Beiträge von yane

    ach ja, worüber Du dir auch noch im Klaren sein solltest ....

    es gibt zwei Möglichkeiten, Agi zu trainieren - private Hundeschule und Verein.

    Private Hundeschule ist idR deutlich teurer.

    Verein dagegen ist mE zeitaufwändiger. Denn ...... ein Verein lebt von seinen Mitgliedern. Das heisst, von den Mitgliedern wird auch ein gewisses Engagement erwartet - Mithilfe bei Arbeitseinsätzen (Platzpflege), Wirtschaftsdiensten, Veranstaltungen. Bei Jugendlichen kommen ggf. noch Aktivitäten der Jugendgruppe dazu, wenn ein Verein eine solche hat. Das wären dann bsp. Ausflüge, Zeltlager usw.

    Und was das Agi und sofort anfangen usw. betrifft ..... die meisten Vereine lassen Hunde sowieso erst zum Training zu, wenn sie ausgewachsen und durchgecheckt sind. Also, lass Dir von deinem Ex nichts einreden. Der soll mal halblang machen.

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    - Können mehrere Kinder mit einem Hund Agility machen? (ich denke, Agility hat viel mit Vertrauen zu tun, geht das überhaupt mit drei Mädchen zeitgleich?)

    Nein. Permanenter HF-Wechsel bei einem Hund in Ausbildung macht diesen mE nur kirre. Würde ich, wenn ich Trainer wäre, nicht dulden.

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    - Muss der Hund eine Grundausbildung haben? (davon bin ich ausgegangen)

    Ganz klares JA. Allein schon die Aussage deines Mannes "das lernt er schon beim Agility". Hat dein Mann überhaupt Ahnung von Agi? Anscheinend nicht. Würde ich persönlich als Trainer nicht akzeptieren. Bevor der Hund nicht zuverlässigen Grundgehorsam hat, hat er im Agi-Training nichts verloren. Zuverlässiger Grundgehorsam beinhaltet:
    - Hund kommt, wenn man ihn ruft
    - Hund bleibt bei seinem Menschen, auch unter Ablenkung (andere Hunde)
    - Hund bleibt da, wo Mensch ihn absetzt/ablegt
    - Hund hat gelernt, mit seinem Menschen zu arbeiten, hat Spass dran und achtet auf seinen Menschen

    nichts ist nerviger für's Training, wenn der Hund ständig abhaut, rumrennt, die anderen aufmischt usw.

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    - Wie Zeitaufwändig ist dieser Sport? (die Mädels haben mitunter sehr lange Schule und entsprechend Hausaufgaben, Freunde und andere Termine) Können sie das überhaupt schaffen?

    Kommt drauf an, wie aufwändig man das gestaltet. 1-2x die Woche Training. Dauer etwa ne Stunde. Plus Auf- und Abbau der Geräte - auch nochmal gut und gerne 30-40 min. Plus vorher Gassi gehen, Hund warm machen usw. Auch nochmal gut 20-30 min. Dazwischen immer mal wieder etwas Wartezeiten. Die An- und Abfahrt.
    Das summiert sich ganz schnell.

    Dazu kommt, dass viele Vereine unter der Woche abends trainieren. Bei uns bsp. fängt das Anfängertraining um 20:00 an. Und geht bis etwa 22:00. Schätze mal, dass das für deine Mädels zeitlich nicht drin wäre. Das heisst, ihr müsstet auch erst mal nen Verein finden, der zu Zeiten Training hat, die passen. Da aber die Trainer in den Vereinen ehrenamtlich arbeiten und so ganz nebenbei auch noch arbeiten gehen müssen, um Geld zu verdienen, um überhaupt als Trainer auf dem Platz stehen zu können .... trainieren die meisten eben abends. Am Wochenende sind ja dann auch Turniere usw.


