Beiträge von nilkaras

    Also gleich ab Beginn habt ihr eure routine beibhealten?

    Ja, eigentlich schon. Natürlich mit ein paar Anpassungen, weil mein Mann 2 Wochen Urlaub hatte. Wobei er dann nach der ersten Woche erstmal 48 Stunden im Krankenhaus verbracht hat, also spätestens ab da war's mit dem "alles ruhig angehen" vorbei :rolling_on_the_floor_laughing:

    Aber generell haben wir so viel wie möglich genauso gemacht wie wir es immer gemacht haben, mit der Ausnahme, dass ich unten im Wohnzimmer geschlafen habe bzw es immer noch tue. Aber wenn der Besuch wieder weg ist und Silvester überstanden ist, werde ich wieder oben schlafen und er bleibt allein im Wohnzimmer. Hoffe ich jedenfalls 😅

    Wir haben keine Welpengitter gehabt, daher kann ich zum Aufstellort nix sagen, aber hierzu:

    Aber wenn ich Hausarbeit machen möchte hätte er mich nicht im blick...

    Der Welpe braucht dich nicht ständig im Blick zu haben. Es ist völlig ok, wenn du ganz selbstverständlich durch die Wohnung gehst und er dich auch mal nur hört oder du eben ganz weg bist.

    Schließlich soll er sich ja gar nicht daran gewöhnen, dass du 24/7 bei ihm bist, sonst schafft er es ja gar nicht, auch mal allein zu bleiben.

    Bei uns hat es super geklappt, dass wir von Anfang an unseren ganz normalen Alltag gemacht haben, mit Wäsche waschen im Keller und Kind ins Bett bringen im Obergeschoss oder Müll in die Garage bringen. Der Welpe hat das komplette Erdgeschoss mit Garten als seinen Ort, alle anderen Stockwerke und die Garage sind für ihn nicht zugänglich, d.h. die Treppen sind durch Gitter gesichert. Er war dadurch immer mal wieder für ein paar Minuten ohne uns, hat ja aber eigentlich immer gehört, wo wir uns aufgehalten haben.

    Jedenfalls hatten wir keine Probleme, als wir nach 2 Wochen dann plötzlich spontan mit dem allein Zuhause bleiben anfangen mussten, weil er es ja schon kannte, dass wir auch mal weg sind, aber immer wieder kommen, mal schneller (Müll rausbringen) mal weniger schnell (Kind ins Bett bringen).

    Ist doch aber auch eine tolle Gelegenheit zu üben, dass Du als Mensch sagen kannst, dass er einen Hund in Ruhe zu lassen hat. Wenn Du das jetzt schon so übst, dass es unter Kommando gut funktioniert, wird die Junghundezeit in dieser Hinsicht einfacher händelbar, weil Du es nicht dann erst auftrainieren musst.

    Welches Kommando würdest du da vorschlagen?

    Er ist auch jetzt an Tag 3 noch total hibbelig, sobald sie in seinem Blickfeld auftaucht und möchte so gerne Kontakt/Spielen mit ihr, was sie aber komplett ignoriert (wenn er nur um sie herum läuft) bzw ihn maßregelt (wenn er "hüpfig" wird). Aber er scheint es einfach nicht zu kapieren, dass sie wirklich überhaupt kein Interesse an ihm hat 🙈

    Wir haben seit gestern Abend für eine Woche Weihnachtsbesuch von meinem Papa mit seinem 9jährigen Mops.

    Ganz schöne Herausforderung für Rumo :see_no_evil_monkey: Er hat sich schon einige deutliche Abfuhren von der alten Dame eingefangen, die einfach nicht mit ihm spielen will. Langsam kapiert er es.

    Ich bin ganz froh, dass der Mops ihn tatsächlich zu mögen scheint, sie ist normalerweise nicht so besonders verträglich mit anderen Hunden. Aber Rumo fällt in ihr Beuteschema: groß, hell und flauschig. Nur so jung mag sie es eigentlich lieber nicht.

    Management ist glücklicherweise noch recht einfach, der Mops kommt auf den Schoß oder aufs Sofa, wenn Rumo zu aufdringlich wird. Futter gibt's in unterschiedlichen Räumen und zu unterschiedlichen Zeiten, Spaziergänge auch getrennt.

    Insgesamt funktioniert es besser als erwartet 🥰

    Frustrationstoleranz ist hier auch ein großes Thema, Rumo findet es immer ganz schlimm, wenn er nicht jeden Menschen begrüßen darf. Gleichzeitig ist er aber auch an manchen Tagen schnell drüber, wenn er begrüßen darf, ich finde es da sehr schwierig eine gute Balance zu finden, bzw abzuschätzen, ob er heute schon genug Eindrücke gehabt hat oder ob dieser Mensch, der soooo gerne diesen tollen Flauschig streicheln möchte, noch geht.

    Aber so langsam haben wir jeden Nachbarn mindestens einmal getroffen, jetzt kommen nicht mehr allzu viele neue Leute dazu, die man regelmäßig trifft.

    Wir hatten am Wochenende Welpentreffen, das war so schön 🥰 und da wurde auch nochmal das Thema Rückruf angesprochen, was die Züchterin ja schon angefangen hat und ob wir damit weiter gemacht hätten. Ihr Training haben wir tatsächlich gemacht, zu jedem Fressen haben wir ihn mit ihrem "Rückrufwort" und manchmal mit der Pfeife gerufen - auch wenn er natürlich schon längst neben uns stand. Aber draußen eingesetzt hatten wir es noch nicht.

    Gestern hab ich mich also mal getraut. Auf dem Feld, weit und breit nix zu sehen, Schuhe voll mit Matsch, hab ich ihn rennen lassen 😁 und siehe da, wie eine Rakete kam er angeschossen 🥳 gab dann Leberwurstparty 🥰

    Er ist schon ziemlich toll 🥰

    Und auch den Satz, das letzte Kind hat Fell, habe ich schon gesagt

    Den Satz kenne ich auch, hätte ich zwar nicht so selbst gesagt, aber es wurde zu mir schon mehrfach gesagt, vielleicht weil sich irgendwie niemand in meinem Umfeld so richtig vorstellen kann, dass man auch nach einem Kind schon als Familie komplett sein kann.

    Dem Welpen gegenüber bezeichne ich mich nicht als Mama, rolle aber auch nur innerlich mit den Augen, wenn mich jemand so bezeichnet (z.B. TÄ oder die Züchterin), sollen sie halt so machen, wenn das für sie die richtige Bezeichnung ist. Ich bleibe eher bei Frauchen 😁