Ich empfinde es hier auch so, dass man keinerlei andere Meinung haben darf, als es die Masse der Gegner hat. Sobald man in einem Punkt abweicht, wird sofort gefordert, dass man Lösungen präsentieren soll und wenn man das (verständlicherweise) nicht hat, wird man als "Stadtkind" diffamiert. Egal, was man ansonsten noch sagt.
Mogambi (?) hat zum Beispiel mehrfach betont, dass sie dafür ist, den Wolf bejagen zu dürfen. Trotzdem wird sich bei ihr ausschließlich auf die Punkte gestürzt, die "pro Wolf" sind bzw. die Fragen stellen, was Nutztierhalter tun können. Da heißt es dann gleich: was ist denn dein Vorschlag, man kann ja nix nix nix machen und ist allem komplett ausgeliefert.
Ich finde nicht, dass es in diesem Thread eine Diskussionskultur irgendeiner Art gibt. Es gibt eine Gruppe mit gleicher Meinung und jeder, der in einem Punkt abweicht hat grundsätzlich schon einmal keine Ahnung. Und wenn er nicht die Antwort auf alle Fragen hat, dann ist er ein... Wie war das? Balkon-Biologe oder so?
Ich bin übrigens auch dafür, Wölfe zu schießen und /oder vernünftig zu vergrämen. Ein Wolf, den ich nie in meinem Leben zu Gesicht bekomme, ist ein guter Wolf.
Gleichwohl bin ich der Meinung, dass es immer zu Nutztierrissen kommen wird, wenn es Raubtiere in Deutschland gibt und es ist Sache des Gesetzgebers (und da läuft echt viel schief!) Herdenschutz zu unterstützen um so wenig wie möglich Risse zu ermöglichen.
Ich habe nur oft genug das Gefühl (und das ist nicht nur hier, die aktuellen Landwirtdemos schlagen in die gleiche Kerbe), dass man nur nörgeln kann und die Kompromissbereitschaft bei minus 10% liegt. 