Beiträge von Schäferterrier

    Er stellt sich ihr jeweils quer in den Weg, wenn sie durch eine Tür will oder an den Kühlschrank. Es wirkt nicht aufgeregt, sondern eher stur. Er schaut sie dann auch nicht an, sondern tut so, als wäre er gerade rein zufällig da. Er ist ein Dalmatiner, also relativ gross, und sie muss ihn dann jeweils zur Seite schieben.

    Das klingt für mich, als würde dein Hund versuchen, deine Freundin zu begrenzen. Ob das nur ein Austesten ist (also ob ers mit deiner Freundin machen kann) oder ob es da einen tatsächlichen Konflikt gibt, ist erstmal schwer zu sagen. Da lohnt es sich, mal nen Trainer drauf schauen zu lassen, wenn du dir unsicher bist.

    Aber Achtung: Bitte lass sie den Hund da auf gar keinen Fall mehr zur Seite schieben. Und mach es auch nicht selbst. Je nachdem, wie ernst der Hund das meint und wie übergriffig er das Wegschieben findet, kann das wirklich gefährlich werden.

    Übt stattdessen gemeinsam (erst du mit dem Hund, dann sie mit dem Hund), dass er sich auf Kommando wegschicken lässt. Das dauert natürlich, bis er das verinnerlicht hat, aber kann euch langfristig zum Beispiel auch dann nützlich sein, wenn er sich zwischen euch drängt.

    Ansonsten, naja. Dein Hund kennt deine Freundin erst seit ein paar Wochen? Dass er sich da nicht direkt streicheln lassen oder mit ihr spielen will und generell noch ein paar Schwierigkeiten hat, die neue Situation einzuordnen, finde ich normal.

    Ich würde erstmal schauen, dass der Hund lernt, dass es sich lohnt, mit ihr zu kooperieren. Das kann man z.B. recht einfach über Tricks wie Sitz, Platz, Pfote fördern. Vielleicht ist deine Freundin langfristig auch bereit, ein neues Hobby für sich und den Hund aufzubauen (Tricktraining, Apportieren, Leckerlisuche, oder halt wirklich was aus der Hundeschule, was dem Hund eben gefällt). Gemeinsam mit nem Mensch was Tolles machen kommt eigentlich bei jedem Hund gut an und schafft ne super Basis für zukünftige Zusammenarbeit.

    Was züchten bedeutet, ist eigentlich keine Glaubensfrage.

    (Tiere, Pflanzen) aufziehen, besonders mit dem Ziel, durch Auswahl, Kreuzung, Paarung bestimmter Vertreter von Arten oder Rassen mit Vertretern, die andere, besondere, erwünschte Merkmale und Eigenschaften haben, eine Verbesserung zu erreichen.

    Vermehren bedeutet im Gegensatz dazu nur, etwas (hier: Hunde) in seiner Anzahl zu steigern.

    Der Unterschied liegt also in der Zielsetzung und Umsetzung und nicht prinzipiell daran, ob man nun einem Verein angehört oder nicht.

    Allerdings ist es heutzutage quasi nicht möglich, zu züchten, ohne einem Verein anzugehören. Privat hat man in der Regel weder die notwendigen Datensätze noch die entsprechende Auswahl an geeigneten Deckpartnern, um in irgendeiner Form eine merkliche Verbesserung der Rasse zu erzielen.

    Das heißt für mich noch lange nicht, dass jeder, der nicht im VDH ist, automatisch ein Vermehrer ist. Aber irgendeinem Verein* sollte man schon angehören.

    *der mehr macht als lustige bunte Papierchen drucken

    Dass der Hund bei Aufregung etc. noch nicht zuverlässig stubenrein ist, finde ich erstmal normal.

    Allerdings finde ich die Zeiträume, die er einhalten kann, arg kurz. Wenn ein Hund mit 4 Monaten nicht länger als 2 Stunden einhalten kann und auch nachts noch mehrfach raus muss, würde ich den Hund zeitnah einem Tierarzt vorstellen, um erstmal Blasenentzündung & Co. auszuschließen.

    Wenn da nichts ist, ja, dann brauchs halt einfach noch Zeit. Aber finde ich schon auffällig genug, um es checken zu lassen.

