Beiträge von yane

    Jo, die Realität zeigt grosse Unterschiede. Wobei es grundsätzlich egal ist, welcher Sparte der jeweilige Richter angehört.

    Ich kenne Agi-Richter, die sind bei der BH-Prüfung penibler als viele VPG-Richter. Genau aus dem Grund, weil sie sich nicht nachsagen lassen wollen, dass man bei einem Agi-Richter die BH sowieso geschenkt bekommt. Und ich kenne VPG-Richter, die haben Teams bestehen lassen bei denen sich die Frage stellte, ob die beiden (Mensch und Hund) sich je haben zuvor gesehen, von zusammen trainieren mal ganz zu schweigen.

    Also von der Zugehörigkeit der Sparte kann man die "Strenge" des jeweiligen Richters nicht ableiten.
    Wobei nach meinem bisherigen Empfinden gerade viele VPG-Richter bei offensichtlichen "Nicht-VPG-Hunden" eher mal bereit sind, ein Auge zuzudrücken. Allerdings auch eher bei den älteren Richtern, weniger bei den jüngeren.

    Wie gesagt, mein subjektives Empfinden.

    Der Hund wird intubiert für die Inhalationsnarkose - nix "Topf auf Schnauze" sondern Schlauch in Luftröhre *gggg*.

    Und grundsätzlich wird erst mal eine Injektionsnarkose gegeben um einen Tubus (besagten Schlauch) zu schieben. Diese Injektionsnarkose muss selbstverständlich vom Körper auch wieder abgebaut werden. Und wirkt auch eine Zeitlang. Je nachdem wie viel an den Zähnen gemacht oder nicht gemacht werden muss lohnt sich deshalb eine Inhalationsnarkose oder auch nicht.

    Für ein paar Minuten Arbeit ist eine Inhalationsnarkose nicht wirklich sinnvoll, da dann Tubus schieben und Hund für Inhalationsnarkose fertig machen fast schon länger dauert als die ganze Arbeit an den Zähnen.

    EDIT: es gibt übrigens tatsächlich auch "Topf auf Schnauze/Maul/....". Allerdings idR bei Tieren, die nicht wirklich intubiert werden können. Bsp. weil es keinen Tubus gibt, der klein genug ist - Vögel, Kleintiere, teilweise auch kleine Katzen usw.
    Aber auch hier wird die Narkose zunächst mit einer Injektionsnarkose eingeleitet. Wie Du schon richtig festgestellt hast, es ist nicht wirklich möglich, einem Tier zu erklären, was denn dieses Gestell da am Kopf gerade soll.
    Allerdings sind diese "Topf auf Schnauze"-Geschichten immer auch etwas problematisch von wegen Abdichtung.

    Ich wollte eigentlich noch was anfügen, aber da war schon ein neues Posting da. Deshalb geht's hier weiter:


    Und nicht nur das. Ich habe während Studium und Praxiszeit einige Tiere durch Narkosezwischenfälle sterben sehen - so was passiert. Und zwar auch wenn man alles Bekannte angibt, wenn man nicht raucht, trinkt, isst, ..... .
    Narkosemittel sind ein eklatanter Eingriff in den Stoffwechsel. Das mal eben so lapidar abzutun ist leichtsinnig wenn nicht schon fast fahrlässig (sollte das ein Arzt machen).

    Ansonsten ist ja in diesem Thread schon alles gesagt - der Hormonstoffwechsel ist ein Feedback-System in dem es eine ganze Reihe von Regelmechanismen gibt.
    Nimmt man nun einen Teil dieses äusserst komplexen Systems weg, bsp. durch Kastration, hat dies logischerweise Auswirkungen auf das gesamte Regelsystem dieses Feedback-Systems. Wenn man dann mal sieht, wie die einzelnen Hormonstoffwechsel miteinander verzahnt sind, kann man sich in etwa vorstellen, dass das Entfernen eines einzelnen Bausteins durchaus Auswirkungen auf den ganzen Organismus hat. Denn so isoliert ist der Stoffwechsel der Geschlechtshormone nicht wie das immer wieder gern dargestellt wird.

    Es gibt Körper, die können derartige Ausfälle gut kompensieren. Teilweise ein Leben lang, teilweise zumindest einige Jahre. Andere Körper können das nicht. Und aktuell ist die Forschung in diesem Bereich noch lange nicht soweit, zum einen die Auswirkungen wirklich genau festzustellen, zum anderen den Auswirkungen gezielt entgegenzugehen.

