Beiträge von Stilles Wasser

    Der American Bully wird zumindest in Berlin als gefährlicher Hund gemäß GefHuVO gelistet, siehe auch Gerichtsurteil Aktenzeichen: 37 K 517/20.

    Aber da steht doch was ganz anderes im Urteil? Selbst wenn man nur die Kurzfassung überfliegt (Punkt 3).

    Der „American Bully“ ist keine anerkannte/eigenständige Hunderasse (da wurde sich dann auf die nationalen und internationalen kynologischen Fachverbände berufen) und damit war es durchaus legitim, den Hund als gefährlich zu betrachten … weil die Amtstierärztinnen ihn als AmStaff-Mix gesehen haben. Und der steht auf der Liste.

    Zwei Beispiele, von vielen, und dann liest man irgendwo Kommentare und fragt sich warum das so viele Leute nicht checken dass das echt verdammt auffällig ist, und absolut nix mit Hunderassen-Shaming oder so nen Rotz zu tun hat. Ich frag mich ja was die sich alle für Meterdicke rosa Brillen aufgesetzt haben.

    Joa, das waren jetzt locker schon 50 Todesfälle (Menschen, von getöteten Hunden/anderen Tieren will ich gar nicht erst anfangen) durch diesen Hundetyp innerhalb weniger Jahre.

    Ich habe nochmal nachgeguckt: Versicherungsbeginn ist definitiv festgelegt und Beitrag muss bezahlt sein. Danach beginnt die "Wartezeit" Übernahme Kosten. Von meinem Verständnis her, ist es also keine Vorerkrankung die schon vor der Versicherung bestand , sondern eine Erkrankung die eben während der Versicherung aufgetreten ist. Wahrscheinlich kann man das vor Gericht ausfechten.. ....:motzen:

    Eine Versicherung abschließen, um sie dann vor Gericht zu verklagen … wow.

    Vielleicht sollte man einfach die Versicherungsbedingungen lesen, die man unterschreibt/akzeptiert. Dann wüsste man das mit der Wartezeit auch vorher, ist kein Geheimnis!

    Aber ich gehe trotzdem davon aus, dass sie die medizinisch indizierte Kastration in ein paar Monaten übernehmen werden.

    Komme wahrscheinlich um einen Anruf bei denen nicht rum. Wenn ich das alles gewusst hätte, was man alles bedenken muss , hätte ich keine abgeschlossen. Ich sehe mich schon auf den Kosten sitzenbleiben und für den Rest des Jahres die Horrorbeiträge zahlen , für nix und wieder nix.

    Wartezeit hast du hier aber eigentlich bei jeder Versicherung, damit man eben nicht abwarten kann, bis was ist und dann schnell eine Versicherung abschließt.

    Irgendwo im Ausland gibt es wohl sogar Versicherungen, die man im Schadensfall abschließen kann … sind dann bestimmt dementsprechend teurer.

    Ich kenne mich mit diese Rassen nicht aus, aber bei Rassen, die auf der Liste eins stehen und verboten sind (Haltung, Zucht, Einfuhr) , steht doch immer als Erweiterung und Mischlinge aus den Rassen, dann müssten doch diese Designermixe auch verboten sein?

    Ja, die Einfuhr ist doch auch verboten, weil unter anderem AmStaffs auf der Liste stehen und das Mixe daraus sind. Deswegen konnten die betroffenen Hunde aus England ja auch nicht nach Deutschland "gerettet" werden, was einige der Liebhaber damals gerne getan hätten.

    Ich glaube, es geht um die Unterscheidung zwischen "American Bully" und "American Bulldog" (Nicht "American Bully" vs. "American Bully XL").

    Gemäß ABKC gibt es vier Varianten des "American Bully": Standard, Classic, Pocket und XL -- damit wäre ein "American Bully XL" also eben kein Designer-Mix. Und einigen Meldungen zufolge sogar eher das Gegenteil von "Mix".

    Aber der ABKC und auch die „Rasse“ ist doch nicht von der FCI anerkannt. Deswegen musste England ja etwas kreativ werden bei der Formulierung des Verbots damals. Und genau damit wurde der Hund vor dem ganzen OT doch verglichen.

    Es gab wohl starke Inzucht und bei Hunden, die von einem Rüden namens Kimbo abstammten überdurchschnittlich viele Fälle von Aggressivität. Wenn Du mal hier in dem Thread nach Kimbo und/oder American Bully suchst findest Du einige Beiträge dazu. Das Thema hatten wir hier mal ausführlich. In England wurden die wegen mehrerer Todesfälle verboten.

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    Hier auch nochmal ein Artikel zu dem ganzen damals: Berliner Morgenpost

    Zitat

    XL Bully steht als Kreuzung nicht auf Rasseliste

    Entscheidend für diesen Schritt ist die Neuregelung seitens britischen Regierung, die bisher nicht klassifizierten Hunde als eigene Rasse einzustufen. Ein Schritt, der in weiten Teilen der restlichen Staaten Europas und auch in Deutschland bislang nicht vollzogen wurde. Der Hund ist je nach Züchtung die Kreuzung aus einem American Staffordshire Terrier und American Pit Bull Terrier, mit Einschlägen anderer Bulldoggenrassen.

    Laut Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Fédération Cynologique Internationale (FCI) ist der American Bully demnach keine eigene Rasse, kann somit nicht als Kampfhund klassifiziert werden und steht auch auf keiner Rasseliste.

    Ich meine, was solls... aber es sind zwei unterschiedliche Rassen, soweit ich weiß.

    Nein, die XXL Bullys sind gar keine anerkannten Rassehunde, das ist nur ein Designermix wie Doodles aller Art auch. Von daher weiß da in der Tat keiner so richtig, was da jetzt alles mitgemischt hat:

    Ist doch eh unklar, was inzwischen in welchen Anteilen zwecks Farbe, Mutantenschädel und sonstiger Optik in diesem Typ Hund steckt

    Mit anderen Worten: Nur wenn man eine Bindung mit jemandem eingehen kann, die einer menschlichen Mutter-Kind-Bindung entspricht, kann man das als "Bindung" bezeichnen?

    Es ging halt um die „Duden / Professor für deutsche Sprache“ Sichtweise. Da ist das eben klar definiert und jede anderweitige Verwendung ist sprachlich falsch.

    Um irgendwelche persönlichen Ansichten ging es Pinguin und Co. dabei doch gar nicht.

    Mit der ersten Hälfte des Interviews kann ich gut leben

    Ja, dem schließe ich mich an … der Teil, den ich gelesen habe, klang recht vernünftig. Als es anfing komisch zu werden, habe ich abgebrochen. Wenn es, wie hier auch einige vermutet haben, so ein XL Bully war, ist das alles kein Wunder.

    Sind ja in GB nicht grundlos verboten worden, da mussten schon so viele Menschen (oft die eigenen Halter) ihr Leben lassen …