Mag sein, dass das Leute nervt, aber genau deswegen ist es ja wichtig, dass es gemacht wird. Und genau so sehe ich es auch beim Thema Qualzuchten.
Jemanden auf dem Nachhauseweg zu verfolgen und laut zu beschimpfen, weil er eine Qualzucht hält, wäre übergriffig. Oder jemandem ungefragt einen Termin in der Tierklinik auszumachen. Jemanden höflich anzusprechen, ist vielleicht störend für manche, aber ganz sicher nicht übergriffig.
Wenn ich dich die ganze Zeit damit höflich nerve, dass deine Lederleine auch Tierleid erzeugt, dein Fleischkonsum usw. dann würde dich das spätestens beim 5. mal auch richtig auf den Sack gehen und wahrscheinlich würdest du dein Verhalten nicht ändern, oder?
Warum denkt man, dass es bei so Qualzuchten dann anders ist?
Bin auf genau diese Weise vegan geworden
Also, ist wirklich so, aber ich verstehe die Problematik dahinter natürlich trotzdem.
Was ist denn das alternative Vorgehen, bzw. wie soll die alternative Aufklärung stattfinden, wenn nicht den Elefanten im Raum zu benennen?
Wegsehen, drüber hinweg sehen und vor allem: nichts tun, das kann ja auch keine Alternative sein. Ich habe eine Kollegin, die einen Mops besitzt und mit der
ich mich schon sehr ausführlich darüber unterhalten habe. Ich denke auch immer, der Ton macht die Musik bei solchen Gesprächen. Ich habe auch immer
wieder betont, dass es sie nicht zu einem schlechten Mensch macht, an dem all das Unheil der Welt klebt, aber ich hab ihr vor allem Hunderassen gezeigt, die
vielleicht dem Typus Mobs ähnlich sind - ohne die Qualzucht-Attribute, und da hat sie sich zukunftstechnisch doch sehr interessiert gezeigt.
Bei Gassigängern kann man vllt sogar möglicherweise fragen, ob Feedback zum Hund gewünscht ist. Sowas wie: "Oh, das ist ja Hunderasse XY. Da hab ich was drüber gelesen, willst du das wissen?"
Nichts tun jedenfalls kann keine Alternative zu Übergriffigkeit sein.