    Nein, das glaube ich nicht.

    Wenn jemand beim seriösen Züchter kauft, ist das in der Regel eine durchdachte und bewusste Entscheidung. Solche Leute treffen die Entscheidung für eine Abgabe natürlich nicht leichtfertig und da ist die Hemmschwelle recht groß. Selbiges gilt aber auch für Menschen, die nach einem seriösen Tierschutzverein suchen, sich dort beraten lassen, das Auswahlverfahren durchlaufen und dann von da einen Hund beziehen. Wer das mitmacht, trifft die Entscheidung für eine Abgabe in der Regel ebenfalls nicht leichtfertig - auch wenns „nur“ ein günstiger Tierschutzhund ist.

    Und der Rest, also die Menschen mit Hunden aus unseriöser Quelle, naja. Ich denke, da ist die Hemmschwelle oft nicht ganz so groß, den Hund abzugeben, wenn es nicht läuft. Aber selbst wenn so ein Hund teuer war: Wer sich vor dem Kauf nicht einmal informieren wollte, worin er seine 2 bis 4k da eigentlich investiert, sondern bereit ist, die ohne nachzudenken in nen Hund vom Vermehrer zu investieren, dem scheint die Kohle ja nicht allzu wichtig zu sein.

    Für mich klingt das ein bisschen, als würdest du mit deinem Hund sehr kopflastig arbeiten. Du beschreibst, dass du immer wieder versuchst, das überschießende Temperament über Signale, Kommandos, Ruhe-„Trainings“ etc. in den Griff zu bekommen.

    So als Beispiel: Der Hund ist super aufgeregt, wenn Besuch kommt. Nun soll er Sitz machen und das Sitz halten, also ein angelerntes Verhalten konzentriert ausführen, obwohl er gerade eigentlich was ganz anderes tun möchte. Die Labbis, die ich kenne, wollen ihren Besitzern gefallen, die wollen das schon durchziehen und machens dann brav - aber das ist absolute Höchstleistung für so ein pubertäres Hirn, sich da zusammenzureißen und das auszuführen. Die sind danach komplett durch.

    Versteh mich nicht falsch, über konditionierte Signale zu arbeiten und auch mal die typischen Methoden nach Lehrbuch anzuwenden hat natürlich seine Daseinsberechtigung. Aber nur, wenn der Hund es auch leisten kann, und deine Hündin hat aktuell pubertätsbedingt echt wenig Hirnschmalz für sowas übrig. Da bieten sich andere Wege einfach deutlich besser an.

    Ich glaube deshalb, der Hund braucht kein Ruhe-Training, sondern echte Ruhe. Viel mehr freie Bewegung (oder an der Schleppleine) in reizarmen Gegenden ohne viele Anforderungen. Viel weniger kleine Spielereien nebenher. Daheim Ruhe ohne große Action und Ansprache. Und vor allem weniger Signale, die sie ausführen und über einen längeren Zeitraum einhalten soll.

    Mir ist ehrlich gesagt vollkommen egal, aus welchem Grund ein Züchter einen bestimmten Preis für seine Welpen festsetzt und inwiefern der anhand von Material- und Aufwandskosten „gerechtfertigt“ werden kann. Entweder ist mir das, was ich bekomme, den Preis guten Gewissens wert oder halt nicht. Wenn der Züchter sich dabei auch noch ne goldene Nase verdienen sollte, umso besser - dann bin ich happy mit meiner Investition und der Züchter mit seinem Gewinn. Win-win-Situation also, wo ist das Problem? :ka:

    Es ist doch niemand gezwungen, Summe x für einen Welpen zu zahlen, obwohl es das einem nicht wert ist. Wenns mir zu teuer ist, dann schaue ich mich eben wo anders um.

    Wenn ich dann zum Vermehrer renne, kann da doch der Züchter nichts für. Ich beschwer mich doch auch nicht bei Rolex über deren Preise, weil meine Billig-Uhr von Temu nach zweimaligem Tragen kaputt ist. Es ist doch immer noch meine Verantwortung, welche Investitionen ich für gut befinde.