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    - wie hoch ist der Zeitaufwand für mich als Begleitperson oder Fahrerin? (neben Haushalt, Job und zwei Hunden studiere ich und hab wenig Zeit)

    Nun ja, Du musst Dir im Klaren darüber sein, dass Du die Zeit eben auch auf dem Platz sein wirst. Es sei denn, Du kannst "pendeln".

    Dir muss allerdings auch eines klar sein:
    wie stellt ihr euch das Training vor? 3 Töchter und jede möchte mit dem Hund trainieren? Womöglich noch gleichzeitig und überhaupt?
    Das funktioniert absolut nicht. Selbst wenn der Hund das mitmachen würde .... und wie oben schon geschrieben, mE macht das den Hund nur kirre ..... die Streitereien zwischen deinen Töchtern ist da doch schon vorprogrammiert.
    Dann ..... mal angenommen, in 2-3 Jahren ist Hund soweit und kann auf Turnieren starten. Deine Töchter möchten das auch ...... . Wer startet?

    Es darf ja immer nur ein HF mit dem Hund starten.

    Mal davon abgesehen, dass euer Hund mit 6-8 Monaten sowieso viel zu jung ist und wie schon geschrieben erst mal Grundgehorsam lernen sollte. Zumal der Kleine doch sowieso gerade erst bei euch eingezogen ist. Soll heissen, erst mal sollte sich der Kleine eingewöhnen. Dann Grundgehorsam und dann sieht man weiter.

    Meine persönliche Meinung wäre, dass für eure Verhältnisse sowieso THS besser wäre als Agi. Schau mal hier:
    http://www.aktiv-mit-hund.de/Navigation/Nav…desport_Set.htm

    Und da unter "Turnierhundesport".

    Zum einen ist THS "familienfreundlicher". Sprich, wenn ihr auf Turniere gehen wolltet, dann dürfen bsp. beim Hindernislauf oder Geländelauf immer 2 Familienmitglieder mit dem Hund starten.
    Das Training ist letztendlich nicht ganz so aufwändig wie beim Agi. Es ist nicht sooooo wichtig, dass Hund und HF ein eingespieltes Team sind.
    Wir haben früher als wir noch THS gemacht haben, selbst öfter mal die Hunde getauscht ohne grösseres Training vorher.

    Dazu kommt, dass die meisten THS-Turniere eher halbtags sind. Bsp. Geländelauf Samstag vormittags - Hindernislauf nachmittags. Wenn dann bsp. 2 deiner Töchter Hindernislauf machen möchten, wäre zumindest der Vormittag nicht "weg".

    Das sind jetzt alles langfristige Überlegungen, aber durchaus Überlegungen, die ihr in Betracht ziehen solltet. Denn der Tag wird kommen, gerade bei Kindern/Jugendlichen, da wollen sie sich schon mal auf nem Turnier messen.

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    Vorsitz: je eben, sag ich ja... die, die nur Obi machen wollen, werden dem Hund in der Basis nicht den korrekten Vorsitz antrainieren und da Zeit und Mühe reinstecken, um ihn dann sofort wieder abzutrainieren. Genau das ist der Punkt. Mach ich nur Obi und weiss das, werde ich keine Energie für diese Übung ver(sch)wenden.

    genau - aus dem Grund kommen meine jungen Hunde auch in der BH gleich in GS - wenn ich diese Punkte brauche, um ne BH zu bestehen, dann bin ich zurecht mit dem jeweiligen Hund durchgefallen. Und umtrainieren - das tu ich meinem Hund ganz sicher nicht an - nicht für so nen Schwachsinn wie ne BH-Prüfung.


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    Es gibt sogar Leute, die innerhalb von Obi Prioritäten setzen auf "billige" Übungen und "teure" Übungen, je nach koeffizient und je nachdem, ob man sie in höheren Prüfungsstufen noch braucht.

    dazu brauche ich kein Obi. Das kenne ich schon vom VPG her.


