Beiträge von Schäferterrier

    Wie handhabt ihr das denn mit Leckerlis?

    Mein Hund bekommt bis heute für jeden Piep ein Leckerli, inklusive fürs nett schauen :lol: gerade in der Junghundezeit habe ich Unmengen an Leckerli verfüttert.

    Allerdings achte ich darauf, was in den Leckerlis drin ist. Da gibt's solche und solche. In manchen ist echt viel Mist, die verfütter ich dann nicht so häufig. Aber es gibt auch Leckerlis, die quasi nur getrocknetes Fleisch (+ 1-2 weitere Zutaten) sind. Die verfütter ich in rauen Mengen.

    nun meinte die Züchterin, dass Welpen nichts mit Rind dürfen?

    Ich bin kein Welpen-Profi, aber davon hab ich echt noch nie gehört. Irgendwie find ich die Ratschläge deiner Züchterin... schräg :???:

    Hat sie ne Begründung genannt?

    Apropos, seit gestern frisst sie besser und hat entsprechend heute vier Häufchen gemacht. Alle gut geformt, sorry. Ist das noch normal? Die Züchterin sagte was von einmal täglich.

    Für meinen Geschmack wär 4x ein bisschen viel. Aber das ist jetzt absolut nichts Dramatisches.

    Wenn sie ihr Futter eh nicht so gern frisst und es bei der Häufigkeit vom Kotabsatz bleibt, würde ich halt auf lange Sicht mal ein anderes Futter in Erwägung ziehen.

    Aber die Kleine wird nicht davon kaputt gehen, dass sie mal kurzfristig 4 Häufchen am Tag macht.

    Der Unterschied zwischen Pferd und Hund ist, dass man mit dem Pferd in der Regel nur eine sehr begrenzte Zeit des Tages verbringt. Mit dem Hund verbringst du dagegen gerade zu Anfang deinen gesamten Alltag.

    Du hast in deinem Eingangspost bereits angedeutet, dass du Freiheiten brauchst. Als freiheitsliebender Mensch kann ich mir gut vorstellen, dass dich die plötzliche und pausenlose Nähe zu deinem Welpen einfach ein bisschen erdrückt.

    Das Kuscheln, Abschlecken und Nähe suchen des Welpen, das Kotaufsammeln, die Beschäftigung miteinander, generell der ständige Fokus auf den Hund - das ist einfach sehr viel Nähe. Gedanklich, emotional und physisch.

    Ich kenne das von mir zwar nicht vom Hund, aber durchaus im Kontakt mit anderen Menschen. Mit zu schnell zu viel Nähe kann ich nicht gut umgehen und dann komme ich in eine richtige Abwehrhaltung. Kann es sein, dass es bei dir ähnlich ist?

    Falls ja: Das wird ein gutes Stück besser, wenn dein Hund älter ist. Sobald die Kleine mal stubenrein ist und alleinbleiben kann und ihr einen Alltag mit festen Regeln etabliert habt, kannst du auch wieder mehr deine Freiheiten genießen.

    Aber Fakt ist auch: Mit einem Hund lebt man einfach Zeit seines Lebens deutlich enger zusammen als mit einem Pferd. Man ist angebundener, man hat deutlich weniger "Pause", man erlebt meist mehr körperliche Nähe. Gerade so ein Pudel will dabei sein und deinen Alltag mit dir teilen.

    Irgendwo gehört es also auch zur Hundehaltung dazu, ein großes Stück Eigenständigkeit aufzugeben.

    Ob du das auf Dauer willst, insbesondere mit einem doch sehr kontaktfreudigen Pudel, musst du entscheiden.

    Wegen der Beziehung würde ich mir aber Stand jetzt keine Gedanken machen. Eine Beziehung aufzubauen dauert. Vor dem Einzug stellt man sich gerne mal vor, was man alles Tolles mit dem eigenen Hund machen wird und wie wunderbar das Leben mit dem eigenen geliebten Hund dann sein wird.

    Dabei wird gerne mal vergessen, dass so ein Hund erstmal der "eigene" Hund werden muss. Das ist er nicht einfach vom Kauf ab. Beziehung braucht Zeit und Geduld und gemeinsame Erlebnisse. Setz dich da mal nicht unter Druck.

    Also ich hatte gelesen das ein Welpe erst ab 4-5 Monaten seine Blase kontrollieren kann, daher habe ich diese Zahl. Also schön wäre es schon wenn das mit dem stubenrein früher als später funktioniert.

    So mit 4 Monaten sollten die allermeisten Hunde das können. Was nicht heißt, dass die genauso lange einhalten können wie ein erwachsener Hund, aber es sich mal bewusst für kurze Zeit verdrücken geht in dem Alter normalerweise schon.

