Beiträge von Jali

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    Und es tut halt auch einfach weh wenn eine Nadel wo reingestochen wird😪

    Auch da sind Kooperationssignale wahnsinnig hilfreich. McChris hat da im Medical Training Thread ganz großartige Videos mit dem Training von Zootieren verlinkt, die sich auch freiwillig Blut abnehmen lassen.
    Kommt ja auch immer mehr in der Humanmedizin an, dass der Patient da mehr Mitspracherecht hat - und Studien zeigen auch, dass Schmerzen besser ertragen werden, wenn der Patient selbst bestimmt, wann sie starten.

    Und dann natürlich auch die Videos von flying-paws , die selbst Blut abnimmt. Da ist auch ganz viel Videodokumentation im Medical Training Thread drin.

    aber beim Tierarzt habe ich das Gefühl bringt alles daheim üben nichts, das ist einfach was anderes

    Da ist der Schritt noch zu groß. Ich würde da erstmal noch viel mehr auf Generalisierung setzen. Also, andere, dem Hund gut bekannte Person darf Dinge am Hund zu Hause durchführen, du darfst Dinge an anderen Orten durchführen, nicht so gut bekannte Person zu Hause, gut bekannte Person an fremdem Ort, und dann in die Nähe der TA-Praxis vorarbeiten.

    Ja, langer Weg, ich weiß. Und für mich persönlich war das auch zu lang, bei uns ist TA leider auch ganz viel Zwang und Augen-zu-und-durch, aber immerhin weiß Herr Hund, dass wir so schnell und effektiv wie möglich arbeiten, damit es schnell vorbei ist. Würde ich mit dem nächsten Hund auch ganz anders angehen, aber bei Carlo ist die Erde schon sehr verbrannt. Vielleicht wirds mit dem Umzug und neuem TA nochmal besser...

    Danke, ich muss unbedingt mal in den Medical Training Thread reinschauen.

    Genau, sogar bei Zootieren klappt das, dann müsste das bei Hunden ja auch funktionieren... Ich werde das so üben wie du beschreibst und hoffe das wir es schaffen. Auf keinen Fall will ich wieder einen Hund der vor lauter Angst nur noch um sich beisst.

    Ich hoffe ich darf mich da mal einklinken. Mein erster Hund, ebenfalls ein Chihuahua, war bei dem Thema auch schwierig. Bei ihm hat es sich, nach einer schlechten Erfahrung, aber vor allem auf Tierarztbesuche fokussiert. Das war immer ein riesen-Drama. Ich durfte mit viel üben alles bei ihm machen, Zähne Putzen, untersuchen, Zecken ziehen usw. Aber beim Tierarzt war es einfach vorbei, er hat schon beim reingehen so große Panik bekommen dass er nur noch am Hecheln und zittern war. Im Endeffekt mussten wir ihn für jede Untersuchung, auch zum Blut abnehmen, kurz mit einer Spritze in den Muskel sedieren. Zum Glück war dieser Hund sein Leben lang nie krank oder verletzt...

    Was macht man denn in so einem Fall?

    Mein jetzt einjähriger Junghund, ebenfalls Chi, ist bei weitem nicht so panisch beim Tierarzt aber schon gestresst und z.B. Blut abnehmen geht nicht einfach so. Obwohl wir von klein an so weit möglich geübt haben dass Tierarzt was tolles ist. Das kam mit dem erwachsen werden verstärkt, als Welpe war er recht entspannt und hat sich eher gefreut über den Tierarzt. Ich möchte unbedingt schaffen dass man ohne Drama Blut abnehmen lassen kann bei ihm. Ich übe mit ihm ganz viel daheim, er macht da auch super mit, aber beim Tierarzt habe ich das Gefühl bringt alles daheim üben nichts, das ist einfach was anderes. Und es tut halt auch einfach weh wenn eine Nadel wo reingestochen wird😪

    Kurze Frage wie ihr sowas händeln würdet:

    Mein Rüde leidet momentan sehr unter seinen Hormonen. Jetzt hat sich ein Familienmitglied mit gerade läufiger Hündin zum Kurzbesuch eingeladen.

    Ich möchte ihm sagen dass seine Hündin bitte im Auto bleiben soll oder wenigstens auf keinen Fall zu uns in den Garten oder ins Haus kommen soll. Die Kommunikation ist manchmal nicht leicht und ich glaube nicht dass er es verstehen wird.