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    Apportieren: welcher Hund macht es besser, der Hund der rausgalloppiert, reintrabt und munter kaut oder der Hund, der raustrabt, reintrabt und nicht kaut.... wer kriegt wohl wo die bessere Wertung? Mich würden mal die Erfahrungswerte dazu interessieren.

    na im Obi ist das klar -

    der Hund, der freudig und zügig raustrabt, reintrabt und nicht knautscht bekommt ggf. nen Punkt gezogen für die mangelnde Geschwindigkeit

    der Hund, der freudig rausgaloppiert, reintrabt und dabei noch knautscht - Punktabzug für's Knautschen und für's langsame Reinkommen.

    Der Hund, der raustrabt und reintrabt zeigt wenigstens noch gleichmässige Geschwindigkeit - kann ja je nach Rasse durchaus sein, dass das schon das höchste der Gefühle ist. So ein Neufundländer rast nicht unbedingt durch die Gegend wie ein Mali. Und wenn ich da an unsere Eurasierhündin im Verein denke - da ist freudiges raus- und reintraben zum Apportieren schon ne Meisterleistung. Es gab wohl beim Eurasierklub einige :schockiert: von wegen "wie, ein Eurasier, der apportiert?????".

    Aber ein Hund, der rausgaloppiert und reintrabt - das ist auf jeden Fall ein Ausbildungsfehler. Der Hund hat im gleichen Tempo reinzukommen wie rauszugehen. Und dann noch Knautschen :/

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    Einem Obedienceler ist der Vorsitz unwichtig, ein VPG Richter zieht das gnadenlos.

    das ist so nicht korrekt - es vermittelt den Eindruck, als wäre es egal ob der Vorsitz im Obi schräg ist oder nicht. Das stimmt NICHT.

    Laut PO muss im Obi Vorsitz nicht gezeigt werden, der Hund kann gleich in die GS kommen. Aber die Grundstellung muss genauso korrekt ausgeführt werden, andernfalls gibt es gnadenlos Punktabzug. Wird ein Vorsitz im Obi gezeigt (bsp. weil der Hund zusätzlich im VPG oder THS geführt wird) muss auch der Vorsitz und das anschliessende "in die GS kommen" korrekt gezeigt werden. Andernfalls gibt es ebenfalls gnadenlos Punktabzug.

    Dass diejenigen, die nur Obi mit ihren Hunden machen, idR auf den Vorsitz verzichten liegt allein daran, dass damit eine mögliche Fehlerquelle "eliminiert" ist.

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    Ein VPG Richter will einen im Trieb geführten Hund sehen, seitwärts einwärts gebogenes leichtes Vorprellen wird nicht so gezogen, wie wenn der Hund (scheinbar) leicht nachhängt.

    Auch im VPG ist Vorprellen laut PO fehlerhaft. Dass manche VPG-Richter das anders sehen, ist Sache der Interpretation. Aber dann dürfen sie leichtes Nachhängen genausowenig werten. Denn ob Vorprellen oder Nachhängen - beides ist laut PO gleich fehlerhaft.

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    Wie vermittel ich dem Hund, Fussgehen ist nicht gleich Fussgehen....

    Fussgehen ist Fussgehen - dass im VPG schlampige Fussarbeit (Vorprellen, Rumhibbeln, usw.) quasi belohnt wird, ist Einstellungssache.

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    Wäre es ernstgemeintes Beissen gewesen, sorry, aber auch mit schlechten oder ohne Zähne, würde Dein Brunder nicht sitzen können und hätte jetzt einen blau-grün-gelb schillernden Hintern.

    Ich sehe das ähnlich wie onyvl. Wäre es ernstgemeintes Beissen gewesen, wäre das wohl nicht mit blauen Flecken abgegangen.

    Und von einem scharfen Hund würde ich bei diesem Verhalten sicher noch nicht sprechen.

    Behalte sie in nächster Zeit ständig im Auge, v.a. in "neuen" Situationen. Das sollte man mit jedem Hund "mit Vorgeschichte" sowieso tun. Selbst wenn der Hund angeblich aus einer Familie kommt und nie Probleme gemacht hat.