    Wobei die Vermehrer hier in der Gegend sowieso denselben oder sogar einen höheren Preis verlangen als eingetragene Züchter. Deutlich günstiger sind eigentlich nur echte Ups-Würfe oder Tierschutzhunde. Die haben seit den gestiegenen Züchter-Preisen tatsächlich etwas mehr Zulauf.

    Ich betrachte diese Entwicklung zwar mit zunehmender Sorge, weil die Entscheidung für so einen Hund meiner Meinung nach ganz bewusst getroffen werden sollte und nicht nur, weils halt günstiger ist. Aber auch da sehe ich das Problem nicht bei den Züchtern, sondern bei den potentiellen Käufern.

    Ich habe mal eine ganze Zeit lang versucht, unter Anleitung diverser Trainer das Territorialverhalten zu reduzieren. Das hat nicht nur kaum was gebracht, sondern mich irgendwann auch echt frustriert. Denn eigentlich mag ich diesen Hundetyp total gerne: Ich finds toll, dass er so aufmerksam für seine Umwelt ist, ich mag es, dass er fremde Lebewesen, die sich uns näheren, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig meldet und ich finds auch an sich super, unterwegs immer meine eigene Alarmanlage dabei zu haben. Da immer nur gegenzuarbeiten und das so gut wie möglich einzugrenzen negiert nicht nur all das, was ich an meinem Hund mag, sondern beraubt ihn auch seiner größten Stärken.

    Also habe ich irgendwann die Reißleine gezogen und ihn auf eigene Faust zu genau dem gemacht, was er eh schon immer sein wollte: Mein eigener kleiner Security-Assistent. Sein Job ist es, mir fremde Lebewesen, die in „unseren“ Raum eindringen, zu melden (das kann er nämlich deutlich besser als ich). Mein Job ist es dann, mich mit dem „Eindringling“ auseinanderzusetzen (das kann ich nämlich deutlich besser als er).

    Heißt er darf bzw. soll anzeigen, dass da was ist, aber sein Aufgabenbereich endet in dem Moment, in dem ich übernehme und es als okay einstufe. Dann hat er meine Entscheidung zu akzeptieren, auch wenn er sie manchmal doof findet. Da musste (und muss) er einfach lernen, seine Wut und seinen Frust in dem Moment auszuhalten, ohne ausfallend zu werden.

    Gerade mit einem Hund, der gern eigenständig agieren und es bis zum Schluss selbst regeln würde, ist das natürlich schwieriger umzusetzen als mit einem Hund, der einem die Kooperation quasi in den Schoß legt. Aber meine Erfahrung ist, dass so ein Typ Hund deutlich zugänglicher wird, wenn man ihm einen Teil seines Jobs lässt und diesen sogar belohnt, anstatt prinzipiell dagegenzuarbeiten.

    Und je nach Hund gibt es natürlich auch Grenzen des Möglichen. Mein Hund wird, wenn ich mal penne und nicht richtig übernehme, immer dazu neigen, im Zweifelsfall doch zu pöbeln. Und bei fremden Hunden in unserem Hausflur wird er wohl auch bis auf Weiteres aus der Haut fahren. Das regt ihn so sehr auf, da reicht die Impulskontrolle nicht aus, um den Schnabel zu halten.

    Nichtsdestotrotz kommen wir so deutlich besser zurecht, als zu den Zeiten, als ich versucht habe, das Territorialverhalten grundsätzlich zu unterbinden oder einzudämmen. Und es macht sowohl meinen Hund als auch mich deutlich glücklicher.

    In der Regel denkt ein territorialer Hund nicht, es ist seins, weil er es markiert hat, sondern markiert, weil er denkt, es ist seins. Und das den anderen Hunden so kommunizieren möchte.

    Wenn du dem Hund nun verbietest, durchs Markieren zu kommunizieren, dass es sein Bereich ist, dann sucht er sich halt andere Kommunikationsmittel. Ob die so in deinem Sinn sind, ist fraglich…

    Ich unterbinde das Markieren meiner territorialen Kröte deshalb nicht und schränke es auch selten ein.
    Was ich aber verbiete, ist Arschgeigen-Verhalten gegenüber Mensch und Hund. Er darf ruhig kommunizieren, dass das seins ist, aber er darf nicht absichtlich das provokante Aas raushängen lassen, nur weil ers kann.