    Im Endeffekt ist es also ein reines Glücksspiel - es kann gut gehen, es kann aber auch böse enden.

    Ja klar, diejenigen, bei denen es gut gegangen ist, sagen "was macht ihr für ein Getue drum". Wenn man aber mal ne 2jährige Hündin kennengelernt hat, die kastrationsbedingt eine therapieresistente Inkontinenz entwickelt hat, macht man sich schon so seine Gedanken. Übrigens ein Hund der Gewichtsklasse unter 20 kg.
    Wenn man die teils massiven Fellveränderungen bei Settern und Cockern sieht, kann man sich schon die Frage stellen, ob es da nicht noch andere, weit weniger gut sichtbare "Störungen" im Stoffwechsel gibt.
    Ein Vereinskollege hatte eine Bobtail-Hündin, die im Alter von 4 Jahren aus medizinischen Gründen kastriert werden musste - sein Kommentar "massive Fellveränderungen". Sprich die Hündin hatte eine Mischung aus "Babyfell" und "Erwachsenemfell". Was für die Hündin ganz sicher nicht angenehm gewesen sein dürfte.

    Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was er macht.
    Ob die jeweilige Entscheidung dann wirklich richtig war ........ wird man manchmal erst sehr viel später feststellen.

    Zitat

    ich habe auch bei einem jungen hund der gesund und kräftig ist keine angst

    Lustigerweise sind das genau die Risikopatienten. Denn da rechnet man nicht damit.

    Ich habe hier eine Hündin, die wäre beinahe bei der alles andere als starken und langen Narkose zum HD-Röntgen gestorben. Dummerweise musste ich sie aufgrund medizinischer Indikation kastrieren lassen. Was soll ich sagen - es kam während der OP zweimal zu einer sehr kritischen Situation die beinahe mit ihrem Tod geendet hätte. Zum Glück wussten unsere TAs schon, dass sie ein Narkoserisikopatient ist, dank des Vorfalls beim HD-Röntgen.

    Und diese Hündin ist gesund und kräftig.

    Vor ein paar Monaten ist die gesunde, kräftige 16 Monate alte DSH-Hündin einer Vereinskollegin bei der Kastration an einem Narkosezwischenfall verstorben.

    Zitat

    Ach die Freundin, ja, ich habe schon gewartet.

    Wessen Freundin :???:


    Zitat


    Ganz allgemein, ich wollte dem TS Mut machen, nicht alles so eng zu sehen Dafür werde ich hier angegriffen.

    Ganz sicher nicht. Mich persönlich stört nur deine Unterstellung, dass man für "Feinschliff" Drill braucht. Deine ganzen Postings hier zielen darauf ab, dass man Übungen entweder mit Spass und dafür ungenau, oder aber korrekt und dafür mit Drill und ohne Spass trainieren kann. Und so was finde ich daneben. Nur weil Du es nicht schaffst, genau und mit Spass mit deinem Hund zu trainieren, einfach weil Dir anscheinend die entsprechende Einstellung dazu fehlt, heisst das nicht, dass es nicht geht.

    Also lass bitte in Zukunft deine diesbezüglichen Unterstellungen, dann werde ich mich auch garantiert nicht einmischen.

    Weisst Du, es macht nämlich überhaupt keinen Spass, wenn man seit Jahren versucht, anderen beizubringen, wie man mit seinem Hund arbeiten kann, dass dieser einerseits Spass an der Sache hat, andererseits aber auch lernt, korrekt in prüfungsmässigem Sinne zu arbeiten. Und dabei dann noch gegen Windmühlen (sprich Alteingesessene Hundesportler) zu kämpfen.
    Wenn dann noch jemand kommt und dann noch direkt oder indirekt unterstellt, dass man selbst ja seine Hunde drillt ..... dann nervt das mehr als nur ein bischen.