    Was würdet ihr machen?

    Danke❤

    ich finde es gut so dass deine Ersthündin alleine bei dir schlafen darf. Mein Senior hat bis heute einen Sonderplatz wo nur er hin darf.

    Wie lange das gedauert hat kann ich gar nicht so genau sagen, auf jeden Fall war es ein längerer und schleichender Prozess. Es verändert sich für den Hund ja im Prinzip alles. Mein Senior überrascht mich z.B. auch nach fast einem Jahr noch weil er plötzlich bei manchen Dingen für sich einsteht oder sich beim Kleinen so ein bisschen "frech sein" abschaut. Finde ich super und feiere ihn dafür immer sehr 😄

    Ich stelle mir immer vor wie es mir gehen würde wenn in meinem Haus plötzlich ein extrovertierter lauter Mensch einzieht. Da hätt ich sicher auch gut zu tun und bräuchte meine Zeit und die Sicherheit dass meins meins bleibt, bis ich mich wieder wohlfühlen würde😅

    In deiner Beschreibung deiner Ersthündin erkenne ich meinen alten Rüden sehr wieder. Er ist genauso, zart, höflich, vorsichtig. Er lebte fast sein ganzes Leben mit seinem Freund zusammen, das funktionierte super.

    Nachdem sein Freund leider verstarb haben wir vor ca. einem Jahr einen Welpen dazu geholt. Da hat sich mein alter Rüde Anfangs auch sehr zurückgezogen. Der Welpe war/ist total extrovertiert, unbesorgt, eher der Typ Draufgänger, also das komplette Gegenteil zum Ersthund.

    Was außer Zeit geholfen hat war dass mein Ersthund bald verstanden hat dass ich auf seiner Seite bin, so nach dem Motto "wir gegen das kleine Monster" 😅 (Natürlich so dass es dem kleinen Monster dabei immer gut ging). Er ist dann immer mehr aufgetaut und hat sich nach und nach sein Leben zurückgeholt, jetzt ist er wieder wie vorher, bzw. profitiert er jetzt sehr von der offenen und lebenslustigen Art des Kleinen.

    Ist natürlich ein bisschen anders weil deine neue Hündin kein Welpe mehr ist. Aber ich glaube so introvertierte Hunde tun sich oft ein bisschen schwer mit solchen Veränderungen, bzw. lassen sich sehr leicht "verdrängen" wenn man nicht aufpasst.

    Ich hatte viele Jahre regelmäßig gemeinsame Spaziergänge mit dem Whippetrüden einer Freundin. Der war echt super, ziemlich gemütlich und ruhig, konnte frei laufen, war sehr stressresistent und gefestigt in seinem Wesen und total lieb mit jedem Hund oder Mensch, das war wirklich ein "Anfängerhund". Der ging auch sehr gerne im Winter und bei Wind und Wetter spazieren, natürlich mit Mantel usw.

    Was aber immer ein großes Problem war war das alleine bleiben. Er hat es nie gelernt und das ist wohl nicht untypisch gerade für Rüden. Hündinnen tun sich da wohl leichter, die sind ein bisschen unabhängiger. So die Erfahrungen aus der recht großen "Whippetszene" der Freundin.

    Sollte ich einmal einen großen Hund haben wollen, käme für mich stand Heute nur ein Whippet in Frage😍

    Und die Verantwortung und die Kosten auf andere abwaelzen? Sorry, aber das geht mAn gar nicht! Entweder es ist machbar vor Ort was zu aendern (so dass es fuer alle akzeptabel ist) oder man laesst den Hund gehen, anstatt ihn (und damit Verantwortung und Kosten) abzuschieben!

    naja aber den Hund "nur" einschläfern weil ich selber nicht mit ihm klar komme ist doch auch keine Lösung?? Da suche ich doch lieber ein anderes, stressfreies Plätzchen als ihn gleich einzuschläfern (Vorausgesetzt er ist noch fit)!?

    aber der Hund ist doch bei weitem nicht fit mit seiner Demenz? Das Gehirn ist ja nicht abgekapselt vom Rest des (möglichweise) fitteren Körpers.

