Beiträge von *Waldi*

    Besteht die Möglichkeit, erst einmal als Pflegestelle zu agieren, mit Option auf Übernahme?

    Eine Orga, die Hundeanfänger als Pflegestellen einsetzt, wäre für mich wirklich raus. Das geht gar nicht.

    Schon gar nicht Leute, die mit solchen Klischees im Kopf (Herausforderung, verliebt aufgrund eines Fotos etc.) drangehen.

    Und das Konzept "Hund auf Probe" finde ich einfach fragwürdig.

    Natürlich ist eine Rückgabeoption wichtig, aber eben nur für Notfälle, nicht für, "upps, doch nicht!". Oft genug halten die Orgas dann auch nicht Wort, schon gar nicht die, die direkt importieren ohne Pflegestellen, wo sollen die denn hin mit dem Hund?

    Wer abgesichert sein möchte, sollte doch besser zu einem vernünftigen Züchter gehen.

    Deren Entscheidung, den Hund zu holen, ich aus anderen Gründen - nicht wegen des angeblichen Amstaff-Anteils- auch für verantwortungslos, unbedacht und falsch halte).

    Und das findest du netter als das, was andere bisher geschrieben haben?

    Ich denke, jeder kann selbst entscheiden, was er oder sie tut. Auch, ob man in einem Forum Fragen stellt. Und dann kriegt man halt Antworten. Nach denen muss man sich ja auch nicht richten.

    Und ich liebe auch Herausforderungen, ein Hund der einfach brav alles macht was ich will wäre nicht so meins.

    Keine Sorge, das kriegst du nicht, egal welche Rasse oder welchen TS Hund zu dir aussuchst. Wie auch? Kein Hund kann deine Gedanken lesen, oder jeder Hund bringt seine eigenen Ideen mit.

    Und ich nehme an, dass du durchaus willst, dass der Hund mit dir dahin geht, wo du hingehen möchtest, darauf verzichtet, Menschen zu beissen, Katzen zu jagen, deinen Garten komplett umzugraben, in die Wohnung zu kacken, deine Möbel heil lässt... oder nicht?

    Das ist der schwierige Teil. Sitz Platz Fuß ist Beiwerk.

    Warum man in seinem Kumpel, Partner, Begleiter der nächsten 10-15 Jahre eine Herausforderung sehen möchte, ist mir sowieso schleierhaft.

    Das Jahr geht zu Ende... habt ihr schon eure Favoriten?

    Ich fange mal an...

    SciFi/Dystopie:

    Jacqueline Harpman: Ich, die ich Männer nicht kannte

    Ein Buch, das mir lange im Kopf geblieben ist. Eine junge Frau, die in einem seltsamen Gefängnis aufwächst, in dem sich nur Frauen befinden. Eines Tages kommen sie frei - aber die Welt, die sie betreten, gibt viele Rätsel auf. Ein seltsames, bewegendes Buch. Ich habe gesehen, dass im März eine deutsche Ausgabe erscheint.

    SciFi/Afro-Futurism:

    Nnedi Okorafor: Tod der Autorin

    Ein sehr originelles, überraschendes Buch, mit einer sperrigen, eigenwilligen Heldin (eine US-Nigerianische, auf den Rollstuhl angewiesene Autorin), und einer Story, die man als wilden, mitreissenden Ritt mit einem doppelten Boden bezeichnen könnte.

    Contemporary Fiction:

    Martyr! von Kaveh Akbar

    Ein Buch, dass mir irgendwie anstrengend vorkam, wenn man die Beschreibung liesst... es geht um den Verlust von Familie, um Todessehnsucht, Einsamkeit, Drogen. Trotzdem reingelesen und sofort hängengeblieben - und es geht um all das, aber dabei ist dieses Buch humorvoll, leichtfüssig und einfach wunderbar.

    Kurzgeschichten:

    Die Welt, verbessert Fiktive Lösungen für reale Probleme: Satirisch-ernste Erzählungen von Joey Juschka

    Ein Überraschungsfund. Wunderbar verschroben, witzig, queer, originell.


    Romane:

    Russische Spezialitäten von Dmitrij Kapitelman

    Was macht Putins Krieg mit der Identität von Russen und Ukrainern, die schon lange in Deutschland leben, und deren Nachkommen? Auch hier: ein schweres Thema, aber mit Leichtigkeit und Humor eingefangen.


    Drifter von Ulrike Sterblich

    Ein schräges, fantastisches und sehr unterhaltsames Buch über Freundschaft.


    Verbrenn all meine Briefe von Alex Schulman

    Dieser Roman hat mich umgehauen. Er basiert auf der wahren Familiengeschichte des Autors. Die Handlung erzählt seine Recherche in die Vergangenheit und auf der zweiten Ebene die Ereignisse von damals. Unglaublich packend und spannend.


    Flops sind mir weitgehend erspart geblieben. Ich lese aber auch nicht weiter, wenn mir ein Buch nicht gefällt.

    Von daher blieb "Oribital" (Umlaufbahnen) mein einziger richtiger Flop. Hochgelobt, preisgekrönt, viele sind sehr begeistert, ich fands leider sehr langweilig und unglaubwürdig.

    Space Opera voller Politik und Intrigen, interessante und sympathische Hauptfiguren, spannender Plot, orginelles Worldbuilding, ernste Themen und Humor in einem. Bisher vergebens.

    Scalzi, Krieg der Klone (Old Men's War) Reihe kennst du?

    Ansonsten - bis auf den Humor - trifft das auch auf die Expanse - Reihe genau zu, mein Favorit unter den SciFi - Sagas.


    Abraten würde ich persönlich von "Orbital" - Umlaufbahnen. Finden viele toll, ich fands langweilig.

    Mein Lieblingslesetipp: Project Hail Mary / Der Astronaut

    Ich kann ja sowohl verstehen, dass man eine Rasse irgendwie toll findet, nach Fotos oder Beschreibungen.

    Ich kann auch verstehen, dass man von einem bestimmten Sport träumt.

    Beides hat seine Risiken und ich halte es nicht für sinnvoll, sich nicht ohne Realitätscheck davon leiten zu lassen, aber ich kann verstehen, wie es dazu kommt.

    Was mir Kopfzerbrechen bereitet, ist, dass man sich intensiv mit den Eigenschaften einer Rasse beschäftigt, gleichzeitig aber von Sportarten träumt, die nur sehr entfernt dazu passen.

    Oder ist das Netz voll von Hovawarten im Agility oder in der Flächensuche?