    Ich sehe da inzwischen z.B. einen sehr deutlichen Unterschied, ob er nur markiert, um Informationen weiterzugeben, oder ob er sich da gerade vor einem anderen Mensch/Hund aufplustern will. Ersteres ist entspanntes Gucken, Markieren, Weiterlaufen. Letzteres ist Anspannen, Aufrichten, so deutlich wie möglich Markieren und intensiv Scharren, dass das Gras fliegt, während der Kontrahent durchweg fixiert wird. Das wird sofort abgebrochen, gibts hier nicht.

    Genauso wie Aktionen, bei denen absichtlich was markiert wird, nur um dann andere anpampen zu können, wenn sie zu nah kommen. Probiert er gern mal, wenn wir kurz irgendwo stehenbleiben. Da sehe ich aber inzwischen auch ganz gut, ob es nur ein kurzes Lösen ist oder er absichtlich Stress anzettelt. Ersteres ist Schnüffeln, Markieren, Weiterschnüffeln. Letzteres ist Umgucken, Nachdenken, erhobenen Hauptes markieren und dann Ausschau nach potentiellen Opfern halten.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn du den Hund genau beobachtest, entwickelst du ein Gespür dafür, ob es gerade „nur“ Markieren oder eine echte Provokation ist. Markieren würde ich erlauben, weil ich einfach zur Kommunikation dazugehört. Provozieren, sich aufführen und Stunk anzetteln nicht. Nach dem Motto: „Hey, du darfst kommunizieren, dass das deins ist - aber wir bleiben freundlich dabei.“

    Mit dem Trypotphan kenne ich mich nicht aus, aber wurde mal wirklich intensiv nach Allergien untersucht?

    Weil wenn sie so sensibel auf ihr Futter und diverse Nahrungsergänzungsmittel reagiert, wäre das für mich erstmal naheliegend(er). Also dass sie gar nicht auf das Tryptophan selbst, sondern auf irgendeinen Nahrungsmittel-Bestandteil reagiert.

    Zumal das hier…

    Vitamin C 5000 mg, L-Tryptophan 7000 mg, Vitamin B1 10 mg, Vitamin B2 30 mg, Niacinamid 100 mg, Calcium-D-Phantothenat 60 mg, Vitamin B6 35 mg, Folsäure 15 mg

    … für mich mehr nach Wirkstoffen als nach den tatsächlichen Inhaltsstoffen klingt, oder irre ich mich da? Die typischen Produkte bestehen ja nicht „nur“ aus den oben angegebenen Wirkstoffen, sondern aus Zutaten wie (jetzt einfach als Beispiel, keine Ahnung was da drin ist) Fleischmehl, Inulin, Glyzerin, Kamille usw., in denen eben diese Wirkstoffe drin sind oder hinzugefügt werden.

    Vielleicht wäre es mal interessant, die Zutatenliste vom Tryptophan, dem CBD Öl und ihrem Futter zu vergleichen und nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Ist gerade beim Futter schwierig zu sagen, weil das sehr ungenau deklariert ist, aber vielleicht findest du ja Hinweise darauf, dass sie einen bestimmten Stoff (oder eine bestimmte Stoffgruppe) nicht verträgt.

    Und, aus eigener Erfahrung: Keine Scheuklappen aufs tierische Protein. Wenn sie tatsächlich auf einen Stoff reagiert, dann kann das alles sein.
    Meiner reagiert zum Beispiel auf Korbblütler, sowas gibts auch.

    Mal abgesehen davon, was dein Rektor davon hält, was Kollegen davon halten und wie das mit der Versicherung aussieht: Wenn sie das Schulsetting noch gar nicht kennt, würde ich das (ganz unabhängig von ihrem Verhalten) am Tag der offenen Tür selbst mit Erlaubnis auf keinen Fall machen.