    Meine Hunde sind sicher nicht perfekt. Aber für so was wie ne ordentliche, korrekte BH reicht es. Auch ohne Drill. Und ohne Ausreden a la "ich will ja v.a. dass mein Hund Spass hat".
    Denn ob Hund Spass hat oder nicht, liegt zu 99% an der Einstellung des Halters. Wenn ich mir bsp. anhören kann "mein Hund hat keinen Spass am BH-Training oder am Obedience", dann kann ich nur lachen. Denn es liegt nicht am Hund. Meine Jüngste ist ein absoluter Agi-Freak. Und trotzdem hat sie nie Probleme gehabt, den gleichen Spass beim BH- oder Obi-Training zu haben. Ja, sie hat über 80% ihres BH-Trainings zwischen zwei Agi-Parcours absolviert, während in besagten Parcours jeweils andere Hunde gelaufen sind. Trotzdem kam sie nie auf die Idee, dass sie lieber im Agi-Parcours verschwindet als mit mir für die BH zu trainieren. Spass ist, was Mensch draus macht. Und mit der entsprechenden Einstellung klappt es auch mit der Genauigkeit. Wenn ich allerdings sehe, dass so mancher Hundehalter nicht mal erkennt, dass sein grosser Hund schräg in der GS sitzt und die schräge GS auch nach Monaten noch bestätigt ....... dann braucht es mich nicht zu wundern, dass da nix mit Genauigkeit ist. Man muss auf Dauer schon selbst ein Feeling dafür entwickeln.

    Wenn mir jemand sagt "Hey, ich will nur die BH bestehen weil ich die für irgendwas brauche, muss auch nicht so exakt sein, 42 Pkt reichen mir" - OK, bitte. Aber dann bitte nicht in dem Ton "alles was darüberhinaus geht, geht eh nur mit Drill".

    Zitat

    weil wir versucht haben ihn durch ein kurzes zuckeln zu bewegen sich schnell hinzulegen.

    Mich wundert, dass die Leute das immer noch versuchen. Das funktioniert nicht wirklich. Die Sache ist ganz einfach. Wenn man versucht, Hund mit Leine nach unten zu zuckeln, dann wird Hund sich gegen diesen Druck/Zug/Zwang wehren, indem er sich genau dagegen stemmt. Ende vom Lied ..... das Ganze ist kontraproduktiv. Hund wird bestenfalls noch langsamer, schlechtestenfalls legt Hund sich gar nicht hin.

    Ziel sollte sein, dass Hund sich begeistert ins Platz wirft, weil Hund weiss, dass sobald er im Platz liegt, was Tolles kommt. Aber das dauert halt auch seine Zeit. Mit huschhusch und schnellschnell bildet man keine Hunde aus. Und 2-3 Wiederholungen bedeuten nicht, dass Hund, weiss, worum es geht.

    So ein Verhalten muss erst mal abgesichert werden. Wobei ich bitten möchte, nicht auf dem Wort "absichern" rumzureiten. Damit meine ich nicht, dass man den Hund mit Gewalt oder sonst wie zur Ausführung eines Verhaltens zwingt. Sondern dass Hund lernt, sich sicher zu sein, dass seine Ausführung des Verhaltens korrekt ist. Und das geht nicht von heute auf morgen. Schon gar nicht wenn man Verhalten umtrainiert.

    Zitat

    so, da alle so gerne zitieren, will ich auch mal

    wenn Du schon zitierst, dann bitte ordentlich und nicht so konfus. Doppelt zitiert und dann irgendwie noch Farbe reinwurschtel :no:

    Zitat

    Manchmal habe ich echt Verständnisprobleme.

    Ich auch. Feinschliff ist keine Sache des Drills sondern des Trainings. Und Hund kann sogar mehr als nur genug Spass beim "Feinschliff-Training" haben. Ganz ohne Drill.

    Zitat

    Kommt darauf an, ich bin Wattebausch, nannte man das hier so ? und ich trainiere ohne Zwang mit viel Spass. dauert länger, also nicht in ein paar Wochen,

    Auch ohne Zwang und mit viel Spass kann man einen Hund innerhalb von ein paar Wochen dazu bringen, eine ordentliche BH zu laufen.
    Man muss nur gezielt trainieren.
    Mit meiner derzeit ältesten Hündin habe ich mit 6 Monaten angefangen für die BH zu trainieren. Mit 9 Monaten hätte sie sie bereits recht ordentlich bestehen können. Und das über Spiel, Spass, Spannung. Unser Hauptproblem war damals die Menschengruppe. Das hat sie völlig irritiert und kirre gemacht. Aber alles andere hat gepasst.

    Zitat

    Das nicht, nur lebt man am Rand vom Hamburg, muss man sich diesen albernen Reglements schon mal antun

    Auch am Rand von Hamburg muss man keine BH machen.


