Zumal es "früher" sehr viel einfacher war und auch deutlich unkritischer gesehen wurde, wenn unerwünscht "bissige" Hunde auf die ein oder andere Weise ihr Leben vorzeitig beendet haben. Und da rede ich nicht mal von vor 100 Jahren, sondern vor 20 oder 30 Jahren auch mehrfach in meinem direkten Umfeld miterlebt (Himmel, bin ich alt geworden
). Zumindest ist es noch keine Ewigkeit her, dass es eine Welt ohne Social Media-Terror gab und eher wenig Menschen, die zig Tausende Euro / D-Mark in Resozialisierung oder auch nur Aufbewahrung eines solchen Kandidaten gesteckt hätten.
und auch in diesem nicht so weit entfernten früher, also die Zeit ohne Internet, mußtest Du erst jemanden finden, der diese Aufgabe einfach mal so übernimmt, den Hund zu himmeln.
Und es gab auch damals schon die Idealisten, die sich den schwierigen und bissigen Hunden annahmen. Aber das geschah eben alles in einem zwar nicht verschwiegenem, aber auch nicht breitgelatschtem Rahmen. Es hat sich nicht "die ganze Welt" vom sicheren Sofa aus eingemischt.
Was sich für uns geändert hat, ist die Wahrnehmung. Es werden ein paar Fälle durchs Internet gejagt, der hetzende Mob rennt hinterher, und schon empfindet man die gesamte Thematik als groß und übermächtig.
Und schwierig ist nach wie vor die Thematik Auslandstierhandel - ich spreche bewußt von Handel und nicht Tierschutz, denn Menschen, die einfach wahllos unpassende Hunde einsammeln und völlig inkompetent an unwissende deutsche Käufer verkaufen sind für mich keine Tierschützer.
'Damals' vor ca 30 Jahren waren es die spanischen Hunde oder auch griechischen, oft Galgos und Jagdhunde, aber auch kleine pinscherähnliche Mixe oder nette Wuschels. Man hat sie nicht im Katalog Internet bestellt, sondern in der Regel von einer Orga vor Ort geholt.
Irgendwann schwenkte das um auf Rumänien. Vermutlich auch, weil Menschen manipulierbar sind und von der vermeintlich größten Dramatik angezogen werden, gepaart von einem Helfersyndrom und einfach auch "habenwill"-Mentalität. Und in Rumänien ist halt der Hundetyp dann eher mal geneigt, sich gegen den Menschen zu stellen oder aber so überhaupt nicht mit dem Leben hier klarzukommen, daß der "Tierretter" ganz schnell einfach abschiebt ins nächste Tierheim.
Ich denke auch nicht, daß wir früher kompetenter waren oder Hunde einfacher zu entsorgen waren, es ist heute einfach die Anzahl an Hunden und Hundehaltern, die zunimmt und somit natürlich auch die Anzahl der Abgabetiere und Beißvorfälle.