    ja das sind die schwersten Fragen überhaupt in der Hundehaltung... Ich glaub da kann man, ohne euch persönlich zu kennen, auch kaum was raten. Meine Freundin hatte danach eine ganz schwere Zeit weil sie dann eben doch starke Schuldgefühle bekam. Da ich ihren Hund aber sehr lange und sehr gut persönlich kannte, hat es ihr total geholfen als ich ihr gesagt habe dass ich es genauso gemacht hätte und ihr Hund eben kaum noch Lebensqualität hatte. Manchmal sieht man das als Außenstehender besser als wenn einem der Hund selbst gehört.


    das verstehe ich total! ich mache mir jetzt schon vorwürfe dass ich einfach was versäumt habe mit ihm und es meine schuld ist.. alle in unserem umfeld würden ihn einschläfern oder ins tierheim bringen, für mich ist beides keine option, richtig verzwickt, aber eine lösung muss es geben und die finden wir..

    danke für die antwort! :)

    Ich würde versuchen es andersrum zu sehen, ihr habt einem uralten Hund noch ein Leben außerhalb vom Tierheim geschenkt, das finde ich total schön. Für die Demenz an sich kannst du nichts, das Handling und was man hätte anders machen können.... schwierig wenn man da keine Erfahrung hat.

    Vielleicht nimmt es ein bisschen Druck raus für euch alle wenn ihr euch wirklich bewusst macht dass die Zeit in der Muffin noch bei euch ist sehr begrenzt ist. Ich würde auch versuchen was geht um ihn bestmöglich zu unterstützen und würde da unter anderem auch Schmerzmittel versuchen. Vielleicht findet ihr einen Weg mit dem es noch eine zeit lang klappt.

    Hast du das Gefühl dass Muffin generell noch Freude am Leben hat? Ich finde der Zustand liest sich schon recht drastisch, unabhängig vom Beißvorfall.

    Eine Freundin musste vor kurzem auch eine ähnlich Entscheidung treffen, zwar ohne die Aggression usw. aber ihr 16 Jahre alter Hund war dement, aber körperlich noch recht fit. Aber sie konnte Nachts nie mehr durchschlafen weil der Hund Nachts mehrmals die Orientierung verlor und zu heulen begann, bis sie ihn wieder zu seinem Schlafplatz brachten oder streichelten usw. Es war auf Dauer so anstrengend dass sie dann entschieden hat es zu beenden. Sie konnte einfach nicht mehr. Da es für den Hund auch keinerlei Aussicht auf Besserung gab und sein Leben auch nicht mehr viel lebenswertes hatte, fand ich dieses Entscheidung völlig in Ordnung.

    Muffin hat auf jeden Fall noch Lebensfreude, daher kommt es eigentlich auch nicht in Frage ihn einzuschläfern.. Aber ähnlich wie bei deiner Freundin frage ich mich einfach wo ist die Belastbarkeitsgrenze erreicht? Ab wann kann man als Mensch beurteilen wann ein Hundeleben nicht mehr lebenswert ist?


    Danke für deine Antwort!

    ja das sind die schwersten Fragen überhaupt in der Hundehaltung... Ich glaub da kann man, ohne euch persönlich zu kennen, auch kaum was raten. Meine Freundin hatte danach eine ganz schwere Zeit weil sie dann eben doch starke Schuldgefühle bekam. Da ich ihren Hund aber sehr lange und sehr gut persönlich kannte, hat es ihr total geholfen als ich ihr gesagt habe dass ich es genauso gemacht hätte und ihr Hund eben kaum noch Lebensqualität hatte. Manchmal sieht man das als Außenstehender besser als wenn einem der Hund selbst gehört.

    Hast du das Gefühl dass Muffin generell noch Freude am Leben hat? Ich finde der Zustand liest sich schon recht drastisch, unabhängig vom Beißvorfall.

    Eine Freundin musste vor kurzem auch eine ähnlich Entscheidung treffen, zwar ohne die Aggression usw. aber ihr 16 Jahre alter Hund war dement, aber körperlich noch recht fit. Aber sie konnte Nachts nie mehr durchschlafen weil der Hund Nachts mehrmals die Orientierung verlor und zu heulen begann, bis sie ihn wieder zu seinem Schlafplatz brachten oder streichelten usw. Es war auf Dauer so anstrengend dass sie dann entschieden hat es zu beenden. Sie konnte einfach nicht mehr. Da es für den Hund auch keinerlei Aussicht auf Besserung gab und sein Leben auch nicht mehr viel lebenswertes hatte, fand ich dieses Entscheidung völlig in Ordnung.