    Zitat

    Mein Hund ist sonst gut, ich kann mir das also leisten

    Nun ja, entweder Hund ist gut ausgebildet, dann braucht man keine Doppelkommandos, oder Hund ist nicht gut ausgebildet.
    Und es sich leisten können ..... da kenne ich einige, die so dachten. Und die dann sang- und klanglos durch die BH gerasselt sind. Weil sie eines nicht bedacht haben. Training ist nicht gleich Prüfung. Und gerade bei Leuten, die noch keine Prüfungsroutine haben, kann man davon ausgehen, dass die Nerven allein schon einiges an Punkte kosten. Wenn dann noch vermeidbare, da trainierbare, Punktabzüge dazu kommen ...... .


    Zitat

    Wo liegt das Problem dann eben entsprechend aufgebaut zu trainieren?
    Wieso muss man da etwas reindrillen?

    Die gleiche Frage wie schnauzermädel stellt sich mir auch.


    Zitat

    Ich müsste, da ich im März erst angefangen bin zu arbeiten, am Feinschliff drillen. Ich müsste einen Hund der Meideverhalten zeigt, gegen sein Gefühl ,das ist mir zu nah, gegenantrumpfen, nur damit er gerade sitzt ?

    Und nochmal. Warum muss man am Feinschliff drillen? Wenn ein Team noch nicht soweit ist, dann wartet man halt noch ein paar Monate mit der Prüfung. Und ein Hund kann gerade sitzen, ob er nun am Bein klebt oder 10 cm Abstand hat. Meideverhalten ist kein Grund für schräges Sitzen, sprich "schlampiges Training" im Sinne einer BH-Prüfung, sondern eine Ausrede.

    Wenn mir egal ist, ob mein Hund gerade sitzt oder nicht, ist das eine Sache. Aber Ausreden deswegen erfinden :/ .


    Zitat

    Weisst Du, ich bin eh keine Mensch der seinen Hund gerne in Prüfungen hat, Meisterschaften oder sonst irgendeiner Veranstaltung.

    Warum willst Du dann an Geländeläufen teilnehmen? Dafür brauchst Du doch letztendlich tatsächlich die BH, nicht weil Du am Rand von Hamburg wohnst.

    Zitat


    Ich habe einen Hund der mich beim arbeiten freudig anschaut und mit Spass neben mir läuft. Mehr will und brauche ich nicht.

    Ich habe drei Hunde, die mich beim arbeiten freudig anschauen und mit Spass neben mir laufen. Das können sie gerade und korrekt genauso wie schief und "schlampig".

    Wenn jemand nicht weiss, wie man eine Übung korrekt aufbaut, keinen Bock drauf hat, auf korrekte Ausführung einer Prüfungsübung zu trainieren oder sonst einfach keine Lust hat sich in der Richtung anzustrengen - bitte.
    Aber dann bitte nicht derart haltlose Argumente vorbringen wie "Feinschliff muss man drillen", "Ich bin Wattebausch", "ich will lieber einen Hund, der Spass hat mit mir zu arbeiten".
    Denn diese Argumente und ihre implizite Unterstellungen sind schlicht und ergreifend nicht richtig.

    @LasPetitas
    ja, Arme anwinkeln, speziell der linke Arm ist akzeptiert, v.a. wenn man sieht, dass Hund sonst immer die Hand in den Nacken bekäme. Alternativ kannst Du den Arm aber auch über den Hund ausstrecken. Geht aber nur, wenn Hund wirklich dicht läuft. Sprich, so dass deine linke Hand an der linken Hundeseite vorbeipendelt.
    http://www.myvideo.de/watch/334659/Mr_Monk_in_Action
    die ersten 2-3 min im Video.

    @LasPetitas und Bianca
    Das mit der unterschiedlichen Betonung von Sitz und Platz ist eigentlich schon "alt" und funktioniert gut. Allerdings - ihr könnt nicht hergehen und einfach die Betonung ändern. Das müsst ihr schon 2-3 Wochen wirklich gezielt üben wie wenn ihr ein Signal neu beibringt. Hunde hören nicht das Wort sondern den Tonfall. Sonst wäre es ja auch kein Problem "Sitz" und "Platz" zu unterscheiden.
    Also, erst mal beide Übungen getrennt mit neu betontem Signal üben als könnte Hund die Übung noch nicht. Soll heissen, auch nicht gleich aus der Bewegung, sondern erst mal statisch.