und dieses Klientel wird sich auf diese Hundetypen verlagern,
Welches Klientel denn?
Die Besitzer der Hunde waren ja doch nicht irgendwelche Gangster, die Hundekämpfe veranstalten.
Die beiden XL Bullys, die ich kennengelernt habe, hatten auch "ganz normale" Besitzer, denen sehr wichtig war, zu betonen, dass das ja total liebe Hunde sind. Die hatten sie wegen der Gutmütigkeit angeschafft, nicht wegen "krass".
Ich habe die Anfänge der Rasselisten noch gut in Erinnerung. Hier war es nicht so schlimm wie in Hamburg. Aber in sehr kurzer Zeit sind die vielen Kampfhunde au den Strassen verschwunden, meistens abgegeben ins Tierheim wegen der erhöhten Steuer. Und dabei bliebs, es war absolut nicht so, dass sich dann jeder einen Kangal geholt hat.
Ich mag diese Argumentation nicht. "Es nützt eh alles nichts, dann lassen wir es lieber bleiben"? Das ist exakt dasselbe wie bei der Qualzucht-Debatte.
Ich bin da eher bei "Jede noch so kleine Veränderung ist eine Veränderung".
Was ein Sachkundenachweis bringen soll, ist mir auch schleierhaft. Ich hab jemanden vom BHV (Bundeverband der Hundetrainer, der Verband setzt alles daran, einen Hundeführerschein einzuführen) bei einem Seminar gefragt, was denn passieren soll, wenn jemand wiederholt mit seinem Hund den Hundeführerschein nicht besteht (mal ungeachtet der Frage, wie man den praktischen Hundeführerschein VOR Anschaffung des Hunde ablegen soll...). Antwort: Man könne ja so oft wiederholen wie nötig, und die Prüfung müsse so einfach gestaltet werden, dass jeder bestehen kann.
Da kam mir dann auch der Gedanke an Arbeitsbeschaffungsmassnahme, muss ich ehrlich sagen.
Zumal alle Sachkunde nix bringt, wenn Hunde sich völlig außerhalb des, auch mit großer Sachkunde, Vorhersehbaren verhalten.