Beiträge von Maevan

    Zivilrechtlich sollte man da holen, was nur zu holen geht, bei solchen Leuten.

    Klingt hart, aber sehe ich ähnlich. Es geht nicht um Genugtuung, Rache oder Vergeltung, sondern darum, dass hier ein Opfer nachhaltig und langfristig geschädigt wurde, sie für ihre seelischen und körperlichen Verletzungen (zu dem Verlust ihres jungen Hundes auf die denkbar schlimmste Art und Weise) 3000 EUR bekommt, womit sie in Zeiten von Inflation und steigenden Kosten vermutlich so gar nichts anfangen kann. Der Staat hat nach Artikel 2 Grundgesetz die körperliche Unversehrtheit als absolutes Grundrecht zu schützen. Es kann ihr auch niemand den Hund ersetzen oder mit Geld alles ungeschehen machen, aber anzuerkennen, was für ein Höllenritt das für die Frau war, das ist Sinn und Zweck von Schmerzensgeld. Ist in dieser Situation imo nicht wirklich geschehen, 3000 EUR sind keine "Anerkennung" der Schäden die die Frau erlitten hat. Durch den wiederholten Ausbruch der Hunde und dem Bewusstsein der Gefahr sehe ich hier auch mindestens grobe Fahrlässigkeit, da nichts am Garten, Zaun oder den Umständen nach dem ersten Vorfall geändert wurde. Schmerzensgeld in D ist generell einfach ein Witz, das bezieht sich tatsächlich auf fast alle Aspekte und führt zu sehr ins Offtopic... :tropf:

    Im Grunde, will ich mir gar nicht ausmalen, was hätte noch passieren können, wenn der "Rudelführer" wie im Artikel beschrieben nicht zeitig dazu gekommen wäre...

    Bin auch bissl sprachlos. Das erscheint mir wirklich wenig alles in Allem.

    Bin aber juristischer Laie und frage mal: was „schadet“ denn eine Bewährungsstrafe? Damit kann man doch weiterleben wie bisher, oder nicht?

    Hast du schon mal ein Führungszeugnis vorlegen müssen? Da steht sowas drin. Und Stellen, die sich Führungszeugnisse vorlegen lassen, schauen sich die auch an - mit den entsprechenden Konsequenzen.

    Nach 3 Jahren kann das aber dann auch schon wieder leer sein.

    Finds alles in allem auch heftig wenig für so einen Vorfall. Und es war ja nicht der erste.

    Das klingt ja wirklich wild. Ich dachte, die Mieten sind nur in Berlin so völlig aus dem Rahmen. Hier, wo wir wohnen, sind 30-40 EUR pro Quadratmeter mittlerweile völlig normal... wie man sieht:

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    Bei uns war übrigens im Einzug auch "Haustiere nach Vereinbarungen", wir hatten noch keinen Hund, und als wir den Mietvertrag unterschrieben haben, hat unsere Vermieterin (die mit im Haus wohnt) uns erzählt, dass sie Katzen ma, aber unheimliche Angst vor Hunden hat .... Wir haben dann wirklich eine Art "Bewerbungsmappe" zusammen gestellt, mit Rasseportrait, Fotos, Haftpflicht, Unterschriften aller Nachbarn. Muss dazu sagen, dass Pudel natürlich aufgrund des "Nicht-Haaren"-Arguments in die Hände gespielt hat. Sie hat uns dann wirklich die Haltung erlaubt, allerdings NUR für diese Rasse, das ist auch schriftlich festgehalten :D Angst hatte sie vor ihm trotzdem, hat ihn auch nicht als Welpen streicheln wollen, findet mittlerweile aber auf 10 m Entfernung, dass er wirklich süß aussieht. :woozy_face:

    Ich muss gestehen, ich habe schon darüber nachgedacht, noch weiter raus zu ziehen, falls ich irgendwann mal 100 % Remote arbeiten darf. Aber eure Berichte sind wirklich gruselig.

    Das Ding ist doch, dass du die Verletzung hier abtust, weil es „nur“ Tackern an der Wade war. Wär da jetzt aber, aus welchen Gründen auch immer, ein Kind rein gekommen, andere Größe, andere Größenrelation, dann hätte die Sache auch rein theoretisch richtig böse ausgehen können(!). Deswegen finde ich das alles wie es ist zwar sicher auch ärgerlich aber gewiss angebracht.

    https://steiermark.orf.at/stories/3230731/

    "Der Polizei wurden dabei sogar Videos von fragwürdigen Trainingseinheiten zugespielt: Dabei sei etwa zu sehen, wie der Mann die Tiere gewaltsam auf eine Motorhaube drückte, Hunde bis zu 40 Minuten auf dem Boden fixierte und ihnen Tritte in die Weichteile versetzte; auch das Hochheben der Hunde mit Würgegriff sowie der Einsatz eines Hundes als Provokateur gehörten demzufolge zu den Gepflogenheiten des Mannes."

