Ich bin wie die Jungfrau ans Kind an meinen Hund gekommen. Und für mich (!) wird danach kein Hund mehr einziehen.
Das hat allerdings ganz einfache Gründe und ich weiß nicht, inwiefern das bei dir auch zutrifft:
Ich arbeite 34h (reduziert wegen Benni) und habe täglich mindestens 45 Minuten einfache Wegstrecke. Weder ich noch mein Mann können Benni mit auf Arbeit nehmen. Benni ist unverträglich mit Rüden und auch mit Weibchen würde ich ihn nicht alleine lassen. Woanders hinbringen geht nicht, da fühlt er sich unwohl. Gassigänger ist schwierig hier auf dem Dorf zu bekommen. Dazu müsste ich wohl wieder Vollzeit arbeiten, um mir das leisten zu können und das ist irgendwie auch blöd.
Das heißt, ich stehe 6 Uhr auf, gehe mit Benni, fahre auf Arbeit. 17uhr bin ich wieder daheim und gehe ca. 1h raus. Mit umziehen, auspacken und was man eben noch fix so macht bin ich dann selten vor 19uhr "endgültig" daheim.
Ich würde gerne schwimmen gehen, geht nicht wegen Benni. Ich würde gerne mehr Fahrrad fahren. Geht nicht, weil Benni nun einmal kein Ausdauerhund ist. Alle "draußenhobbys" beschränken sich auf das Wochenende.
Ich habe dadurch das Gefühl, dass ich selbst zu kurz komme, da ich ständig zwischen Mann, Hund und Kind Spagat machen muss. Und Benni ist zu Hause extrem pflegeleicht muss man dazu sagen.
Wenn ich selbst Home-Office machen könnte oder Benni mit auf Arbeit nehmen könnte, wäre alles entspannter und ich hätte überhaupt keine Probleme. Dann würde nach Benni auch wieder ein Hund einziehen.