    Also generell ist der Hund nur alleine wenn ich im Supermarkt einkaufe (weniger als 5 Minuten zu Fuß) und falls mal ein Arztbesuch anstehen sollte. Natürlich konnte ich meinen überall mitnehmen (ins Restaurant, Friseur, etc) , ich glaube nicht dass das mit dem Welpen auch so geht.

    Allein schon fürs Training würde ich das tatsächlich recht bald anfangen, den Welpen überall dort hin mitzunehmen, wo er auch später mit dabei sein soll. Davor ein kleines Ründchen drehen, gut auspinkeln lassen und dann ab untern Tisch oder neben den Stuhl zum Schlafen. Das Schöne an Welpen ist, dass denen (im Gegensatz zu nem wilden Junghund) oft noch recht schnell die Äuglein zufallen.

    Arbeitsmäßig bin ich im Homeoffice, allerdings gibt es immer mal Zeiten wo ich mal für ein paar Stunden weg bin, das kann dann schon mit Hin- und Rückfahrt 6 Stunden sein. Das konnte mein erwachsener Hund aushalten, kam ja auch nicht oft vor, für den Welpen würde ich dann schon was organisieren.

    Dann sehe ich da gar kein Problem.

    Ich finde, du hast super Voraussetzungen für einen Welpen.

    Klar ist die erste Zeit anstrengend. Klar ist das was anderes, nen Welpen mit ins Restaurant oder so zu nehmen als nen routinierten erwachsenen Hund. Klar braucht man anfangs mal ne Betreuung, wenn man länger unterwegs ist. Und man ist halt bei allem doch noch etwas mehr beim Hund - gedanklich, mit der Aufmerksamkeit und organisatorisch.

    Aber ich sehe da absolut nichts, was nicht mit ein bisschen Organisation und gutem Willen super gelöst werden könnte.

    Wenn ich das richtig verstehe, kann man bestenfalls erst ab 4-5 Monaten erwarten, dass ein Welpe stubenrein ist, und erst ab einem Jahr oder so 4-5 Stunden allein lassen.

    Ersteres ist tatsächlich ein Ding. Es gibt Junghunde, die haben das richtig fix raus, andere brauchen etwas länger.

    So oder so können junge Hunde aber unabhängig der Stubenreinheit noch gar nicht so lange aushalten wie ein erwachsener Hund. Und das kann beim Alleinbleiben zu Anfang schon ein Thema werden.

    Nichtsdestotrotz: Dass man einen Hund erst ab einem Jahr 4-5 Stunden allein lassen kann, halte ich für totalen Quatsch. Mein Rüde ist erst mit über 4 Monaten hier eingezogen, trotzdem war er mit knapp 6 Monaten schon problemlos 4+ Stunden allein zuhause (und obwohl er da noch nicht 100%ig stubenrein war, hat er die Zeit gut ausgehalten, ohne reinzumachen).

    Klar, es kommt auf den Hund an. Aber dass ein Hund erst mit einem Jahr 4-5 Stunden Alleinbleiben kann - wenn man es denn von Anfang an richtig geübt hat - halte ich eher für die Ausnahme als die Regel.

    Wie viele Stunden müsste der Hund denn bei dir ab welchem Alter meistern, was das Alleinbleiben angeht?

    Wenn dieser ganze Mist mit Qualzucht etc. nicht wäre dann hätte ich hier vermutlich schon den perfekten Hund hier rum liegen.

    Warum schaust du denn dann nicht gezielt nach einer Rasse, die ähnliche Wesenszüge mitbringt wie deine jetzigen Hunde?

    Hütis, Terrier, Pinscher, Spitze, das sind ja alles komplett andere Charaktere.

    Klar, wenn du sagst, du willst mal ganz bewusst einen ganz anderen Hundetyp ausprobieren, dann lohnt es sich sicher, die mal anzuschauen.

    Aber wenn du das Wesen von deinen jetzigen Hunden eigentlich total perfekt findest und da wunschlos glücklich mit bist, macht es für mich irgendwie wenig Sinn, nun ne (charakterlich) ganz andere Richtung einzuschlagen.

    Für mich ergibt sich beim Lesen irgendwie das Bild eines Hundes, der einerseits mit Neuem nicht gut umgehen kann und der sich andererseits auch sehr schlecht selbst regulieren kann (Thema Schnüffelteppich).

    An der Umweltunsicherheit arbeitest du scheinbar sehr einfühlsam und extrem kleinschrittig mit ganz viel positiver Verstärkung. Das kann für den ein oder anderen Hund ein ganz toller Weg sein und scheint ja grundsätzlich auch zu funktionieren. Nichtsdestotrotz würde ich dir und dem Hund zuliebe mal kritisch hinterfragen, ob das für euch auf Dauer wirklich so zielführend ist.