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    Eigentlich sind solche Hunde Kategorie 1-Hunde, weil sie auf "Menschen beissen" abgerichtet wurden.

    bei uns auf dem Platz trainiert u.a. eine Gruppe Diensthundeführer mit ihren Diensthunden noch privat. Wenn die mit ihren Hunden trainieren, ist alles mit auf dem Platz, inkl. Kindern und Enkelkindern. Da sitzt ein Teil der Leute rum, trinkt Kaffee, isst Kuchen, während drumrum die ausgebildeten Diensthunde frei abliegen (mit max. 2 m Abstand zueinander) und ein oder zwei der Hunde gerade am arbeiten sind (Schutz)

    Ganz ehrlich, mit gut nem Drittel der Hunde aus meiner BH-Gruppe - reine "Familienhunde" - würde ich mir das nicht mal ansatzweise trauen. Da wären Keilereien bis hin zu blutigen Verletzungen vorprogrammiert.

    Kampfwütige Bestien, die blindwütig zubeissen, kann sich auch im gesamten Diensthundesektor keiner erlauben.

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    Unser Problem ist nur immer noch das 2on2off (Kann man es echt ncith zuhause irgendwie üben?)

    doch - kannst Du. Idealerweise übt man das 2on2off so, dass man erst mal Hund am "Abgang" in die korrekte Position stellt. Kein "über die Wand gehen" oder sonst was. Hochnehmen, draufstellen, bestätigen. Dazu genügt ein ganz normales Brett. Etwas breiter als der Hund sollte es schon sein, so dass Hund bequem drauf stehen kann.

    Man kann dann entweder ein Signalwort für diese Position einführen, oder so trainieren, dass Hund lernt, selbständig automatisch am Ende anzuhalten. Letzteres erfordert aber 100%ige Konsequenz des HF.

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    Sogar hier bei uns ( :schockiert: :lol: ) wird gerade in 3 oder 4 Staaten ein Kupierverbot-Gesetz bearbeitet! :gut: .....wer straeubt sich noch mit Hand und Fuss dagegen?.....der AKC :roll:

    ja, ich hab da so was läuten hören von Seiten amerikanischer Pudelzüchter.

    Klar sträubt sich der AKC, die Züchter wollen den Status quo beibehalten. Ist doch logisch, wenn da ne Änderung kommt, dann ist alles bisher Gewesene hinfällig. Ich sehe es ja bei uns. Auf einmal mussten sich die Züchter und Richter dran gewöhnen, dass da hinten was Langes beim Pudel rumwedelt. Und da die ganzen Jahre die Rute abgeschnitten wurde, gab und gibt es natürlich die tollsten Rutenformen. Von optimal über irgendwie durch die Gegend gebogen bis hin zur kompletten doppelten Ringelrute wie meine "Kleine". Zu Kupierzeiten wäre meiner Hündin die Rute kupiert worden und sie hätte eine nahezu perfekte Rutenhaltung gehabt. Das, was früher abgeschnitten worden wäre, ringelt sich jetzt halt.
    Das heisst, die Züchter und Zuchtrichter mussten sich erst mal mit der neuen Situation arrangieren. Und dann kam die grosse Diskussion "was macht man mit den 'fehlerhaften' Ruten?" - Jahrzehntelang wurde geschnippelt und jetzt auf einmal soll schlagartig darauf selektiert werden, dass die Ruten gerade bleiben????
    In der gleichen Situation befinden sich jetzt die amerikanischen Züchter. Was erschwerend hinzukommt ist, dass es Unterschiede in den einzelnen Staaten gibt - ein paar versuchen, das Verbot durchzubekommen. Ein paar Staaten denken nicht mal drüber nach.

    Ist so ähnlich wie es hier ne Zeitlang war, als in einigen Ländern kupieren bereits verboten war, in den Nachbarländern aber noch erlaubt und üblich. Gerade für die Züchter ne schwierige Situation - hinsichtlich Ausstellungen etc. betrachtet.