiner Bruder von wegen provozieren zum Jagen und Kläffen was Du so beschreibst), bestärkt und gefördert, die dem friedlichen Zusammenleben mit Menschen im Allgemeinen und im Besonderen nicht sonderlich zuträglich sind, oder deutlicher ausgedrückt, die im Zusammenleben mit dem Menschen absolut störend sind.
    Sicherlich habt ihr das nicht bewusst und absichtlich gemacht - und genau das ist der Haken von wegen "40 Jahre Hundehaltung" versus "echte Hundeerfahrung und Wissen über Verhaltensweisen und Lernverhalten von Hunden".


    Zitat

    Aber jeder Hund hat doch auf einen total anderen Charakter als der andere, und unser Hund scheint einerseits sehr sensibel zu sein, andererseits aber auch ängstlich oder streitlustig.

    Ja und???? Er ist euer Hund - IHR habt ihn von Welpe an. Es liegt/lag an EUCH, was aus diesem Hund wird. Es war EURE Aufgabe, diesen Hund so zu erziehen, dass er in euer Leben passt.
    Ihr habt ihn zu dem "erzogen", was er ist. Auch wenn Du das jetzt nicht gerne liest - es ist so.

    Der Hund hat gelernt, mit welchem Verhalten er erreicht, was er will. Und das zeigt er - permanent und immer. Ist doch toll - so ne ganze Truppe Zweibeiner, die springen, wenn das Jackie vom Floh gebissen wird.

    Ein Vereinskollege sagt immer "die Rasse heisst nicht Terrier sondern Terror" - er weiss warum. Allerdings ist er Terrierfan. Hat selbst mehrere Terrier.

    In meiner Basis-Gruppe sind derzeit 3 von der Sorte - Halbstarke Parson Terrier, also die etwas hochbeinigere Variante. Und glaub mir, jeder der drei könnte zu genau so einem Terrorhund werden, wie Du ihn beschreibst. Und alle drei waren zu Anfang auf dem besten Weg, genau dazu zu werden. Ganz sicher nicht, weil sie bösartige, gemeingefährliche kleine Bestien sind.

    Jackies/Parsons sind als selbständig arbeitende, raubzeugscharfe Jagdhunde gezüchtet. Dass das keine Weicheier sind, die man mit "bitte bitte" erzieht, sollte klar sein.
    Sie brauchen auch keine Gewalt - versteh mich nicht falsch. Aber sie brauchen Konsequenz, Bestimmtheit und eine klare Linie von ihren Menschen.

    Zitat

    Zu meiner Mutter: Sie schiebt es von sich und hofft auf wundersame Heilung.


    jo, solche Wunder soll es geben. Von denen erzählt dann sonntags der Pfarrer.

    Wenn sich deine Mutter nicht dazu durchringt - dann nehmt die Sache selbst in die Hand. Wie gesagt, schau Dir die Tierärzteliste auf der Website an, die ich Dir verlinkt habe und sucht einen aus, der halbwegs in eurer Nähe ist.
    Ist zwar vermutlich etwas teurer als ein Hundetrainer. Aber da wisst ihr wenigstens, dass die eine gewisse Ausbildung hinter sich haben. Hundetrainer darf sich hierzulande nämlich jeder "schimpfen", der einen Gewerbeschein ausfüllen kann. Und wenn er von Hunden nur weiss, dass die hinten wedeln und vorne beissen.

    BTW - deine Mutter hat schon recht damit, dass ihr alle "Schuld" habt am Verhalten des Hundes. Der Hund kam als Welpe zu euch. Da hätte es letztendlich an euch allen gelegen, den Hund entsprechend zu behandeln und zu erziehen.

    Und ja, auch bei einem 9 Jahre alten Hund kann man noch viel bewirken. Man muss es nur wollen. Aber genau da scheint der Haken zu sein. Anscheinend will keiner von euch so richtig. Eure Mutter nicht, weil sie das Problem nicht erkennen will. Der Rest von euch, weil ihr die Nase voll habt. Armer Hund, der Kleine tut mir ehrlich gesagt so richtig leid. Letztendlich hatte er wohl nie ne Chance, zu lernen, was "richtiges" Verhalten in menschlichem Umfeld ist.

    entschuldige, aber diese Einstellung finde ich unter aller Kanone - zuerst versaut ihr den Hund 9 Jahre lang und dann stört er Dich/Euch so, dass Einschläfern eine ernstzunehmende Option wird??????

    No way.

    Setzt euch mal in eurer Familie zusammen und redet ganz ruhig und gelassen über dieses Problem. Ohne gegenseitige Vorwürfe usw. Sprecht eure Bedenken an von wegen Firma, Nachwuchs usw. Und dann sucht euch einen Menschen, der Ahnung von Verhaltenstherapie hat. Am besten einen Tierarzt, der sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat - Adressen findet ihr hier
    http://www.gtvt.de/