    Stand jetzt läuft euer Zusammenleben, wenn ich das richtig verstanden habe, so:

    Hund findet den Reißverschluss komisch? Du übst mit ihm gezielt, den Reißverschluss nicht mehr komisch zu finden.

    Hund findet die Klospülung komisch? Du übst mit ihm gezielt, die Klospülung nicht mehr komisch zu finden.

    Hund findet die Spülmaschine komisch? Du übst mit ihm gezielt, die Spülmaschine nicht mehr komisch zu finden.

    Hund findet das Auto komisch? Du übst mit ihm gezielt, das Auto nicht mehr komisch zu finden.

    Das Problem an der Sache ist, dass das bei einem Hund, der bei allem Unbekannten unsicher ist, ein Fass ohne Boden ist. Der Punkt, an dem euer Hund alles auf der Welt mal gesehen hat und dann entspannt durch die Welt laufen kann, wird nicht kommen.

    Anstatt dem Hund nach und nach die Angst vor bestimmten Objekten oder Geräuschen zu nehmen, würde ich deshalb lieber daran arbeiten, ihm die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.

    Der muss gar nicht lernen, dass die Klospülung, die Spülmaschine oder der Reißverschluss ihn nicht fressen. Er muss "nur" lernen, dass ihm in deinem Beisein nichts passiert.

    Und das funktioniert meiner Erfahrung nach am Besten, indem man einfach souverän agiert und den Hund dabei sein und es in gewisser Weise aushalten lässt. Ohne großes Training, ohne gezieltes Untersuchen und Schönfüttern von einzelnen Dingen, sondern einfach nur über das Erlebnis "Okay, hier sind zig Dinge, die ich alle nicht kenne - aber nichts davon greift mich an."

    Richtig, richtig schlimme Ängste vor bestimmten Objekten kann man dann immer noch gezielt angehen, untersuchen, schönfüttern etc. Aber erstmal muss die generalisierte Angst vor dem Unbekannten in den Griff bekommen werden.

    Spoiler anzeigen

    Ich packs in den Spoiler, weil es mir nun speziell in deinem Fall nicht danach klingt, aber ist sicher gut, das auch auf dem Schirm zu haben:

    Hütis sind ja Meister der Verhaltensketten. Die stellen Verknüpfungen her, auf die der Mensch im Traum nicht kommt. Insbesondere wenn es darum geht, Aufmerksamkeit und Leckerlies abzugreifen.

    Mit so Aktionen wie dem Schönfüttern, wenn der Hund schon Meideverhalten zeigt, wäre ich deshalb bei solchen Kandidaten sehr, sehr vorsichtig.

    Es ist hinreichend bekannt, dass das Belohnen von Angst nicht dazu führt, dass der Hund das nächste Mal mehr Angst hat. Denn Emotionen kann man nicht belohnen.

    Aber, was vielen Menschen nicht klar zu sein scheint: Das Belohnen von Meideverhalten kann durchaus dazu führen, dass der Hund im Alltag zunehmend Meideverhalten zeigt. Bei allem, ganz egal, ob er tatsächlich Angst davor hat oder nicht.

    Die andere Sache ist dann der extreme Stress. Wenn schon der Schnüffelteppich so ein Problem ist, klingt das für mich, als würde es da generell nicht so super um die Selbstregulation und das Stressmanagement stehen.

    Gerade bei sehr reizoffenen, schnell angeknipsten Hunden, die keine besonders schöne Vergangenheit haben, kann es vorkommen, dass die einfach nie gelernt haben, dass man nach Stress auch wieder runterfahren kann. Ist für die einfach keine naheliegende Option. Die steigern sich dann rein und rein und kommen von selbst gar nicht auf die Idee, den Stop-Knopf zu drücken und wieder runterzufahren.

    Ich habe das leider schon mehrfach bei Hunden aus dem Tierschutz erlebt. Gar nicht mal nur bei Hütis, sondern generell bei Hunden, die eher reizarm und oftmals ohne ausreichenden Kontakt zur Mutterhündin aufgewachsen sind. Mein eigener Rüde ist auch so ein Kandidat.

    Solchen Hunden hilft man meiner Erfahrung nach am meisten, wenn man den Stress (bzw. das Reinsteigern in den Stress) sehr frühzeitig gnadenlos abbricht. Also wirklich einfach über Gehorsam verbietet, weiter rumzustressen und hochzufahren.

