Wir waren bei unserem Angsttier auch ziemlich direkt unterwegs.
Die ersten Autofahrten waren immer zum Tierarzt (alle paar Monate mal eine Fahrt). Und das auch "nur" angeschnallt im Auto, was zu ziemlich wilden und unerwünschten Situationen führte. Dann kam die Box. Einfach, um ihm eine Höhle zu geben, einen eng begrenzten Raum, ohne zu viele direkte Reize. Im Haus hat ihn diese Box nicht interessiert. Irgendwann holten wir uns eine Trainerin ins Boot (nicht wegen der Autofahrten, sondern ganz allgemein), und eine der ersten Dinge war: fahrt in den Wald, macht dort Spaziergänge. Die ersten Fahrten waren schon anstrengend: hecheln, zittern, sabbern. Das Auto wurde großräumig umkreist, an freiwilliges Einsteigen war nicht zu denken. Leckerlis funktionieren bei uns außerhalb der Wohnung (noch?) nicht. Irgendwann hat das Mogeltier aber den Zusammenhang zwischen Autofahren und dem tollen Waldspaziergang bemerkt. Und plötzlich waren Einsteigen und sofort in die Box gehen kein Thema mehr. Wir brauchen ihn manchmal nicht einmal rufen. Die typischen Abläufe sind ihm bekannt, da steigt er ganz freiwillig ein.
Allerdings wissen wir noch nicht, wie er reagieren wird, wenn es wieder einmal zum Tierarzt geht und kennen sein Verhalten auf mehrstündigen Autofahrten noch nicht. Beides wird uns früher oder später erwischen.
Gegen mögliche Übelkeit brachte unsere Hundetrainierin Nux vomica ins Spiel.