    "Der 51-Jährige selbst zeigte sich bei der Einvernahme zu den praktizierten Methoden geständig – dabei sei er sich jedoch keiner Schuld bewusst: Diese Methoden seien seiner Ansicht nach der einzige und richtige Weg, um „Problemhunde“ vor dem Tode bzw. Einschläfern zu bewahren."

    Ich bin hiervon auch echt geschockt. Junge, Junge.

    "Die darauffolgenden Ermittlungen ergaben, dass der Frühpensionist im Internet und auf seinem YouTube-Kanal offenbar die Resozialisierung von „Problemhunden“ in kürzester Zeit anbot. Auch stellte sich dann noch heraus, dass der Mann offenbar keine Ausbildung als Tiertrainer hatte und dennoch gewerbliche Kurse anbot – daher wird auch wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt."

    Da krieg ich echt Wut. Klar, "Resozialisierung in kürzester Zeit", wenn dein Hund die Tortur überlebt. Youtube-Universität, wo jeder alles sein kann!

    Ich glaub ich hake den Tag ab. Kennt ihr solche Tage?

    Fühl dich heut von mir arg verstanden. Heut war auch wirklich alles völlig daneben. Der Hund war schon auf der Morgenrunde völlig bescheuert unterwegs, alles und jeder war wie neu, musste angeschaut und angetänzelt werden, dazu noch 100 Hunde, in jeder Straße, auf jeder Straßenseite ... war wirklich froh, als ich wieder zu Hause war. Mittags hab ich ihn mir dann geschnappt und bin mit ihm zur großen Wiese, zum Glück kein Mensch, Hund durfte rennenrennenrennenrenneeeeeeen... und danach war auch echt besser, danach lief er nicht mehr ganz so völlig hirnverbrannt durch die Gegend und hat sich super an einer älteren Dame und ihrem Kleinhund ("Aber jetzt müssen wir doch mal hallo sagen.." -"Eh nein, müssen wir nicht. Bitte einfach weitergehen...") vorbeiführen lassen. Aber so alles in allem brauch ich den Tag heut nicht nochmal :D Haken dran.

    Ich hab keinen guten Tipp für dich, weil der Pudeljunge sich hier zwar wedelt, aber nach einem kurzen Begrüßen dann auch direkt wieder entspannt, also nicht extrem aufdreht. Zum Thema selbst: ich habe heut wieder gemerkt, wie unglaublich faszinierend Hunde sind. Wie gesagt, Merlin begrüßt uns eigentlich schon sichtbar aufgeregt, meine Frau ist allerdings grad echt arg angeschlagen und erkältet, kam vom Arzt wieder ... und der Hund war so vorsichtig und sanft mit ihr in der Begrüßung, als wär sie ein rohes Ei. So hab ich ihn noch nie erlebt. Sie war selbst ein bisschen verwirrt :woozy_face: Er lag dann auch bei ihr im Schlafzimmer und hat ihr Krankenbett observiert, obwohl er eigentlich lieber bei mir im Arbeitszimmer schläft.

    Weniger Dog Forum. So blöd das jetzt auch klingt... und ich weiß es selbst, aus eigener Erfahrung, versuch mal ein wenig Abstand von diesen ganzen Horrorszenarien zu schaffen, auch die "worst case"-Szenarien, die man hier gern mal sehr zügig dargestellt bekommt. Es ist ja auch nichts schlecht und verkehrt daran, sich mögliche Wege von anderen aufzeigen zu lassen, aber mich hat das am Anfang manchmal echt runter gerissen und panisch gemacht. Geholfen hat: ein paar Tage lang mal nicht das Forum aufsuchen, nicht alles zerdenken, auf den Hund konzentrieren, Shiri hat es echt schon gut formuliert. Schau auf dich, den Hund und den Trainer, der bald kommt. Du hast erstmal einen Fahrplan, kein Grund, sich bis dahin weiter verrückt zu machen.

    Nehmt euch Zeit für euch, lasst euch weiter aufeinander ein, lernt euch kennen und wenn du Probleme feststellst und es mit dem Trainer passt - klär es erstmal mit ihm, statt im Forum. Der wird dir als jemand, der den Hund live erlebt, auch besser ad hoc helfen, als jegliche Ferndiagnose. Das wird schon!