Ich verstehe deine Gedanken dazu total, aber wer nicht in der finanziellen Lage ist sein Tier vollumfänglich zu versorgen, sollte kein Tier halten.
Ein Teil von mir möchte dir da zustimmen, der andere Teil fragt sich allerdings, welches Einkommen und/oder welche Rücklagen man haben muss, damit man es sich leisten kann. Während man bei einigen Rassen schon gewisse Kosten beim Kauf einkalkulieren muss, ist es bei vielen Hunden doch ein absolutes Glücksspiel.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Vollversicherungen mit Beiträgen unter 100€/Monat auf Dauer rentabel arbeiten können, ohne dass sie langfristig die Beiträge erhöhen oder teure Kund*innen rausschmeißen. Wenn man das mit Humanversicherungen vergleichen möchte, dann eher mit den privaten Krankenversicherungen, da es bei den gesetzlichen Fallpauschalen gibt, die die Kosten für die Versicherungen begrenzen. Hier sind die Beiträge deutlich im dreistelligen Bereich.
Wenn man sich nun anschaut, welche Kosten auftreten können, bin ich ganz bei Limetti
Die wirkliche Steigerung an TA Kosten habe ich dadurch, daß inzwischen Dinge gemacht werden, die es vor einigen Jahren so noch gar nicht gab, bzw nicht so "selbstverständlich". Zahnsanierungen wie beim Menschen mit Röntgen usw. oder die Magen-Darmspiegelung bei Bonnie zb.
Es gab nicht nur eine Erhöhung der GOT, sondern auch einen Wandel der Art und des Umfangs der Behandlungen. Während sich in meiner Kindheit und Jugend niemand um die Zahngesundheit seines Hundes gekümmert hat, sind Zahnbehandlungen – zumindest für viele Hunde – eine Standardprozedur. Während früher eine Narkose eine Kombination aus Spritze und Beten war, haben wir nun Inhalationsnarkosen, die ein hohes Maß an Sicherheit bedeuten, aber auch entsprechend die Preise hoch treiben. Während man früher bei Krebs bestenfalls noch den Krebsherd entfernt hat, ist nun auch eine Chemotherapie nicht ausgeschlossen. Und versteht mich nicht falsch – ich bin froh über die Weiterentwicklung und würde bei meinem Hund auch nur die Frage des "wann" und "wo" klären wollen, anstatt des "ob", aber das sind alles Faktoren, die die Preise steigern lassen.
Ich würde mir wünschen, dass es eine Vollversicherung mit einem sofortigen Kündigungsschutz und dafür einem relativ hohen Eigenanteil gäbe. Meinetwegen im niedrig vierstelligen Bereich pro Versicherungsjahr, aber auch mit einer gedeckelten Preissteigerung. Dies würde ermöglichen, dass man Zahlen hat, mit denen man kalkulieren kann. Und nur dann kann man sagen, dass "XY einen Hund gekauft hat, obwohl er es sich nicht leisten konnte.".