Wenn man "Vergleich" nicht als "Gleichsetzung" versteht, ist es durchaus aufschlussreich, sich mit den Vorfahren und nächsten Verwandten des Hundes zu beschäftigen. Die dem Hund übrigens extrem viel näher stehen als wir den Affen!
Hund und Wolf sind nach wie vor paarungsfähig untereinander, sie gehören bei allen Unterschieden derselben Art an.
Die Domestikation des Wolfes begann vor gerade mal 15 000 Jahren. Für die Evolution ist (wäre) das nichts - es handelt sich ja auch gar nicht um einen echten evolutionären Prozess, sondern wurde stark beeinflusst vom Menschen. Also gelenkt - ein Schaffensprozess, kein natürlicher.
Der Mensch hat sich vom letzten gemeinsamen Vorfahren, den er mit anderen Primaten teilt, vor 5 Millionen Jahren abgespalten. Und da ist die Rede von Primaten, nicht Affen (ape/monkey).
Der Unterschied ist gigantisch. Mensch zu Affe verhält sich NICHT wie Hund zu Wolf.
Trotzdem kann man sehr viele Parallenen zwischen Menschen und Primaten beobachten und daraus viel lernen. Das gilt auch und noch viel mehr für den Wolf und den Hund. Aber halt nicht im Sinne von Wolf=Hund, sondern im Sinne von Ursprung und Weiterentwicklung.
Mein Problem ist vielmehr, dass so unfassbar viel Blödsinn über Wölfe erzählt wird. Der ganze Alpha Beta Omega Kram, die ganze völkisch-militärische Ideologie, die da v.a. im 19. Jhd rein fantasiert wurde. Es wird ja nicht der Wolf mit dem Hund verglichen, sondern eine sehr krude und unrealistische Idee vom Wolf.
Diese stark hierarische Ordnung, mit einem unangefochtenen Anführer, der ein Harem um sich schart und verteidigt usw. - das findet man spannenderweise bei Primaten (Gorillas), aber nicht bei Wölfen....
Was das Futter angeht: Da gibt es soviele Mythen und Ideologien - von Vegan bis Prey, gar kein Fleisch bis nur Fleisch... da bin ich generell misstrauisch, wenn jemand Allgemeingültigkeit behauptet. Da würde ich immer individuell draufschauen.