    Ich zumindest habe Tage der offenen Tür immer als super stressig erlebt. Die Kinder sind aufgeregt und überrennen einen, die Eltern wollen ins Gespräch kommen, die Kollegen brauchen mal kurz Unterstützung, dann die ganze Organisation, das Durchführen von irgendwelchen Lern-, Sport- oder Bastelangeboten… Das ist für mich kein Setting, in dem man auch noch einen Hund gebrauchen kann, auf den man ständig ein Auge haben muss (und das musst du im Umgang mit fremden Kindern einfach, egal wie gut ausgebildet der Hund ist). Und es ist für mich auch kein Setting, bei dem ein Hund in irgendeiner Form davon profitiert, da teilzunehmen.

    Dass dein Hund darüber hinaus mindestens eine absolut kinderinkompatible Baustelle (das Anspringen) mitbringt und zudem schon im normalen Alltag ohne Reizüberflutung nicht leinenführig ist, kommt dann noch on top. Das geht im Schulkontext einfach nicht, erst recht nicht mit großem 30+ Kilo Hund.

    Ich fände es wunderschön, Lotta mitzunehmen, weil viele Kinder Tiere lieben und ich mir vorstellen könnte, dass sie eine Bereicherung ist.

    Das ist meiner Erfahrung nach übrigens gar nicht so oft der Fall. Von weitem und in der Theorie ja, da sind viele begeistert, aber wenn dann mal so ein großer, ggf. auch noch unruhiger und etwas distanzloser Hund vor ihnen steht, gibts doch einige Kinder, die echt Angst bekommen. Gerade mit nem städtischen Einzugsgebiet und an Brennpunktschulen wäre ich da sehr vorsichtig.

    Und mit Maulkorb: Vergiss es. Ich hab hier einen öfters mal bemaulkorbten Hund, der größen- und gewichtstechnisch die Hälfte von so einem Labbi ist und optisch aussieht wie ne Plüschkugel, die das Welpenalter nie verlassen hat. Und trotzdem gibt es kaum ein Kind, das keine Angst vor dem Hund hat, wenn er nen Maulkorb trägt. Nicht die Kinder, die mich als verlässliche Bezugsperson kennen und erst recht nicht die Kinder, die null Bezug zu mir haben.

    Zumal nur ein Metallkorb für wirkliche Sicherheit sorgt. Wer den als erwachsener Mensch schon mal gegens Schienbein gedonnert bekommen hat (egal ob böswillig oder einfach nur aus Versehen), der kann sich vorstellen, wie schnell sich da ein fünfjähriges Kind ernsthaft verletzen kann. Da braucht der Hund nur einmal den Kopf blöd rumreißen, es macht wumms und das Kind hat ne richtig dicke Prellung oder Schlimmeres im Gesicht.

    Ich verstehe irgendwo, dass der Wunsch da ist, den Hund mitzunehmen. Aber ganz ehrlich: So tust du damit doch weder dem Hund noch dir und auch nicht den Kindern einen Gefallen. Da gibt es einfach zu viel, was schief laufen kann.

    Gibt es Trainingsschritte, die ich vorher unbedingt machen sollte, wenn ich sie mit in die Schule nehmen möchte?

    Wenn du es schaffst, mit ihr eine tip top Leinenführigkeit zu erarbeiten, Ruhe und Gelassenheit in Menschenbegegnungen und aufregende Situationen zu bringen und sie immer absolut verlässlich unter Kontrolle hast - in jeder Situation - dann könntest du langsam anfangen, sie an so ein Schulsetting zu gewöhnen. Vielleicht erstmal eine Stunde in einer Kleingruppe, dann mal als Begleitung zum Wandertag, dann mal als Begleitung in der Klasse, sowas. Ohne Druck, mit Kindern, die du gut kennst und einschätzen kannst, auch nur zeitlich sehr begrenzt und im besten Fall erstmal ohne großartigen Kinderkontakt.
    Aber das ist was, dafür braucht es in der Regel einen Trainer, der auf genau sowas spezialisiert ist. Und das dauert Jahre. Und selbst dann besteht die Möglichkeit, dass es nicht klappt. Denn das, was gute Schulhunde leisten können müssen, sodass alles sicher und stressfrei abläuft und Hund und Mensch davon profitiert, das packen tatsächlich die wenigsten Hunde, auch unter den Retrievern.