Beiträge von *Waldi*

    Ich glaube, es wäre viel besser, wenn sich ein Trainer euer Miteinander mal anschaut. Irgendwie schaukelt ihr euch in ein "Gegeneinander" - das ist nicht gut.

    Einen Welpen großziehen sollte nicht "harte Arbeit" sein.


    Ich bin auch eher nicht bei "Durchsetzen" - ich fürchte, damit bringst du nur noch mehr (negative) Energie in die Situation.

    ich würde zuallererst mal Management betreiben. Es sollte einfach keine Situationen geben, in denen der Hund mit Kind oder Katze überhaupt unkontrolliert begegnet. Also eine Hausleine dran, einen sicheren Bereich absperren (Zimmerecke mit Gittern z.B.)

    KEIN Ausprobieren, ob er nun die Katze jagt oder nicht.

    An sowas muss man überlegt und kontrolliert rangehen

    . Nach vier harten nächten akzeptiert er mittlerweile seinen schlafplatz (eine box, in die er kommt, sobald wir uns schlafen legen).

    Das gefällt mir gar nicht, das klingt nach Einsperren in der Box. Ganz unabhängig von meiner persönlichen Meinung ist das nicht tierschutzgerecht und auch nicht erlaubt.

    Anfangs haben wir versucht, sie mit Leckerlis zu locken, aber dann habe ich erfahren, dass das nicht so ideal ist, weil der Hund sonst schnell lernt, dass Blockieren eine Belohnung bringt.

    Naja, du kannst dir natürlich eine blöde Kette bauen, aber wäre das denn sooo schlimm? Lässt sich später wieder abbauen.

    In erster Linie belohnst du das Weitergehen. Mir wäre das wichtiger.

    Mir kommt das am ehesten wie eine blöde Verknüpfung vor - sich erschrocken oder so.

    Ich würde Routine reinbringen - kein Durcheinander, kein 3 gehen los und 2 biegen dann ab oder so.

    Gerne mit dem Auto ein Stück wegfahren und evtl. zurücklaufen. Also die Grenze in die andere Richtung überschreiten.

    Und dann: Aufmerksamkeit direkt am Anfang holen, kleine Übungen machen, Fuß gehen, Leinenführigkeit, Click für Blick, Aufmerksamkeit belohnen. Vielleicht trägt euch das schon über die "Grenze".

    Also mit lohnenden "Tricks" und Spielereien anfangen BEVOR der Hund blockiert. Nicht erst, wenn ers schon tut.

    Gerne öfter kürzere Runden gehen, nicht zu weit über die "Grenze", und dann wieder zurück. oder ein paar mal hin und her gehen. Dann bekommt ihr viell. auch ein klareres Bild, was Auslöser sein könnten.

    Wie ist es gesundheitlich? Alles abgeklärt soweit? Schmerzen, Gehör...

    Ehrlich gesagt, finde ich das nicht ungewöhnlich.

    Mein Hund geht auch nicht gerne mit jemandem mit, v.a. dann nicht, wenn ich zuhause bin. Auch mit vertrauten Menschen nicht.

    Die Gruppe draussen trennen ist nochmal schwieriger.

    Klar sind nicht alle Hunde so, und klar kann man das üben, aber ich würde mir klar machen, dass das kein "Problemverhalten" ist, sondern durchaus erwartbar. Zumal euer Hund nach 2 Monaten gerade mal so halbwegs angekommen ist und sicher noch unsicher, was die Stabilität seines neuen Lebens angeht.

    Wer ist von euch denn die Hauptbezugsperson für den Hund?

    Wie viele Leute sollen mit dem Hund Gassi gehen?

    Die Nachfragen, wie genau das Verhalten aussieht, finde ich auch wichtig.

    Ich würde zuerst mal nutzen, dass es gut klappt, mit dem Auto woanders hinzufahren, udn das ruhig machen. Das Weggehen vom sicheren Zuhause ist eine Extra-Hürde.

    Die Gruppe draussen trennen würde ich vorerst vermeiden.

    Wir sind der absolute Albtraum für die Dogforum Bubble wie du siehst.

    Wieso das denn?

    Ihr wolltet auf den Hundeplatz und Hundesport machen, und ihr hattet Vorerfahrung. Passt doch.

    Der TE möchte aber keinen Hundesport machen, dafür aber Gebirgswanderungen. Und plant eine Familie in naher Zukunft. Also ganz andere Voraussetzungen.

    Das hat nix mit einer "Bubble" zu tun, die es so gar nicht gibt.

    Und wenn man etwas wirklich möchte, fragt man ja auch nicht vorher fremde Leute um Rat...

    Ok, dann hab ich das zu ernst genommen, sorry :sweet:

    Hab hier iiirgendwo nur auch schon gelesen, dass man immer immer alles so trainieren sollte, dass der Hund niemals auslösen muss. Daran musste ich denken und das kann man so pauschal einfach nicht sagen. Aber hast du ja auch nicht gesagt.

    Ich wüsste jetzt nicht, wo es Sinn machen würde, ein Aggressionsverhalten extra auszulösen.

    Jedes Mal, wenn der Hund das Verhalten zeigt, macht er eine Lernerfahrung. Eine unerwünschte - wenn man das Verhalten ändern möchte.

    Ihn solange in die Ecke zu treiben, bis er aufgibt, ist kein sinnvolles Training. Klar, der Hund gibt situativ sein Verhalten auf, aber nachhaltig erfolgreich wird das nicht sein. Bei jemandem, der den Hund nicht so bedroht (und ohne Maulkorb und Box) wird der Hund sich erst recht Platz verschaffen wollen - sprich, aggressives Verhalten zeigen. Der wird nicht weniger gestresst/ängstlich/verunsichert sein, sondern mehr.

    Und was die Medikamente angeht: Wir wissen ja rein gar nichts über den Hund.

    Es kann schon sein, dass angstlösende Medikamente helfen könnten, um erst mal ein Training zu ermöglichen. Die Medikamente alleine ohne Training sind dagegen keine Lösung - genau wie der Maulkorb nur dazu da sein sollte, sinnvolles Training zu ermöglichen, und nicht, den Hund bedrängen zu können.

    Sinnvolle medikamentöse Behandlung hat auch nix mit "vollpumpen" zu tun, wie es hier auch irgendwo stand.

    Beim Menschen wird ja oft genauso abfällig kommentiert, wenn jemand Psychopharmaka oder Schmerzmittel nimmt - und diese Haltung stigmatisiert sinnvolle Therapien und schafft unnötiges Leid.

    Es fehlt ja völlig, worum es überhaut geht.

    Beisst der Hund Leute, die in seine Box im Auto reinkrabbeln? Oder Fremde auf der Strasse? Oder sein Frauchen?

    Null Kontext, man versteht weder, was das Problem eigentlich ist noch was das Training bewirken soll. Merkwürding.