    Das ist im ersten Moment keine wahnsinnig nette Methode, für viele klingt das total unfair weil der arme Hund kann ja nichts dafür, dass er Stress hat. Ja, stimmt absolut. Aber oft ist es der einzige Weg, um da einen Fuß in die Tür zu bekommen. Und wenn es hilft, den Hund zeitnah aus seiner Stressspirale zu befreien, ist das für mich tatsächlich deutlich tierschutzfreundlicher als den Hund durch Rumeiern mit sanfteren Methoden, Gewöhnung etc. weiter in seinem Stress zu lassen.

    Mag sein, dass meine Ansprüche an den Auslandstierschutz einfach wahnsinnig niedrig sind, aber ich finde die Verantwortung, die hier der Orga zugeschrieben wird, echt arg übertrieben.

    Das Risiko, einen kranken Hund zu kaufen, besteht immer. Ich kann das Risiko möglichst gering halten, indem ich entweder zu einem verantwortungsvollen Züchter gehe oder den Hund auf einer Pflegestelle in Ruhe kennenlerne. Aber wenn ich mich da bewusst dagegen entscheide und ungesehen einen Direktimport aus dem Ausland kaufe? Tja, da muss ich meiner Meinung nach einfach mit dem erheblich größeren Risiko, einen kranken Hund zu bekommen, rechnen.

    Solange der Hund nichts hat, was bei einer normalen Allgemeinuntersuchung easy festgestellt werden könnte und alle erforderlichen Impfungen, Entwurmungen, MMK-Tests etc. vorhanden sind, fällt das für mich unter Eigenverantwortung.

    Ich kann mir außerdem gut vorstellen, dass die Gangbildauffälligkeit tatsächlich nicht bekannt war. Sowas im Tierheim zu erkennen, noch dazu bei einem Junghund im Wachstum, der (sorry) eh schon verbaut ist, das ist schwierig. Die TE hat es ja auch nicht direkt erkannt, obwohl sie mit dem Hund auf deutlich engerem Raum zusammengelebt hat als die Orga.

    Zumal es auch einfach die Norm ist, dass ein Hund aus dem TS - erst recht aus dem Ausland! - nicht wegen jeder kleinen Gangbildauffälligkeit komplett durchdiagnostiziert wird. Dafür fehlen sogar im Inland vielerorts die Mittel. Im Ausland, ohne greifbare, gut ausgestattete Tierklinik und mit nochmal deutlich weniger finanziellen Mitteln - wie soll eine Organisation das leisten?

    Es wäre schön, wenn es anders wäre, aber das ist nunmal die Realität, der man sich vor der Anschaffung bewusst sein muss. Ich sehe da tatsächlich keine Verantwortung bei der Orga.

    Er machte den Eindruck als wäre er im Ausland geschlagen worden, vor allem hinten anfassen war ein Problem. Im Nachhinein habe ich erfahren das er von einem spanischen Schäfer aussortiert wurde

    Nach 7-8 Wochen kippte es plötzlich und er schrie von einem auf den anderen Tag Vögel am Himmel an und war völlig durch den Wind. Am Tag zuvor war ich noch mit einer Freundin entspannt spazieren, am nächsten Tag ging nix mehr.

    Auf glattem Boden rutscht er allerdings und daher hat er panik.

    Das kann natürlich alles von der SDU kommen, aber mein Gedanke wäre, mal Rücken/Hüfte/Hinterhand untersuchen zu lassen.

    Wenn Anfassen eh schon ein Problem war, das Verhalten dann von einem auf den anderen Tag so arg gekippt ist und er dazu auch noch Angst vor dem Rutschen hat, klingt das für mich danach, als könnte da neben der SDU möglicherweise noch eine weitere körperliche Ursache dahinterstecken. Rückenschmerzen, eingeklemmter Nerv, CES, Bandscheiben...

    Würde ebenso erklären, wieso er vom Schäfer aussortiert wurde. Und dauerhafter Stress kann ja auch die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. Vielleicht ist die ja gar nicht die Ursache, sondern "nur" ein weiteres Symptom (und ggf. Verstärker) eines davor bereits bestehenden Problems?

    Es gibt Augenärzte für Tiere. Ich habe Cara einmal bei einer Tierärztin mit Spezialisierung Augenheilkunde untersuchen lassen.

    Danke, dann werde ich mich da mal umschauen. Bringt ja nichts, wenn ich mir weiter nen Wolf trainiere, wenn es eigentlich an den Augen liegt.

    Da sieht man mal wieder, wie toll das Forum ist :herzen1:

    Augenerkrankungen oder Fehlsichtigkeit hatte ich in dem Fall echt noch gar nicht auf dem Schirm. Das gibt mir jetzt zumindest mal nen weiteren Anhaltspunkt.